Month: Februar 2015

The Horror mit Presseseiten

Ich habe heute aus Gründen so 50 bis 60 Medien/Presse Webseiten und Microsites von diversen Unternehmen abgesurft. Da waren große, internationale Unternehmen ebenso dabei wie mittelständische Firmen aus Deutschland. Was ich in rund 65% aller Fälle gesehen habe, hat mich ein bisschen weinen lassen. Rund 10% versteckten ihre Seite hinter einem Login. Man muss sich registrieren, freigeschaltet wird der Zugang dann per Hand. Dauert also schon mal, bis man an die Infos kommt. Warum das Unternehmen heute noch machen ist mir ein Rätsel. Was soll das? Angst, dass jemand die Pressemitteilung klaut? Oder aus Versehen das Bild eines Produktes über Facebook gestreut wird? Wie kann ein Unternehmen heute, in dem im Grunde genommen jeder ein Sender ist, noch so agieren? Ein britisches Automobilunternehmen verwies zusätzlich auf einen privaten Anbieter, bei dem man die Pressemitteilung zwar lesen kann, wenn man Bilder haben will, muss man sich aber auch registrieren.

Bei mindestens 40% aller Seiten gab es zwar Pressemitteilungen und Bilder ohne Registrierung, einen Ansprechpartner und Kontaktdaten suchte man aber vergebens. Ein paar hatten eine allgemeine Adresse (press@….) angegeben, ein paar hatten ein Webformular für den Kontakt. Andere hatten auch einfach gar nichts.

Wenn überhaupt Social Media Aktiväten bei den Unternehmen vorhanden waren, so waren sie im Pressebereich entweder nicht verlinkt, oder nur verschämt mit einem winzigen Facebook, Twitter usw. Logo sichtbar. Nur zwei Firmen hatten einen Newsroom mit allen Feeds eingerichtet. Bei beiden wurden keine Ansprechpartner genannt und Kontaktdaten gab es auch nicht. Bewegtbildmaterial gab es nur, wenn das Unternehmen einen YouTube Kanal hatte. Und selbst wenn es in gab, war er sehr oft einfach nicht verlinkt. Videomaterial zum Download? Da kann man länger suchen, als nach den Kontaktadressen.

Immerhin hielten es dann halt rund 35% der Unternehmen einigermaßen übersichtlich. Name, Arbeitsfeld, Telefon, Mail, Links zu Bildern oder PMs. Nicht schön, aber immerhin besser, als die anderen. So kann man wenigstens nachfragen und verliert nicht viel Zeit, bzw. muss sich über Zentralnummern zu jemanden durchstellen lassen, der einen dann weiterleitet oder gerade im Meeting ist usw.

Dabei sind klassische Journalisten ja schon lange nicht mehr ausschließlich die Menschen, die Produkte, Neuheiten und das Branding einer Firma durch die Medien treiben. Nach 20 Jahren Internet sollte sich das eigentlich langsam rumgesprochen haben. Tatsächlich werden ganze Kanäle einfach komplett ignoriert. Multiplikatoren, die einen reichweitenstarken Kanal auf Instagram, Pintrest oder You Tube haben werden überhaupt nicht bedient.

Wenn man bedenkt, dass Medienarbeit halt heute crossmedial ist, dass es auf den „Push“ und nicht auf den „Pull“ ankommt und das gerade Bilder und Videos das Transportmittel für PR sind, dann sehen fast 100% aller von mir quer durch alle Branchen angesurften Presseseiten aus wie aus den 90er Jahren. Zumindest wird einem dabei klar, wie die internen PR-Strukturen in vielen Unternehmen aussehen. Verknöchert. Rheumatisch. Langsam.

Bookmarks vom 09.02.15 bis 25.02.15

Gesammelte Links:

  • Google bans ‚explicit‘ adult content from Blogger blogs | ZDNet – When Google forces its "unacceptable" Blogger blogs to go dark, it will break more of the Internet than you think. Countless links that have been accessible on Blogger since its inception in 1999 will be broken across the Internet.
  • +300 Awesome Free Things for Entrepreneurs and Startups — Startups, Wanderlust & Life Hacking — Medium – Ich lege das mal hier ab. Mit der Linksammlung kann man sich eine gesamte Arbeitswoche versauen.
  • Dümmer als die Polizei erlaubt | Gründerszene – "Die These seines neuen Buches ist, dass in einer modernen Organisation niemand mehr das Ganze im Blick hat. Jeder versteht nur noch einen winzigen Ausschnitt, ist Bestandteil eines zu schnell beschleunigten Schwarms und dadurch „teilblind“ geworden. Und diese „Teilblinden“ können das Gute oder Exzellente, das eine Firma zu Erfolgen führt, nicht mehr verstehen. Und deshalb scheitern viele Unternehmen oder sie können sich den Veränderungen nicht schnell genug anpassen. Aus intelligenten Individuen entsteht Schwarmdummheit"

    Ich mag das Wort "Schwarmdummheit" nicht, auch wenn ich weiß, was Dueck meint. Aber es signalisiert, dass ein Schwarm nicht klug denken kann, was so ja nun auch nicht stimmt. Er hat natürlich mit der Aussage Recht, dass in Unternehmen zu viel "cover your ass" Mentalität herrscht.

  • German model is ruinous for Germany, and deadly for Europe – Telegraph – Real pay has fallen back to the levels of the late 1990s. The legacy of Hartz IV is a lumpen-proletariat of 7.4m people on “mini-jobs”, part-time work that is tax-free up to €450. This flatters the jobless rate, but Germany has become a split society, more unequal than at any time in its modern history. A fifth of German children are raised in poverty.
  • 47 Photos That Prove People Had More Class In The Past – Ich bin ja kein Freund der Retrofizierung, aber gut. es sind ein paar schöne Fotos dabei. Wann wohl Aufnahmen aus den 00er und 10er Jahren im Internet unter "Awwww, schau mal. Wie cool die damals waren." auftauchen?
  • Ukraine ? Obama bestätigt US-geführten Putsch in Kiew — der Freitag – "Der russische Präsident Wladimir Putin sei von den Ereignissen in der Ukraine Ende 2013 und Anfang 2014 überrascht worden, „nachdem wir einen Deal zur Machtübergabe ausgehandelt hatten.“ Das sagte US-Präsident Barack Obama am 1.2.15. im Gespräch mit Fareed Zakaria von CNN."

    Ach ja. Wem kann man noch glauben in der Ukraine. Es tut mir leid um für Bevölkerung, auf deren Rücken offenbar der Konflikt zwei Mächte ausgetragen wird, die um eine wie auch immer geartete Vorherrschaft ringen.

  • Ukraine in München: Es gilt die gefühlte Temperatur – "Meine sehr subjektive Wahrnehmung (mit der ich offensichtlich bei Weitem nicht alleine stehe) nach drei Tagen Sicherheitskonferenz: Die Konfrontation West gegen Ost (oder umgekehrt) ist nicht nur wieder da, sie wird so bald nicht verschwinden."

    Ich war nicht vor Ort, hab aber einen Teil der Konferenz per Stream und im TV gesehen. Und ich habe seit den 80er Jahren nicht mehr so viel "Betondenken" auf beiden Seiten gehört, wie an diesem Wochenende. Es war schon erschreckend, wie hart man verbal miteinander umging. Gut, offenbar hatte sowohl die USA also auch die Sowjet… moment… Russland ihre Hardliner nach München geschickt. Und offenbar hat man den Hardlinern auch ein kurzes Briefing gegeben, in dem dann "Sag immer, die anderen sind Schuld". Das ging so weit, dass der russische Außenminister sich über die Wiedervereinigung aufregte. Das ist natürlich lächerlich, spiegelt aber wieder, wie hart die Fronten sind. Mit Diplomatie hatte das alles nichts zu tun und das war auch gar nicht beabsichtigt. Legt man aber die klassischen Regeln der Diplomatie an, stellt man fest, dass die Wut zumindest auf russischer Seite sehr, sehr groß ist. Ob das gerechtfertigt ist kann ich nicht sagen, aber sagen wir mal so. Die Ausweitung der NATO gen Osten ist sicher nicht im Sinne Russlands. Und was die NATO in der Ukraine macht, muss mir auch noch mal einer erklären. Auf der anderen Seite ist die Taktik Russlands in der Ost-Ukranie auch nicht gerade sonderlich hilfreich.

Warum Verlage ihre Webseiten behalten sollten

Johnny schrieb gestern bei der wired:

„Für die Anbieter von Inhalten ist der virtuelle Ort, an dem sich Menschen treffen, um sich miteinander auszutauschen, der einzige noch relevante Ort. Und wenn Facebook, Snapchat und Co. die neuen großen Nachrichtenkanäle sind, könnte es sogar passieren, dass sie genauso wie die alten agieren und in naher Zukunft professionelle Content-Lieferanten bezahlen werden, um die eigene Attraktivität zu steigern und hohe Werbeumsätze zu generieren.“

Daraus schließt er, dass Verlage ihre Webseiten dicht machen sollten um mehr in den sozialen Netzwerken unterwegs zu sein. Davon abgesehen, dass es keiner machen wird, denke ich, dass es andere und vor allem bessere Lösungen gibt, wie man Leser gewinnen kann.

Mag sein, dass Buzzfeed 75% seiner Leser auf Facebook und Twitter einsammelt. Mag auch sein, dass Snapchat und WhatApp neue Kuratier- und Aggregatoren sind. Aber am Ende landen die Leser halt doch wieder auf der Webseite. Zum einen, weil dort die News/Artikel gebündelt sind, zum anderen weil Webseiten eine bessere Darstellung zulassen.

Eine Webseite, ein Blog oder was auch immer, ist für mich sowohl End- als auch Ausgangspunkt einer Reise. Hier habe ich die Möglichkeit Leser zu binden, zum Beispiel auch damit, dass ich sie wieder zu interessanten Links weiterschicke. Wenn ich als Hub agiere, kommen die Leser auch ohne den Umweg eines sozialen Netzwerkes. Gleichzeitig stellt sich ja auch die Frage: Wer sagt, dass Facebook in drei Jahren noch „das“ Aggregations Netzwerk sein wird? Vielleicht wird es Sapchat. Vielleicht aber Kollaborationsplattformen wie tumblr oder Storify? Vielleicht auch ganz was anderes, wie „Medium“.

Was sich Verlage durchaus überlegen müssen, ist die Darreichungsform der Nachrichten und Informationen. Alle, aber wirkliche alle deutschen News-Webseiten funktionieren im Grunde noch wie 1995. Es geht um den Abdruck überarbeiteter Meldungen. Statt auf Papier halt im Web. Zwar hat sich der Schreibstil (Danke, SEO) massiv verändert, aber grundsätzlich ist da nicht viel passiert. Der Aufbau „Bild, Einleitung, Text“ wurde nur um den Bereich „Kommentar“ erweitert.

Es fehlt eine ganze Menge an Elementen, die das Lesen erweitern würden. Bei Meinungsstücken eine Gegenüberstellung anderslautender Meinungen. Der im letzten Jahr mit dem Grimme Online Award ausgestattete „Pressekompass“ macht das ganz wunderbar und er kommt ja hier und da bei Spiegel Online zum Einsatz. Aber im Grunde noch viel zu selten. Genau dieses Fehlen einer Gegenüberstellung anderer Meinungen führt ja unter anderem auch zu Ausrufen wie „Lügenpresse“.

Ebenso fehlen Videos. Ich meine nicht die teuren Reuters-Schnipsel. Man muss nur sehen, welche Formate im deutschsprachigen YouTube funktionieren oder warum LeFloid so erfolgreich ist. Klar, man kann sagen „Je nun, das sind ja keine Nachrichten“. Oder: „Die Aufarbeitung passt nicht. Ist zu flach.“ Habe ich letztes Jahr genauso gesagt. Und ich habe falsch gelegen. Wenn sich Jugendliche zu Hunderttausenden täglich ihre News lieber bei LeFloid abholen, dann sollte man seinen Dünkel schnell ablegen. Nicht die Jugendlichen begehen einen Fehler, wenn sie sich ihr Format der Nachrichten aussuchen, sondern die Verlage und Redaktionen, wenn sie diese Zielgruppe ignorieren oder sagen, dass man diese Generation eh nicht für Nachrichten interessieren kann. Das Interesse ist da, die Aufarbeitung passt nicht.

Und genau aus diesem Grund ist es wichtig, dass Verlage ihre Webseite behalten und auch noch weiter ausbauen. Sie bieten die Möglichkeit einerseits die Kontrolle über das zu behalten was man veröffentlichen will (und darf) und sie bieten die Chance neue Formate auszuprobieren und neue Vermittlungsstrukturen zu etablieren.

Bloggen & Geld

Im Moment tobt mal wieder eine Diskussion zum Thema „Blogs“ durchs Internet. Mit ausgelöst hat sie die Auflistung einer Bloggerin, was sie denn der Betrieb ihres Blogs kostet. Die Auflistung ist teilweise hanebüchen. Man kann schlecht den eigenen Internetanschluss als „Blog Kosten“ angeben. Es sei denn, man würde ohne Blog erst gar nicht im Internet sein wollen, was ja nun auch Quatsch ist. Auf der anderen Seite stimmen gewisse Dinge wie Serverkosten usw. natürlich schon. Aber auch hier muss man sich die Frage stellen, ob die Auflistung Sinn macht. Hobbys kosten nun mal Geld und weil es Spaß macht, rechnet man nicht weiter herum.

Etwas anderes ist es, wenn ich meine Webseite dazu nutzen möchte um meinen Lebensunterhalt ganz oder teilweise zu verdienen. Natürlich steigen dann die Kosten etwas. Eine Kamera, ein Stativ, ein Bildbearbeitungsprogramm usw. Aber welcher Unternehmer kommt schon ohne Investitionen aus? Und ja, wenn ich vor habe von meinem Blog zu leben, starte ich eine unternehmerische Tätigkeit. Das ist mit Risiken und mit Investitionen verbunden. Es ist keine Festanstellung, wo man mir alles kostenlos in die Hand drückt, damit ich meinen Job machen kann. Wenn ich mein eigenes Geschäft starte, muss ich halt auch selber für die Ausstattung sorgen.

Zu diesen Investitionen zählt natürlich auch der Faktor Zeit. Wenn ich nicht jeden Tag ein Advertorial schreibe, erbringe ich immer eine unbezahlte Vorleistung. Jeder Text, den ich schreibe, kostet Zeit, erbringt aber im ersten Schritt erst einmal kein Geld. Ich muss mir überlegen, ob und wie viel Zeit ich investieren möchte, und wie viel Stundenlohn am Ende dabei rauskommt. Dazu gehört auch (erneut) dass ich erst in eine zeitliche Vorleistung treten muss, damit am Ende (sehr vielleicht) eine Summe X auf meinem Konto landet.

Wie hier an anderer Stelle schon mal erwähnt, sind die Verdienstmöglichkeiten für Nischenblogs beschränkt. Mode, Lifestyle und, mittlerweile mit Abstrichen, Tech sind die Sektoren, in dem sich mit ein wenig Glück und Fleiß ein brauchbares Ergebnis (+ 3.000 brutto/Monat) einfahren lässt. Diese Summen sind auch nicht sicher, nicht mal für sehr erfolgreiche Blogger, denn wie alle Dinge, unterliegen auch Blogs einer gewissen Aufmerksamkeitsökonomie. Agenturen und Industrie beobachten sehr genau, welches finanzielle Engagement sich wo lohnt. Vor ein paar Jahren waren das allein Blogs, mittlerweile verlagert sich viel Geld in Bereiche wie YouTube oder Instagram. Nur weil meine Seite ein Jahr prächtig läuft, heißt das noch lange nicht, dass das im Folgejahr genauso ist.

Im Moment gibt es nur zwei Wege, wie man mit seinem Blog zumindest längerfristig erfolgreich sein kann.

1. Ich nutze das Blog als mein persönliches Vermarktungsinstrument in bestimmten Nischen. Ich besetze mit guten Texten Themenfelder, sorge für eine gute Verbreitung in den sozialen Netzwerken und bekomme so nach einer Zeit und aktiven Anbieten externe Aufträge. Zum Beispiel als Consultant, als Leiter von Schulungen, Autor usw. Ich investiere also mein Kapital (mich, meine Zeit plus ein paar weitere Investitionen wie Kamera, Software etc.) um mehr Kapital daraus zu machen. Es gibt ein paar Beispiele von Autoren, bei denen das so recht erfolgreich läuft, darunter zum Beispiel Robert Basic.

2. Ich baue ein redaktionelles Angebot auf. Mit anderen Worten, ich sorge für Wachstum (Reichweite in spezifischen Zielgruppen) und erhöhe mein unternehmerisches Risiko in dem ich eine Redaktion aufbaue. Irgendwann reicht die eigene Zeit nicht mehr aus, um das nötige Wachstum in Form von Artikeln, Bildstrecken usw. zu leisten. Entweder sage ich an dem Punkt: Ok, reicht mir. Oder ich gehe halt ins Risiko und suche mir Autoren, die entweder das Risiko mittragen oder die bezahlt werden. Alternativ kann ich auch versuchen mein Blog in ein Verlagsnetzwerk zu integrieren oder ich suche mir eine Vermarktungsagentur. Beides ist nicht leicht und hat wieder eigene Risiken, wie man gerade beim Streit zwischen Mediakraft und deren YouTube-Stars sehen konnte.

Dazwischen gibt es im deutschsprachigen Raum kaum Möglichkeiten. Wenn ich drei Ratschläge für Blogger geben soll die unbedingt und sofort vom Bloggen leben wollen, wären das diese:

1. Schreib zweisprachig oder direkt in Englisch. Der deutsche Markt ist meist zu klein. Ich bereue es zum Beispiel, dass ich das Racingblog nicht von Anfang an in Englisch geschrieben habe. Es gibt knapp 100 Millionen Menschen, die Deutsch verstehen, aber knapp 3 Milliarden, die mehr oder weniger Englisch können.
2. Verlass Dich nicht auf eine Einnahmequelle wie Advertorials, Werbung etc. Und binde Dich nicht exklusiv an einen Sponsor. Wenn der den Stecker zieht, ist es meist vorbei. Einen „Sicherheitsjob“ und sei es für einen Tag die Woche, ist immer besser.
3. Überlege, wie Du Dein Thema für YouTube umsetzen kannst und probiere es aus. Wenn Du das nicht kannst, magst oder willst, baue Dir starke Auftritte in anderen Medienbereichen auf. (Fotos, Podcast etc.)

Ach ja: Und hör auf zu jammern und zu rechnen. Wenn Du das machst, nimm lieber eine Festanstellung.

Bookmarks vom 27.01.15 bis 04.02.15

Gesammelte Links:

  • Yanis Varoufakis: „Ich bin Finanzminister eines bankrotten Staates“ | ZEIT ONLINE – "Diese Leute haben nicht etwa hochbezahlte Berater entlassen, sondern Putzfrauen, die nachts die Räume und Toiletten gesäubert haben. Frauen über 50, die mit 500 Euro im Monat nach Hause gegangen sind. Diese Entscheidung ist moralisch verwerflich. Und bevor Sie nachfragen: Das Geld werden wir an anderer Stelle einsparen – indem wir die Verträge der Berater nicht verlängern."

    Sympahtisch. Aber auch ein wenig symbolisch. Das alleine wird ja nicht helfen. Interessant wird es, wenn Varoufakis diese Umverteilungspolitk auch im großen Stil umsetzen kann.

  • the o? DSL show – wirres.net – Felix möchte gerne Kunde bei O2 werden. Das scheint aber gar nicht so einfach zu sein.
  • Vaccine Critics Turn Defensive Over Measles – NYTimes.com – Die Dummheit der Menschen ist doch immer wieder erstaunlich. Das ausgerechnet in den USA, die bis in die 50er an schweren Polio Ausbrücken geitten haben, eine Anti-Impf Stimmung entsteht, ist schon bemerkenswert. Auch das Argument "Man wolle keine Gifte im Körper der Kinder". Alle bescheuert.
  • Karriere und Konflikte: Psychospielchen im Management – SPIEGEL ONLINE – "Meine Erfahrung ist, dass sich in der Regel die Fiesen, Machthungrigen durchsetzen und die Anständigen, Motivierten gehen müssen. Ein ungleicher Kampf, den vor allem Frauen fast immer verlieren."

    Wenn das so liest wird deutlich, dass Konzerne Arschlöcher sind, weil dort Arschlöcher arbeiten. Rücksichtslose, gierige Arschlöcher, ohne jegliche Moral oder Verantwortungsbewusstsein.

  • So viel Geld kann man mit Youtube verdienen – "Pro 1.000 Klicks verdient man rund 1 Euro. Das bedeutet, dass beispielsweise einer der erfolgreicheren Youtube­-Kanäle mit über 30 Millionen Views alleine durch die Werbeanzeigen bereits rund 30.000 Euro einnimmt."

    Was man so auf YT verdient, wenn es einigermaßen läuft. 30 Mio Views sind allerdings mit rein deutschsprachigen Content eher selten zu erreichen, in Englisch sollte das anders aussehen. Also zumindest ist die Chance größer. Den Hauptteil verdient man durch Product Placement, was wieder interessant ist, weil das meist eben nur auf dem regionalen Markt funktioniert.

    Jedenfalls ist YT jetzt auch keine Lizenz zum Gelddrucken. Unter 1 Mio Views pro Monat tut sich da offenbar herzlich wenig.

  • Does Sponsoring Daring Fireball Actually Work? | Desk – Native Advertisment oder TKP Banner? In den USA setzt sich langsam die Erkenntnis durch, dass NA deutlich mehr bringt, als Bannerwerbung. Vor allem bei Nischenblogs mit einer loyalen und festen Leserzahl. Keine Streueffekte, weniger Verluste, direkte Ansprache und vor allem bietet sich Unternehmen gleichzeitig die Möglichkeit, das eigene Branding zu verbessern. Im Grunde zahlt man statt zweier Werbeformen nur noch eine.