Ich war ziemlich still in den letzten Monaten. Zumindest, was meine Social Media und Blog-Aktivitäten angeht. Nicht wenige haben gefragt, wann denn die wöchentlichen Videos wiederkommen und was überhaupt los ist. Dabei war ich seit August wirklich fleißig. Sehr fleißig. Seit Mitte August stecke ich in einen ebenso spannenden, wie arbeitsreichen Projekt: Eine Dokumentation zum Thema Wasserstoff.
Ich weiß schon, was viele jetzt sagen werden: „Wasserstoff? Das ist doch Quatsch“. Und ja, es gibt viele Fragen zum Thema Wasserstoff. Uns geht es in der Dokumentation nicht allein um das Thema Mobilität. Also um die Frage, ob in Zukunft alle Autos eine Brennstoffzelle haben sollen. Dazu gibt es sehr viele unterschiedliche Positionen, die wir in der Dokumentation auch aufgreifen.
Was wir in den letzten Monaten gefilmt haben und um was es uns in der Dokumentation geht, ist ein Blick auf alle Einsatzmöglichkeiten, die Wasserstoff bietet. Darunter fällt zum Beispiel auch die Frage, wie wir in Zukunft die Solar- und Windenergie speichern. Und Wasserstoff bietet hier enorme Möglichkeiten. Wir beschäftigen uns mit der Frage, wie die Schwerindustrie in Zukunft befeuert wird, wenn man aus der Kohle aussteigen will. Dafür haben wir mit Energieproduzenten gesprochen, die ganz erstaunliche Projekte gestartet haben.
Uns war auch wichtig, dass wir einen Blick über den europäischen Tellerrand hinaus werfen. Wie sollen die Länder, die ihre industrielle Revolution gerade erst starten, ihre CO2-Emissionen niedrig halten? Wie können Länder eine unabhängige Energieversorgung etablieren? Und wie bekommt man Strom in entlegene Ecken auf Inseln, ohne auf Kohle, Diesel oder Atomstrom zu setzen? Wir haben mit Gründern gesprochen, die schon jetzt erfolgreich auf Lösungen setzen, die Wasserstoff als Grundlage haben.
Dies alles und mehr gibt es in den nächsten Wochen in einer sechsteiligen Serie zu sehen. Nach dem Ende der Serie wird es noch eine Langversion der Dokumentation geben, in der wie zusätzliche Inhalte bereitstellen.
Zusammen mit meiner Kollegin Nicole Scott habe ich also die letzten Monate damit verbracht diese Dokumentation innerhalb eines sehr engen Zeitplans auf die Beine zu stellen. Und zu dem engen Zeitplan kam dann auch noch ab Ende September die sich verschärfende Corona-Lage. Und glaubt mir, es ist nicht leicht Interviewpartner zu bekommen, deren Firmen sehr strikte Corona-Regeln haben. Und auch das Reisen war nicht leicht. Geplante Interviewtermine mussten abgesagt werden, weil es plötzlich ein Übernachtungsverbot gab. Oder Essen aufzutreiben, wenn alles geschlossen ist (Ich kann keine Tankstellen-Sandwiches mehr sehen).
Zum Abschluss noch ein Disclaimer: Die Produktionskosten wurden zu einem Teil von Hyundai übernommen. Hyundai hat uns für die Produktion auch einen Hyundai Nexo als Fahrzeug zur Verfügung gestellt. Inhaltlich waren Nicole und ich komplett frei.
