Hallo Tagesspiegel & andere Verlage,

so sieht es aus, wenn ich einen Artikel lesen möchte. Ich muss quasi Archäologie betreiben, wenn mich informieren möchte. Sachen weg klicken, weg schieben und ausgraben, nur um irgendwann beim gewünschten Textbeitrag zu sein. Aber das mit dem Lesen ist dann auch nicht so einfach. Rechts, links und oben sind Anzeigen, in denen sich Dinge bewegen. Und so kann und will ich nicht lesen. Es nervt.

Und wozu führt das? Dass ich mir doch wieder einen Adblocker installiert habe. Ich bin zwar gewillt, die Online-Medien zu unterstützen, aber nicht gewillt mir Seiten anzuschauen die aussehen, als habe sie ein wahnsinnig gewordener, hyperaktiver 17jähriger entworfen. Die Aufmerksamkeitsschraube, an der gedreht wird, führt nur dazu, dass die meisten User Werbung komplett ausblenden, was den Medien auch nicht hilft. Weniger wäre vielleicht mehr, aber das scheint ja kaum einen zu interessieren.

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14 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Ich bin sicher ein 17jähriger wird es nicht gewesen sein! Das kommt doch von den sogenannten "online Profis" der Verlagsleitungen und Chefredaktionen, von denen die für uns Medien machen.. Spaß beiseite: Das Werbepartner sowas noch akzeptieren verwundert mich schon immer wieder. Werbepartner werde doch in deiser Weise nur noch "negativ" Wahrgenommen…

  2. Was ist da jetzt so neu dran?

    Genau aus diesem Grund kaufe ich bspw. keine Motor- und Oldtimer – Magazine mehr. Wer sich mal die Arbeit machen würde, aus einer AMS alle echten, redaktionellen Artikel auszuschneiden und aneinanderfolgend zusammenzukleben, dürfte easy auf einen Anteil von max. 20 – 25% am Gesamtdruckaufwand eines Heftes kommen.

    Johannes Hübner (Ex – AVD Pressesprecher) hatte zu dem gleichen Thema etwas bei mir geschrieben.

    http://motorbloeckchen.com/?p=8797

    .

  3. +Steven Block Ich weiß, ich nutze Adblocker schon seit Jahren, bei Opera habe ich früher die urlfilter.ini selber gepflegt. Aber Adblocker sind keine Lösung, schon gar nicht auf Blogs und anderen kleinen Webseiten. Und auch der Tagesspiegel kann nicht wollen, dass die Leser die Werbung ausblenden. Es wäre Zeit für eine bessere Lösung, offenbar basteln Entwickler aber dran.

  4. Warum sollen AdBlocker keine Lösung bei Blogs oder kleinen Webseiten sein? Surfe immer mit NoScript, nutze nichtmal AdBlock und komme prima zurecht. Was der Tagesspiegel will, sei mal dahingestellt, ich will jedenmfalls keine Werbung.

  5. @Blasius K.: Vermutlich etwas kurz gedacht. Don D. wollte sicherlich sagen, dass sich kleine Blogs und Webseiten oft über Webeeinblendungen finanzieren. Wenn hier nichts mehr durchkommt, dann müssen sie dicht machen. Ich gebe diese Seiten daher explizit im Werbeblocker frei, wenn ich die gerne lese und die Werbung nicht nervt.

  6. Es gibt die Lösung doch schon: Der Reader in Safari 5 (Mac/iOS) blendet auf Klick die Site weg und zeigt nur den Content.

    Ein ähnliches Plugin gibt's bestimmt für alle anderen Browser auch, weiß nur grad nicht, wie's heißt.

  7. Aus dem Grund gibts auf meine HP auch nur ein einzigen Werbebanner … weil man als User doch selbst merkt das es nerft schlimmer sind die Popups die sich nach kurzer zeit in die Seiten reinschieben und man warten muss bis sie fertig sind um sie wieder wegzuklicken Graa hate it!

  8. Pingback: Too much information - Papierkorb - Nachtgeschichten

  9. Da ich doch recht selektiv wahrnehmen kann war Werbung auf den Seiten nie ein wirkliches Problem für mich. Bis die Kasper angefangen haben Ton zu verwenden und die Werbung über den Kontent zu schieben.
    Seither: Adblock. Geht dann halt nicht anders.
    Wie heisst es schon schön, wer nicht hören will muss fühlen …

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