Wenn man angesichts der Entwicklungen in den USA etwas für Europa tun möchte, hat man durchaus Möglichkeiten. Zum Beispiel, indem man seine Daten aus den USA abzieht und in Zukunft auf Dienste und Programme setzt, die aus Europa kommen. Europa hat in den letzten Jahren in fast allen Bereichen den internationalen Wettlauf um neue Technologien im Netz verloren. Google, Apple, Microsoft und andere Anbieter haben EU-Konkurrenten hinter sich gelassen. Aber das ist kein Prozess, der unumkehrbar ist. Denn die EU verfügt schon über eine Menge erfolgreicher Alternativen zu Angeboten aus den USA.
Zugegeben, ein Wechsel aus den sehr bequemen Ökosystemen ist nicht immer leicht. Aber es gibt auch Dinge, bei denen man einfach nur den Anbieter wechseln muss, ohne dass man viel machen muss. Ich habe daher die Liste nach dem Schwierigkeitsgrad gelistet, wie schwer ein Wechsel sein wird. Ebenfalls muss man sich darüber im Klaren sein, dass man vor allem beruflich (egal ob als Angestellter oder Freelancer) auf bestimmte Dienste nicht verzichten kann. Man wird weiter einen Google-Account benötigen, auch Teams oder Zoom wird man weiter nutzen müssen. Wer aber zumindest im privaten Umfeld seine Daten in Zukunft lieber auf EU-Servern sehen möchte, hat durchaus die Möglichkeit, einiges zu verändern.
Die Kosten sind überschaubar. Man muss immer gegenrechnen, was bei Google oder Apple im Jahr zahlt. Anbieter wie Proton kosten zwar 10 Euro im Monat, bieten aber einen vollwertigen Ersatz für Google zum Beispiel.
Nicht aufgeführt in der Liste sind Angebote wie YouTube oder Reddit usw. Die Verzahnung mit Social-Media-Plattformen zu lösen ist nicht so einfach und ich sehe das auch an mir. YouTube und Reddit sind zumindest im Moment gar nicht zu ersetzen.
Mehr Alternativen findet man auch unter EU-Alternativen.
Leichter Wechsel
Google Suche -> Startpage, Ecosia, Qwant
Startpage nutzt die Indexe von Google und Bing, man de-personalisiert die Ergebnisse aber und gibt an, keine persönlichen Daten zu speichern. Der Firmensitz ist in den Niederlanden. Allerdings: Das Unternehmen wurde 2019 vom US-Unternehmen System1 gekauft, eine Internet-Werbeplattform. Startpage betont, dass System1 keinen Zugriff auf die Daten des Servers hat. Wer dem nicht traut, Qwant bietet einen ähnlichen Schutz, sitzt aber in Frankreich. Die nutzen nur den Suchindex von Bing. Ecosia sitzt in Deutschland, ist aber eng mit Google verzahnt.
Browser -> Vivaldi, kostenlos
Vivaldi basiert zwar auch auf der Chromium-Plattform, aber der Browser wird vom ehemaligen Opera-Gründer Jon von Tetzchner betrieben. Das Unternehmen sitzt in Norwegen. Der Browser verfügt auch über einen E-Mail-Client, Feed-Reader, Adressbuch, Kalender. Zudem gibt es viele Sicherheitsfeatures. Manche nennen auch Opera als Ersatz, aber hier ist Vorsicht geboten. Opera sitzt zwar weiter in Norwegen, gehört aber einem staatsnahen chinesischen Unternehmen. Firefox ist ebenfalls keine Alternative, da sie in den USA sitzen und zudem auch gerade die Privatsphären Einstellungen geändert haben.
Google/Apple Mail, Outlook -> Proton oder NAS, Nextcloud, kostenlos, bzw. 10 Euro/Monat für Proton
Proton sitzt in der Schweiz und bietet einen guten Ersatz für Google Mail, Kalender, Cloud, VPN und hat einen Password Manager. Proton bietet einen einfachen Import der Mails von Google über „Easy Switch“. Übernimmt dann auch die Kontakte und die Kalendereinträge. Nachteil: mehr als 500 GB Speicher (1 TB Business) gibt es nicht. Da käme dann ein eigenes NAS ins Spiel. Wie das mit einem eigenen NAS und Nextcloud geht, steht weiter unten.
Google Drive, iCloud, Dropbox -> Jottacloud, 1 TB für 7 Euro/Monat, Unbegrenzter Speicher ab 12 Euro/Monat, eigener Server
Stammt aus Norwegen und bietet vieles, was Dropbox auch kann, inklusive Bearbeitung von Dokumenten innerhalb des Dienstes. Seine Fotos kann man ebenfalls dort verwalten. Smartphone-Apps für Android und iOS gibt es auch. Wem es nur darum geht, Daten irgendwo sicher abzulegen, kann auch einfach einen Webhosting-Dienst in Deutschland nehmen und die Daten (Backups etc.) da hochladen.
Google/Apple Kalender -> Proton oder NAS, Nextcloud
Siehe Google/Outlook Mail.
OpenAI/Perplexity -> Mistral / Le Chat, kostenlos (Pro: 14 Euro/Monat)
Seitdem Mistral die Open-Source-Variante von DeepSeek integriert hat, läuft es deutlich besser. Die „Le Chat“ genannte Variante von Mistral ist vielleicht nicht ganz auf der Höhe von OpenAI, und die Fehlerquote ist höher, aber es wird mit jeder neuen Version besser. Man kann auch Bilder erstellen lassen.
Apple Music, Tidal, YouTube Music – > Spotify, Deezer, circa 10 Euro/Monat
Die meisten werden ohnehin beim schwedischen Dienst Spotify sein. Wer den auch nicht mag (und da gibt es viele Gründe für) sollte sich Deezer aus Frankreich anschauen. Preislich unterscheiden sich die Dienste nur wenig. Inhaltlich schon, da Deezer nur wenig Podcasts anbietet.
VPN, North VPN -> MullvadVPN, 5 Euro/Monat, Proton (10 Euro/Monat, Teil der Proton-Suite)
North VPN hat zwar seinen operativen Sitz in Litauen, ist rechtlich aber in Panama ansässig. Mullvad bietet den gleichen Service zu ähnlichen Preisen und sitzt in Schweden. Proton bietet innerhalb der gesamten Proton-Suite (Mail, Kalender, Cloud usw.) ebenfalls einen VPN an. Wenn man die Proton-Suite kauft, kann man auf Mullvad verzichten.
Password Manager -> Proton, 10 Euro/Monat. 1Password (Kanada, 35 Euro/Jahr)
Die meisten PW-Manager sitzen in den USA, mit Ausnahme von 1Password, die in Kanada ansässig sind. Wer seine Daten dennoch lieber in der EU-Cloud sehen möchte, kann bei Proton fündig werden.
Google Translate -> DeepL, Mistral, kostenlos
DeepL sitzt in Köln und hat, zumindest für die angebotenen Sprachen, den besten Übersetzungsdienst. Auch besser als Google. Aber Übersetzungen sind Zeiten von KI nun wirklich kein Problem mehr, Mistral kann das auch.
X, Threads, Facebook -> Mastodon, kostenlos
Gegenwärtig wandern Teile der Social-Media-Welt zwar zu BlueSky, doch der Dienst sitzt auch in den USA und die Daten fließen teils unverschlüsselt dorthin. Die EU-Server von Mastodon sind da besser geeignet, vor allem die Hauptinstanz, mastodon.social. X sollte man dringend verlassen, bei Facebook ist es natürlich für manche schwieriger. Man kann ja nicht sein ganzes Netzwerk mitnehmen. Am besten ist es, wenn man schon mal die Facebook-App vom Smartphone entfernt und dann schaut, wie man damit zurechtkommt.
Google Maps -> Here, OpenStreetMap, kostenlos
Der in Deutschland ansässige Anbieter „Here“ bietet einen guten Ersatz für Google Maps samt einer Routenplanung, auch für den ÖPNV. Allerdings ist das ÖPNV-Angebot nicht immer vollständig. In Berlin werden oft die Straßenbahnen nicht angeboten. OpenStreetMap ist in vielen Bereichen sogar genauer als Google Maps. Aber beiden fehlt die Verknüpfung zu Daten von Restaurants, Hotels usw. Man kann darüber also nicht sehen, wie gut oder schlecht ein Geschäft bewertet ist.
Google Navi -> Here (kostenlos), TomTom, 3,99 Euro / Monat
Beide bieten für das Auto eine hervorragende Alternative zu Google Maps.
Google Analytics -> Simple Analytics, ab 15 Euro/Monat
Das eh kritische Google Analytics kann man mit Simple Analytics aus den Niederlanden ersetzen.
Google Fonts -> Bunny Fonts, kostenlos
Sehr simpler Ersatz für Google Fonts. Einfach auf der eigenen Webseite „https://fonts.googleapis.com/css“ mit „https://fonts.bunny.net/css“ ersetzen.
Etwas Aufwand:
WhatsApp -> Threema (5 Euro, einmalig), Signal, Beeper
Was für Facebook gilt, ist auch bei WhatsApp der Fall. Das wird sich nur schwer ersetzen lassen, wenn die ganze Familie da unterwegs ist. Zudem bietet es eine günstige Möglichkeit, mit Freunden im Ausland zu telefonieren. Threema ist aber besser, als man denkt. Aber man muss halt die Freunde überzeugen und hat das Problem, dass man viele Konversationen über diverse Plattformen hat.
Signal sitzt zwar in den USA, wird aber immer als sehr sichere Alternative genannt. Allerdings gibt es auch Kritik am Unternehmen. Zitat aus Wikipedia: „Kritisiert wird, dass die Stiftung hinter Signal intransparent ist, keine Satzung veröffentlicht hat und keine ausführlichen Finanz- oder Jahresberichte publiziert. Außerdem sind die Entscheidungsstrukturen hierarchisch und die Macht stark konzentriert. Signal hat gegenüber Behörden keinen Vertreter für Datenschutz benannt, wie dies nach EU-Recht notwendig ist. Kontaktversuche seitens Behörden bleiben unbeantwortet.“ Vorteil von Signal: Es lässt sich in den Multimessenger Beeper einbauen. Beeper gehört zwar auch einem US-Unternehmen (Automatic/Wordpress), aber man kann damit das Chaos bei den Messengern in den Griff bekommen. Leider ist Threema NICHT in Beeper integriert, das würde dem Sicherheitskonzept von Threema widersprechen.
Instagram -> Pixelfed
Eines der Netzwerke, die für viele nur schwer zu ersetzen sein wird. Pixelfed kommt aus dem Mastodon Universum und ist bisher nur spärlich bevölkert. Stories/Reels gibt es schon mal gar nicht. Aber je mehr Leute den Dienst nutzen, desto besser sollte er werden.
Google/Cloudflare -> Quad9, Mullvad, DNS0.EU, kostenlos
Die Server von Google und Cloudflare für DNS-Dienste sitzen auch in der EU, unterliegen also den üblichen rechtlichen Vorgaben zum Schutz der Privatsphäre. Vor allem Cloudflare bietet einen der schnellsten DNS-Server, weil die Server in den meisten Großstädten in Deutschland sitzen. Das Unternehmen DNS0 sitzt in Frankreich und der Ping (laut meiner Messung) ist hervorragend (7-8 ms). Um deren DNS dauerhaft zu nutzen, muss man ein paar Einstellungen im Rechner oder im Router verändern. Die Webseite von DNS0 hat gute Anleitungen dafür. Quad9 sitzt in der Schweiz, ebenfalls sehr empfehlenswert mit sehr guter Privacy und einem sehr guten Ping (8 ms). Mullvad ist ok, allerdings etwas kompliziert einzurichten und da der Server in Schweden sitzt ist der Ping höher.
Alle Google/Apple/Microsoft Dienste -> Proton, 10 Euro/Monat, NAS mit Nextcloud
Proton ist wie erwähnt ein Dienst aus der Schweiz. Open Source und man finanziert sich aus Spenden sowie einer Bezahlversion. Wer alle Dienste (Mail, Kalender, Cloudspeicher, VPN, Wallet, PW-Manager) nutzen will, zahlt 10 Euro im Monat. Proton ist tatsächlich ein vollwertiger Ersatz für die Google Suite, sieht man von den Office Angeboten ab. Zwei Haken hat die Sache: Der Speicherplatz ist auf 500 GB limitiert (1 TB pro User für Business, 15 Euro/Monat). Zweiter Haken: Der Import der Mails von Google Mail geht zwar mit dem „Easy Switch“ von Proton, aber wer ein sehr großes Mailarchiv hat und alles mitnehmen will, der muss eventuell den Import über Google Takeout selbst gestalten. Anleitungen im Netz.
Google/Apple Fotos -> NAS/Nextcloud, kostenlos, Jottacloud, oder Ente, ab 3 Euro/Monat
Man muss da ehrlich sein, ein NAS und Nextcloud (siehe unten) sind kein vollwertiger Ersatz für Google/Apple Fotos. Es gibt je nach Hersteller des NAS Apps für den Import, aber die Foto-Apps selbst sind eher mittelgut. Aber es geht natürlich, wenn man mal ein NAS eingerichtet hat und auch die direkte Synchronisation vom Telefon zum NAS geht.
Eine Alternative ist der Anbieter „Ente“. Sitz zwar auch in den USA, gibt aber an, dass alle Daten „End-2-End“ verschlüsselt sind. Ein Import aus Google und Apple ist auch möglich, muss aber selbst gemacht werden.
Amazon -> Otto, Kaufland, Idealo etc.
Otto hat einen guten Webshop mit Resellern. Nicht so breit gefächert wie Amazon, aber brauchbar. Den Rest findet man über Preissuchmaschinen wie Idealo etc. Nachteil: Man bekommt nicht mehr die zuverlässige Lieferung über Amazon direkt, sondern muss mit DHL leben. Was zugegebenermaßen die Sache schwer macht.
Viel Aufwand:
Netflix, Amazon, Disney+, Paramount, Apple TV -> SkyWow, Joyn
Schwierig, weil man dann halt nicht mehr auf seine Serien und Filme zugreifen kann. Damit fällt dann auch der Büro-Chat zum neusten Serienhit auf Netflix oder sonst wo weg. Es gibt EU-Angebote und auch durchaus Brauchbares für Filmfreunde, aber es reicht natürlich nicht an die US-Inhalte von Netflix & Co ran.
Slack, Teams, Zoom -> Wire, kostenlos (Pro: 7,50 Euro /Monat & Person)
Wire sitzt in der Schweiz und ist ein vollwertiger Ersatz für die genannten US-Dienste. Die Teams-Funktion gibt es aber nur in der Pro-Variante. Problem: nur wenige Unternehmen nutzen Wire.
Google/Microsoft Dienste -> NAS mit Nextcloud, Nextcloud Office Gerätepreis circa 600 Euro, mit 6 TB Speicher
Die beste Variante ist natürlich, wenn man seine Daten zu Hause stehen hat. Ein NAS bietet hier die beste Lösung. Angebote für die Geräte gibt es viele, aber vier Anbieter sind besonders beliebt: Synology, Terramaster, Qnip und Ugreen. Die Einrichtung eines NAS und die Anbindung in eigenes Netzwerk ist mittlerweile nicht mehr so kompliziert. Die Hersteller liefern Anleitungen und natürlich YouTube. Alle Anbieter haben Apps fürs Smartphone und Tablet mit denen man auf das NAS von unterwegs zugreifen und arbeiten kann.
Komplexer wird es, wenn man Nextcloud und Nextcloud Office auf dem eigenen NAS-Server installieren will. Nextcloud ist eine Software aus Deutschland, die wie Proton die gesamte Google/Microsoft Suite abdeckt. Mit Nextcloud Office gibt es auch eine mit Microsoft 365 voll kompatible Office-Software, die auch auf dem NAS laufen kann. Wie genau man das auf welchem Gerät macht, ist unterschiedlich, aber es gibt diverse sehr gute Anleitungen auf YouTube.
Nachteil: Die Anschaffungskosten für einen 6-TB-Speicher NAS liegen um die 600 Euro und man muss sich halt selbst drum kümmern. Ebenso sollte man bei kritischen Daten regelmäßig ein Backup auf einem Cloudserver ablegen. Hostingangebote gibt es ja genug. Man kann auch eine Synchronisation mit dem US-Dienst Multicloud einrichten. 5 GB Traffic pro Monat sind hier umsonst. Alternative: CloudsLinker, 500 GB für 6 Dollar.
Ob sich die Investition lohnt? Kommt darauf an, was man jetzt schon im Monat zahlt. Wer mehr als 200 Euro pro Jahr für US-Dienste ausgibt, hat die Kosten nach drei Jahren wieder drin.
Dall-E und andere Bildgeneratoren -> Stability Matrix (Windows/MacOS), kostenlos
Man muss seine Bilder nicht im Netz generieren, das geht auch auf dem eigenen Rechner. Es ist allerdings nicht ganz so einfach wie bei Dall-E und anderen. Stability Matrix ist zwar eine „One-Click“ Installation, aber die Modelle, die die Bilder generieren, muss man selbst aussuchen. Dafür hat das Programm Zugriff auf die Hosting-Plattformen CivitAI und HuggingFace. Achtung: es gibt keinen Filter bei Stabilty Matrix, es werden auch NSFW Modelle vorgeschlagen.
Ebenfalls sollte man sich ein wenig kundig machen, wie man Prompts erstellt, welche negativen Prompts man nehmen sollte und wie man die Bilderstellung beeinflussen kann. Da gibt es gefühlt 20 Millionen Einstellmöglichkeiten.
Wichtig: Die geladenen Modelle von Stable Diffusion und Flux sind zwar vorab trainiert, aber nicht perfekt. Für komplexere Anfragen außerhalb von „Eine Katze auf dem Tisch“ muss man die Modelle weitertrainieren. Was am besten mit einer hohen Anzahl von Prompts geht.
Wichtig: Wie schnell ein Bild erstellt werden kann, hängt von vielen Dingen, wie der Auflösung des Bilds. Je höher die ist, desto länger dauert es. Je besser und neuer die CPU und, wenn vorhanden, die GPU, desto schneller geht es. Die Erstellungszeit kann je nach System und angefragtem Bild zwischen ein paar Sekunden und ein paar Minuten dauern.
Smartphone -> Nokia, Fairphone
Es gibt durchaus Varianten zu den US-Anbietern von Google und Apple so wie den Telefonen aus China. Zum einen kann einfach zu Samsung greifen, die in Südkorea sitzen und als unbedenklich gelten. Allerdings zieht Samsung mit den neuesten KI-Funktionen viele Daten nach Südkorea, und die Google-Dienste sind tief integriert. Aber es gibt auch zwei europäische Angebote: Zum einen Nokia (die finnische Firma HMD hält die Lizenz) zum anderen das Fairphone aus den Niederlanden. Beide werden allerdings auch in China gebaut.
Nachteil der Smartphones: es sind jetzt nicht Geräte, die technisch gleichwertig zu einem Pixel Pro oder iPhone Pro sind. Sie lassen sich eher mit den Midrange-Angeboten vergleichen. Das Fairphone 5 ist 2023 erschienen und technisch in Ordnung. Die neue Version soll in Q3 erscheinen. Nokia bietet nur Telefone im unteren Preissegment an. Das neue Topmodell ist das X20 und kostet 380 Euro.
Wer wirklich viel fotografiert, wird mit den Geräten mittelmäßig zufrieden sein. Gute Fotos bekommt man am Tag, sobald das Licht nicht mehr so gut ist, sinkt auch die Qualität. Eventuell legt das Fairphone 6 dann bei der Kamera und vor allem bei der Software für die Fotos zu.
Amazon Kindle -> Pocketbook, Tolino
Bücher aus dem Kindle zu bekommen, um sie auf einen anderen E-Reader zu übertragen, ist höchst kompliziert. Es gibt diverse Anleitungen im Netz, aber Amazon verändert die Verschlüsselung laufend, sodass man Glück braucht. Manche Amazon Speicherformate lassen sich überhaupt nicht übertragen. Wer eine riesige Bibliothek im Kindle verwaltet, hat hier leider Pech gehabt. Ich habe knapp 100 Bücher drin, die meisten waren aber eh nur Urlaubslektüre, also Bücher, die ich nicht noch mal lesen würde. Die paar wichtigen Bücher kaufe ich nach und nach einfach noch mal, da freuen sich auch die größtenteils noch lebenden Autoren. Pocketbook stammt aus der Schweiz, Tolino ist ein deutsches Unternehmen, gehört aber zum kanadischen Kobo-Konzern.
Windows -> Linux
Wenn man es besonders weit treiben will, kann man Linux nutzen. Aber man sollte Zeit und Geduld mitbringen. Zusätzlich sollte man beachten, dass bei Weitem nicht alle Programme, die man so nutzt, auch mit Linux laufen. Mir geht es mit dieser Liste vor allem darum, EU-Dienste aufzuzeigen, die man sofort und ohne großen Aufwand nutzen kann, das ist mit Linux ganz sicher nicht der Fall.

3 Kommentare zu „EU Alternativen zu US-Cloud Diensten“
An Proton gibt es wohl einige Kritik, besonders am CEO. https://techstory.in/proton-mail-faces-backlash-over-claims-of-political-neutrality-amid-ceos-praise-for-republican-party/
[…] wurde mir European Alternatives ans Herz gelegt, und gerade eben stolpere ich über Don Dahlmanns EU Alternativen zu US-Cloud Diensten. Beide Listen bilden nicht 1:1 meine Vorschläge und Entscheidungen ab. Müssen sie aber auch […]
@drikkes Ja, das Hin und Her ist mir bekannt. Proton bietet aber halt weiter einen relativ sicheren Schutz und ist für die meisten Leute sehr einfach zu bedienen. Und andere Angebote gibt es im Moment in der EU halt nicht. Klar, man kann eine Nextcloud aufsetzen, das ist für die meisten Leute aber schon ein Schritt zu unbequem. Mir ging es darum, Angebote aus der EU/EFTA aufzuzeigen, die einen Wechsel so leicht wie möglich machen und sicher sind.