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Bookmarks vom 23.03.15 bis 31.03.15

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Bookmarks vom 26.02.15 bis 22.03.15

Ups, das Postalicious Plugin weigert sich seit einiger Zeit die Updates mit den Bookmarks automatisch zu machen, daher die Lücke.

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  • How Connected Cars Will Transform Industries – Let’s assume that 5 to 10 years from now a majority of vehicles on the road will be connected to the Internet. Information such as location, speed, fuel consumption, carbon output, mechanical wear and tear, music selection, distance from home, and various other data points are being captured. Let’s also assume that any mobile devices in use within the car is tied to the car’s unique identifier allowing us to predict the profile of people within the vehicle. Add to this data, location based information about everything that the cars pass including businesses, street signs, road conditions, weather, etc. and you have a gold mine of data just waiting to be utilized in ways never seen before.
  • The Ethics of Autonomous Cars — Atlantic Mobile – But there are important differences between humans and machines that could warrant a stricter test. For one thing, we’re reasonably confident that human drivers can exercise judgment in a wide range of dynamic situations that don’t appear in a standard 40-minute driving test; we presume they can act ethically and wisely. Autonomous cars are new technologies and won’t have that track record for quite some time.
  • How to Really Drive Across the U.S. Hitting Major Landmarks : Discovery News – Wenn ich groß bin und sehr viel Zeit und Geld habe!
  • ? Drunk Squirrel had too many crabapples – YouTube – Das ist sehr, sehr lustig. Prost.
  • Praxistipp: Größere SSD im MacBook Air 2011 | Mac & i – Sieht einfach aus. Angeblich. Am Ende hat man 35 Schrauben übrig, kennt man doch.
  • My Year Ripping Off the Web with the Daily Mail Online – Wie man Nachrichten erfindet, kopiert, umschreibt und seine Leser belügt. Am Beispiel der US-Ausgabe des "Daily Mail".
  • jungle-world.com – Archiv – 02/2015 – Thema – Rohstoff Sand. Über die Ökonomie des knapper werdenden Baumaterials – "Der Bauboom, den die Vereinigten Arabischen Emirate dem Öl verdanken, hat jedoch zur Folge, dass ein anderer Rohstoff importiert werden muss: Sand. Das klingt zuerst surreal. Ist Dubai nicht komplett auf Sand gebaut? Besteht die Arabische Halbinsel nicht ohnehin hauptsächlich aus Wüste? Sicher, Sand gibt es dort ohne Ende."

    Auch so eine Nebenökonomie von der man noch die gehört hat: Sand. Und ebenfalls ein Hort der gemeinen Kriminalität, denn Sand ist nicht gleich Sand und wird gerne geklaut. Weltweit existiert offenbar so etwas wie ein geheimer Sandhandel.

  • A different cluetrain – Charlie’s Diary – "Since the collapse of the USSR and the rise of post-Tiananmen China it has become glaringly obvious that capitalism does not require democracy. Or even benefit from it. Capitalism as a system may well work best in the absence of democracy."

    Charles Stross hat ein paar Axiome aufgestellt, die zusammenfassen, wie der Zustand der westlichen Welt gerade ist. Er leitet daraus ab, dass wir uns auf dem Weg eines bürokratischen Kapitalismus befinden, der sozial geprägte Demokratien zur Seite fegt und zu seiner Absicherung einen massiven Polizei- und Sicherheitsapparat aufbaut. Das interessante an seinen Thesen ist, dass er lose Enden zusammenknüpft.

Bookmarks vom 09.02.15 bis 25.02.15

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  • Google bans ‚explicit‘ adult content from Blogger blogs | ZDNet – When Google forces its "unacceptable" Blogger blogs to go dark, it will break more of the Internet than you think. Countless links that have been accessible on Blogger since its inception in 1999 will be broken across the Internet.
  • +300 Awesome Free Things for Entrepreneurs and Startups — Startups, Wanderlust & Life Hacking — Medium – Ich lege das mal hier ab. Mit der Linksammlung kann man sich eine gesamte Arbeitswoche versauen.
  • Dümmer als die Polizei erlaubt | Gründerszene – "Die These seines neuen Buches ist, dass in einer modernen Organisation niemand mehr das Ganze im Blick hat. Jeder versteht nur noch einen winzigen Ausschnitt, ist Bestandteil eines zu schnell beschleunigten Schwarms und dadurch „teilblind“ geworden. Und diese „Teilblinden“ können das Gute oder Exzellente, das eine Firma zu Erfolgen führt, nicht mehr verstehen. Und deshalb scheitern viele Unternehmen oder sie können sich den Veränderungen nicht schnell genug anpassen. Aus intelligenten Individuen entsteht Schwarmdummheit"

    Ich mag das Wort "Schwarmdummheit" nicht, auch wenn ich weiß, was Dueck meint. Aber es signalisiert, dass ein Schwarm nicht klug denken kann, was so ja nun auch nicht stimmt. Er hat natürlich mit der Aussage Recht, dass in Unternehmen zu viel "cover your ass" Mentalität herrscht.

  • German model is ruinous for Germany, and deadly for Europe – Telegraph – Real pay has fallen back to the levels of the late 1990s. The legacy of Hartz IV is a lumpen-proletariat of 7.4m people on “mini-jobs”, part-time work that is tax-free up to €450. This flatters the jobless rate, but Germany has become a split society, more unequal than at any time in its modern history. A fifth of German children are raised in poverty.
  • 47 Photos That Prove People Had More Class In The Past – Ich bin ja kein Freund der Retrofizierung, aber gut. es sind ein paar schöne Fotos dabei. Wann wohl Aufnahmen aus den 00er und 10er Jahren im Internet unter "Awwww, schau mal. Wie cool die damals waren." auftauchen?
  • Ukraine ? Obama bestätigt US-geführten Putsch in Kiew — der Freitag – "Der russische Präsident Wladimir Putin sei von den Ereignissen in der Ukraine Ende 2013 und Anfang 2014 überrascht worden, „nachdem wir einen Deal zur Machtübergabe ausgehandelt hatten.“ Das sagte US-Präsident Barack Obama am 1.2.15. im Gespräch mit Fareed Zakaria von CNN."

    Ach ja. Wem kann man noch glauben in der Ukraine. Es tut mir leid um für Bevölkerung, auf deren Rücken offenbar der Konflikt zwei Mächte ausgetragen wird, die um eine wie auch immer geartete Vorherrschaft ringen.

  • Ukraine in München: Es gilt die gefühlte Temperatur – "Meine sehr subjektive Wahrnehmung (mit der ich offensichtlich bei Weitem nicht alleine stehe) nach drei Tagen Sicherheitskonferenz: Die Konfrontation West gegen Ost (oder umgekehrt) ist nicht nur wieder da, sie wird so bald nicht verschwinden."

    Ich war nicht vor Ort, hab aber einen Teil der Konferenz per Stream und im TV gesehen. Und ich habe seit den 80er Jahren nicht mehr so viel "Betondenken" auf beiden Seiten gehört, wie an diesem Wochenende. Es war schon erschreckend, wie hart man verbal miteinander umging. Gut, offenbar hatte sowohl die USA also auch die Sowjet… moment… Russland ihre Hardliner nach München geschickt. Und offenbar hat man den Hardlinern auch ein kurzes Briefing gegeben, in dem dann "Sag immer, die anderen sind Schuld". Das ging so weit, dass der russische Außenminister sich über die Wiedervereinigung aufregte. Das ist natürlich lächerlich, spiegelt aber wieder, wie hart die Fronten sind. Mit Diplomatie hatte das alles nichts zu tun und das war auch gar nicht beabsichtigt. Legt man aber die klassischen Regeln der Diplomatie an, stellt man fest, dass die Wut zumindest auf russischer Seite sehr, sehr groß ist. Ob das gerechtfertigt ist kann ich nicht sagen, aber sagen wir mal so. Die Ausweitung der NATO gen Osten ist sicher nicht im Sinne Russlands. Und was die NATO in der Ukraine macht, muss mir auch noch mal einer erklären. Auf der anderen Seite ist die Taktik Russlands in der Ost-Ukranie auch nicht gerade sonderlich hilfreich.

Bookmarks vom 27.01.15 bis 04.02.15

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  • Yanis Varoufakis: „Ich bin Finanzminister eines bankrotten Staates“ | ZEIT ONLINE – "Diese Leute haben nicht etwa hochbezahlte Berater entlassen, sondern Putzfrauen, die nachts die Räume und Toiletten gesäubert haben. Frauen über 50, die mit 500 Euro im Monat nach Hause gegangen sind. Diese Entscheidung ist moralisch verwerflich. Und bevor Sie nachfragen: Das Geld werden wir an anderer Stelle einsparen – indem wir die Verträge der Berater nicht verlängern."

    Sympahtisch. Aber auch ein wenig symbolisch. Das alleine wird ja nicht helfen. Interessant wird es, wenn Varoufakis diese Umverteilungspolitk auch im großen Stil umsetzen kann.

  • the o? DSL show – wirres.net – Felix möchte gerne Kunde bei O2 werden. Das scheint aber gar nicht so einfach zu sein.
  • Vaccine Critics Turn Defensive Over Measles – NYTimes.com – Die Dummheit der Menschen ist doch immer wieder erstaunlich. Das ausgerechnet in den USA, die bis in die 50er an schweren Polio Ausbrücken geitten haben, eine Anti-Impf Stimmung entsteht, ist schon bemerkenswert. Auch das Argument "Man wolle keine Gifte im Körper der Kinder". Alle bescheuert.
  • Karriere und Konflikte: Psychospielchen im Management – SPIEGEL ONLINE – "Meine Erfahrung ist, dass sich in der Regel die Fiesen, Machthungrigen durchsetzen und die Anständigen, Motivierten gehen müssen. Ein ungleicher Kampf, den vor allem Frauen fast immer verlieren."

    Wenn das so liest wird deutlich, dass Konzerne Arschlöcher sind, weil dort Arschlöcher arbeiten. Rücksichtslose, gierige Arschlöcher, ohne jegliche Moral oder Verantwortungsbewusstsein.

  • So viel Geld kann man mit Youtube verdienen – "Pro 1.000 Klicks verdient man rund 1 Euro. Das bedeutet, dass beispielsweise einer der erfolgreicheren Youtube­-Kanäle mit über 30 Millionen Views alleine durch die Werbeanzeigen bereits rund 30.000 Euro einnimmt."

    Was man so auf YT verdient, wenn es einigermaßen läuft. 30 Mio Views sind allerdings mit rein deutschsprachigen Content eher selten zu erreichen, in Englisch sollte das anders aussehen. Also zumindest ist die Chance größer. Den Hauptteil verdient man durch Product Placement, was wieder interessant ist, weil das meist eben nur auf dem regionalen Markt funktioniert.

    Jedenfalls ist YT jetzt auch keine Lizenz zum Gelddrucken. Unter 1 Mio Views pro Monat tut sich da offenbar herzlich wenig.

  • Does Sponsoring Daring Fireball Actually Work? | Desk – Native Advertisment oder TKP Banner? In den USA setzt sich langsam die Erkenntnis durch, dass NA deutlich mehr bringt, als Bannerwerbung. Vor allem bei Nischenblogs mit einer loyalen und festen Leserzahl. Keine Streueffekte, weniger Verluste, direkte Ansprache und vor allem bietet sich Unternehmen gleichzeitig die Möglichkeit, das eigene Branding zu verbessern. Im Grunde zahlt man statt zweier Werbeformen nur noch eine.

Bookmarks vom 20.01.15 bis 24.01.15

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  • Gefährdung und Verletzbarkeit moderner Gesellschaften – am Beispiel eines großräumigen und langandauernden Ausfalls der Stromversorgung | TAB – Was passiert wenn mal drei Tage der Strom ausfällt? Nach 24 Stunden bricht das komplette Chaos aus.
  • Datenerfassung im Auto: Spione an Bord – Auto | STERN.DE – Füchterlicher "Daten sind böse" Artikel, den ich hier nur zur eigenen Recherchezwecken ablege. Zum Thema kommt die Tage was von mir auf Mobilegeeks.
  • What do journalists think about the current and future state of PR? – Prezly – Interessante Fragestellung. Ich bin der Meinung, dass klassische PR, also der Aussand von PR-Meldungen, immer weniger wichtig wird. Zum einen, weil die Firmen einen großen Teil der Aufmerksamkeitskampagnen selber steuern, in dem sie schlagkräftige Social Media Teams im eigenen Haus aufbauen. Zum anderen: wo sollen die PR-Artikel erscheinen? Die Redaktionen werden immer kleiner, die Hefte immer dünner. Es gibt ein paar Kollegen, die meinen, dass gerade die ausgedünnten Redaktionen dankbarer für gute Pressetexte sind, die sie dann unterbringen, Ist halt günstiger, als einen Freien zu bezahlen.
    Sehe ich nicht so, native Advertisment ist auch in den Redaktionen angekommen. Man verkauft halt den redaktionellen Platz lieber.
    Klassische PR Firmen müssen umdenken in Richtung langfristiges Content Marketing, was nicht leicht ist. PR wird deutlich komplizierter und bedarf einer viel feineren Steuerung durch die Unternehmen. Da liegt auch ne Chance für PR Firmen
  • Daily Blogs – "Statt auf die Potenziale ihrer Mitarbeiter zu setzen, verstecken sich die Excel-Führungskräfte hinter Berichtsorgien und Kennzahlen-Management."

    Entspricht auch meiner Wahrnehmung der meisten Konzerne. Das Vorgabenprinzip mit Kennzahlen usw. führt am Ende nur dazu, dass Mitarbeiter "Zahlen bolzen" ohne Rücksicht darauf, ob die Zahlen Sinn machen oder dem Unternehmen langfristig überhaupt etwas bringen. OKRs, so wie sie im Sillicon Valley oft eingesetzt werden, sind da schon besser, weil sie eh nicht zu schaffen sind, aber ob das dann wieder motivierend sein kann, ist eine andere Frage.

    Vor ein paar Wochen sprach ich mit ein paar Deloitte Beratern, die unbedingt wissen wollten, wie denn so die Strukturen in einem deutschen Startup seien. Und warum strategische Veränderungen in einem Startup so schnell gehen würde. Kurzgefasst liegt es einfach daran, dass Startups permanent um das Überleben kämpfen müssen auf der anderen Seite haben sie ein größeres Gespür für die Veränderungen auf dem Markt. Was heute noch ok sein kann, hat sich in einem halben Jahr komplett verändert

    Ich pädiere seit einigen Jahren schon dafür, dass sich große Unternehmen Abteilungen zulegen, die wie Startups geführt werden. Das gilt vor allem für Produktentwicklung und Kommunikation. Auch der Stab rund um die Vorstände sollte sich teilweise wie ein Startup aufstellen. Spart am Ende auch hohe Beratungskosten.

  • SearchReSearch: Answer: Where’s the lake… (Part 3 of 3) – Faszinierend was man mittels Suchmaschinen und offen Daten mittlerweile alles so recherchieren kann. In diesem Fall ging es um das Bild eines Sees und die Frage, wo der ist.
  • PR-Blogger – Warum Kundenkommunikation bei der DB Bahn etwas mit Content-Strategie zu tun hat – Sehr schönes Interview mit Svea Rassmus von der DB Bahn über Content Marketing. Man erkennt sehr gut, welchen Weg die Bahn hinter sich gebracht hat und wie klug die Strategie im Konzern gefahren wird. Können sich etliche eine Scheibe abschneiden. Ja, ich meine euch alle, Airlines.
  • 44 Amazing NYC Places That Actually Still Exist – Ich war noch niemals in New York! Keine Ahnung, wie das passieren konnte, an der Westküste war ich ja schon mehrfach und eigentlich sind zumindest die Flüge nach NY dann doch günstiger. Wenn ich mir diese Liste von alten Shops anschaue, muss ich das wirklich mal planen.

Bookmarks vom 15.01.15 bis 19.01.15

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Bookmarks vom 26.11.14 bis 28.12.14

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  • Airlines Want You Miserable and It Serves You Right – Der traurige Zustand der US-Airlines in Sachen Service. Ist hier ja auch nicht mehr anders. Da habe ich ja neulich auch was zu geschrieben. /via wirres.net
  • Verpackungen: Warum werden Bio-Gurken in Plastik verpackt? | Umweltkommissar | Experten-Tipps | Bayern 1 | Radio | BR.de – Sinnlose Verordnungen sind sinnlos.
  • FM4 Davidecks – Urbalized Special: The History of Relax by Frankie Goes To Hollywood – prelistening by davidecks – David Ecks von FM4 über Trevor Horn und sein Meisterwerk "Frankie goes to Hollywood" am Beispiel von "Relax". Das Album "Welcome to the Pleasure Dome" war tatsächlich eine Offenbarung in den frühen 80erJahren. Ich bin mir ziemlich sicher, dass Ecks in seiner Interpretation etwas zu kurz greift, wenn er Horns musikalischen Werdegang nur auf die späten Disco Zeiten zurückführt. Frankie hat viel mehr Anleihen, darunter den Soul der 60er, den fetten Philadelphia-Sound mit seinen Streichern der frühen 70er, Kraftwerk, Glam-Rock und den orchestrierten Sound von Deep Purple. Dazu viel frühe New Wave Sachen wie Joy Division, "The Jam" und auch frühe Depeche Mode. Also viel, was das "Mute" Lable mit den frühen Electronic Body Music Sachen raus brachte.

    FGTH war, wie im Beitrag verdeutlicht wird, eine Idee von Trevor Horn. Von den Ideen der ursprünglichen Band blieb nicht viel übrig. Horn drehte es durch seine Sequencer und schuf dabei, vermutlich für ihn selbst überraschend, den Sound der 80er.

    Ich erinnere mich an das erste Mal, als ich "Relax" hörte. Ich war ein wenig verwundert, aber jetzt nicht überaus angetan. Netter Song, ein wenig "over the top" für meinen damaligen Geschmack. Die 12" Version gefiel mir schon besser, weil sie insgesamt ein wenig komplexer und komponierter erschien, als die 3.30min Radio Version. Sie sprach mich an und berührte mich dann nicht genug, um mich weiter für FGTH zu interessieren. Ja, die "skandalösen"Anspielungen in Sachen Sex, waren natürlich ein Thema, aber musikalisch war dann doch zu wenig Substanz für mich vorhanden. Eine Single macht dann eben noch keinen Sommer.

    "Two Tribes", die zweite Single, die ich dann von FGTH wahrgenommen habe, weckte mein Interesse dann schon mehr. Vor allem mal wieder die 12", die deutlich besser war, als die Single Auskopplung. Ab dem Moment war FGTH dann in meinem Bewusstsein verankert und ich wartete auf die nächste Single.

    Meine Musik besorgte ich mich mir damals entweder bei einem winzigen Laden in Bad Godesberg oder bei einem Plattenladen in Linz, was auf der anderen Rheinseite von Remagen liegt, wo meine Eltern damals wohnten. Der Besitzer des Ladens hatte einen ziemlich guten Geschmack und brachte mich auf einige Musiker, darunter Johnny Guitar Watson, Alan Parson und andere. Als das "Welcome to the Pleasure Dome" Album erschien, zog er mich bei einem Besuch direkt zur Seite und meinte "Das wird dir gefallen". Er stülpte mir einen angeranzten, aber immer noch gut klingenden Kopfhörer von "Pioneer" über die Ohren und legte die erste Seite mit dem Titelstück "Welcome to the Pleasure Dome" auf. Ich hörte die ganze erste Seite durch und war verwirrt. Das Album, und es war ja nur die erste Seite, überforderte mich. Das hatte ich von FGTH nicht erwartet. Es war komplex, quasi ein Konzeptalbum. Was damals nicht ungewöhnlich war. Jede Band, die nicht ganz blöd war, hatte in den 70er Konzeptalben gemacht, Deep Purple, Led Zeppelin, Roxy Music, Kraftwerk, Can, Alan Parson, ELO und sonstige. Selbst frühe Punk-Sachen von den Bollock Brothers gingen in die Richtung, Mike Oldfield hatte mit dem "QE2" Album 1980 durchaus eine Messlatte für die Konzeptalben der 80er Jahre gelegt (Natürlich unübertroffen in Sachen Komplexität war "The Wall" von Pink Floyd).

    Aber "Welcome to the Pleasure Dome" war etwas besonderes. Es war eine Hymne an den Hedonismus der 80er Jahre. Und es war, vor allem durch das kurze, vorgelagerte, völlig überdrehte "The world is my oyster" ein Schlag ins Gesicht der damaligen Popmusik, die sich völlig darauf konzentrierte knackige Popsongs abzuliefern. Die Alben bestanden aus einem meist langweiligen Mix von ein paar Hits und Füllmaterial. Egal, ob man Depeche Mode, Duran Duran oder sonst was hörte. Das erste Album von FGTH, bzw. von Trevor Horn, schmiss einem einfach ein großes "Fuck You" ins Gesicht, was die Erwartungshaltung anging. Dabei war Horn klug genug eine Doppel-LP zu produzieren, die einerseits die Hits beinhaltete, die man erwarten durfte, andererseits eben auch "Welcome to the Pleasure Dome" oder das völlig bescheuerte "Power of Love", das auf Seite 4 auftauchte. Nachdem Horn auf Seite 3 zwei Stücke von Bruce Springsteen (Born to love) und vom "King of Easy Listenting" Burt Bacharach (San Jose) verballhornt hatte, konnte "Power of Love" nicht anderes sein, als eine großes "WTF". Aber ein Schönes, immerhin.

    Das Album alleine war es aber nicht, was FGTH und Trevor Horn für mich zu "der" Band, bzw. dem Produzenten der 80er Jahre gemacht haben. Da waren zum einen die 12", also die "Maxi" Singles, die an Bescheuertheit und Genialität nicht zu übertreffen waren. Horn dekonstruierte, überraschte, verarschte, und verzauberte dabei gleichzeitig den Hörer. Es waren kleine Symphonien der elektronischen Popmusik, an denen sich alle, aber auch wirklich alle, bis heute die Zähne ausbeissen. Wenn man dachte, dass es nicht weiter "over the top" gehen konnte, setzte Horn noch einen oben drauf und man blieb sprachlos zurück.

    Aber "Welcome the Pleasure Dome" ist vielleicht nicht mal das beste Album, dass Trevor Horn jemals produziert hat. "Slave to rhythm" von Grace Jones geht meiner Meinung nach noch ein ganzes Stück weiter. Was auch mit Kunstfigur "Grace Jones" zu tun hat, die damals schlichtweg eine kulturelle Sensation war. Im Grunde genommen besteht das Album nur aus einem Stück: "Slave to rhythm", das Horn einfach in bewährter FGTH Manier in verschiedenen Versionen abgemischt hat und in ein Album gepresst hatte. Eigentlich ein Witz eines Albums, weil man, bis auf eine Ausnahme, nicht anderes zu hören bekommt, als eben verschiedene Versionen des "Slave to rhythm" Stück. Aber dann erzählt mittendrin der Journalist Paul Morley, wie er aus Jones eine Kunstfigur gemacht hat, wie er sie fotografierte, sie in Szene gesetzt hat. Wie er sich in sie verliebte. Ich halte es bis heute für eines der besten Alben der 80er Jahre, jedenfalls was britische Variante der Pop Musik angeht. Es gibt da noch auf deutscher Seite andere Alben wie Kraftwerk "Computerliebe", das Rheingold Album "FAN" oder, etwas früher Grauzone mit ihrem gleichnamigen Debütalbum.

    Aber Trevor Horn hat mit FGTH und "Relax" die Messlatte für perfekten Pop und der klug gemachten und inszenierten Dekonstruktion derartig hoch gelegt, dass sie vermutlich nie wieder erreicht wurde. Derartige Alben, sowohl in ihrer Hörbarkeit, als auch in ihrer Komplexität, hat es dann leider nicht mehr gegeben. Auch weil es sie nicht mehr geben konnte. Es hat Hymnen gegeben, großartige Alben, aber keiner ist mehr soweit gekommen wie damals Trevor Horn, der einfach Pop Musik nahm, sie zerstückelte, etwas komplett Neues daraus machte und gleichzeitig am Ende alles wieder auseinander nahm und was epochales daraus konstruierte.

  • Sweet Hat Bro – YouTube – Patrick Stewart, ein Hut, seine Frau und eine Videokamera
  • Goshawk high-speed flight through woodland – YouTube – Faszinierende Bilder eines Falken, der durch einen dichten Wald fliegt.
  • The Ultimate Parisian Guide To Paris – Ich muss dringend mal wieder nach Paris.
  • So kommt der Bezirk zu … – Prenzlauer Berg Nachrichten – Die PNB rechnet (in Gifs!) mal vor, wie der Bezirk Prenzlauer Berg zu seinem Budget kommt. Und dass das Budget sage und schreibe 800 Millionen Euro beträgt, hätte ich auch nicht gedacht.