Month: Dezember 2013

2013

Beste Entscheidung: Einfach weiter zu machen. Sich nicht unterkriegen zu lassen. Nach vorne schauen.
Schlechteste Entscheidung: Zu wenig Sport gemacht.

Beste Anschaffung: Das Lumia 920. Ich habe es keine Sekunde bereut Android verlassen zu haben. Fantastische Kamera, gutes Handling, sehr guter Akku.
Dämlichste Anschaffung: Wieder mal keine gemacht. Das wird langsam zur Routine hier.

Schönster Absturz: Gleich zwei davon. Einer in der ersten Januarwoche in der MaggieF, ein anderer Mitte September, der durch sämtliche Kneipen Neuköllns führte.
Schlimmster Absturz: Keinen gehabt.

Bestes Getränk: Horses Neck
Ekelerregendes Getränk: Mal wieder warme, abgestandene Cola im Auto.

Bestes Essen: Schwer, vor allem in Sachen Restaurants. Hängen geblieben sind aber zwei Burger. Einer im Nalu, der meinen leichten Kater beseitigte, einer in den USA im November im „Counter“. Ein Laden, in dem man sich seinen Burger selber zusammenstellen kann.
Schlimmstes Essen: Diverse Essen in diversen Flugzeugen. Und diese Pasta, die ich mir mal bestellt hatte, weil ich krank rum lag. Sie bestand eigentlich nur als Nudeln, ein paar Tomaten und Gemüse. Mir war nicht klar, dass man da so viel falsch machen kann. Aber kann die Nudeln nicht durchkochen, das Gemüse anbrennen lassen und das alles mit widerlichen Analogkäse überbacken.

Beste Musik: Laut Spotify und meiner Playlist: Junip. Und überhaupt alles vom Schweden José González. Dieses Jahr auch wieder viel Elektro gehört, bestes Album hier: Jon Hopkins – Immunity. Sehr oft gehört davon dann dieses Stück.
Schlimmstes Gejaule: Wenn ich dieses „This girl is on fire“ Gejammere noch einmal hören muss, übernehme ich keine Verantwortung für die darauf folgenden Taten.

Eigene, schönste musikalische Wiederentdeckung: Laibach
Peinlichster musikalischer Faux-Pas: M.I.A.

Beste Idee/Frage: „Ich hab den Platz in Le Mans für Dich“ <3 für A. Dämlichste Idee/Frage: Dieeeessse Flascheee Weein drinke ich noch

Beste Lektüre: Egon Erwin Kisch – Aus dem Café Grössenwahn. Wunderschöne, stilistisch einmalige Kurzgeschichten aus dem Berlin der 20er Jahre.
Langweiligste Lektüre: Der „Stern“. Bekommt man ja im Flugzeug in die Hand gedrückt und ich habe mehrfach festggestellt, dass der „Stern“ nicht mal für einen Flug von München nach Berlin reicht. 20 Minuten vor der Landung ist man damit durch. Und dann hat man auch schon die langweiligen Sachen gelesen.

Bester, dreckigster, geilster Sex: Mit anderen.
Langweiligster Sex: Mit mir alleine

Zugenommen oder abgenommen?
Knapp 10 Kilo im Frühjahr abgenommen, davon 6 Kilo wieder drauf gehauen, dann wieder 2 weg gesportet.

Haare länger oder kürzer?
Alles wie immer. Dafür so lange mit der Bartlänge experimentiert, bis ich wie der Weihnachtsmann aussah.

Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
Weitsichtiger. Viel weitsichtiger. Ist aber auch nicht immer schön.

Mehr ausgegeben oder weniger?
Da es dieses Jahr aus diversen Gründen finanziell eng war, deutlich weniger ausgegeben.

Der hirnrissigste Plan?
Keine Zeit für dumme Pläne.

Die gefährlichste Unternehmung?
Immer schön vorsichtig geblieben.

Der beste Sex?
Durchaus gehabt.

Die teuerste Anschaffung?
Das Nokia 920.

Das leckerste selbst gemachte Essen?
Nicht soooo viel rumprobiert dieses Jahr. Aber meine Currys haben mich immer wieder begeistert.

Das beeindruckenste Buch?
Arbeit & Struktur von Wolfgang Herrndorf

Der ergreifendste Film?
Ergreifend… na ja. Aber sehr nett war „Way, way back„. Erstaunlich toll: Cloud Atlas.

Die beste CD?
Keine einzige physische CD gekauft. Aber eine DVD. „Senna“ in diesem Fall.

Das schönste Konzert?
Einer Geige zu lauschen, deren Musik aus meinem Schlafzimmer klang, während ich gekocht habe.

Die meiste Zeit verbracht mit…?
Karla und Momo.

Die schönste Zeit verbracht…?
Ich hatte zwei wirklich herausragende Momente. Der eine Mitte Juni beim 24H Rennen in Le Mans. Da habe ich hier was zu geschrieben. Den zweiten, als ich im Juli in Kanada an einem See vor einem absurd schönen Haus am Strand saß und einen Burger gegessen habe.

Vorherrschendes Gefühl 2013?
„Alter!“ und „Hallo? Was geht denn hier ab?“ und „Noch jemand, der mich enttäuschen möchte, ich hätte gerade Happy Hour“.

2013 zum ersten Mal getan?
In Le Mans, Budapest, Interlaken und Toronto gewesen.

2013 nach langer Zeit wieder getan?
Um einen Menschen getrauert. Auf einer Beerdigung gewesen.

Drei Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?
Zweimal enttäuscht zu werden.
Mein Kontostand.

Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
Das es klappt.

2013 war mit 1 Wort … ?
Annus horribilis mit ein paar Highlights.

2012
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2003,
2002

2013 – Bilder

Mein Jahr 2013 in Bildern, die meisten stammen von Instagram. Insgesamt 34 Stück, deswegen wieder mit Klick.

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Stuttgart 12-12-2013 – Besuch bei AMG und dem Mercedes Museum

Ein Besuch bei AMG und eine nächtliche Führung durch das Mercedes Museum. Wegen der vielen Bilder auf der Seite ausnahmsweise mal nach dem Klick.

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Abmahnungen wegen Bildern aus einer Pressedatenbank

Es scheint mittlerweile ein Naturgesetz des Internets zu sein, dass einen irgendwann auch mal eine Abmahnung trifft. Wenn schon Menschen Abmahnungen wegen Urheberrechtsverstößen bekommen, die nicht mal einen Internetanschluss haben, ist die Chance, dass es einen nicht trifft relativ klein. Ich bin seit knapp 18 Jahren im Netz, insofern war es schon ein kleines Wunder, dass es mich erst so spät getroffen hat. Was war also passiert?

Für die Berichterstattung im Racingblog nutze ich fast ausschließlich Fotomaterial, dass aus den Pressebereichen der Teams und Hersteller stammt. Fast alle Zugänge zu den Mediendatenbanken bedürfen einer Akkreditierung, das heißt, man muss nachweisen, dass man die Bilder innerhalb einer redaktionellen Berichterstattung verwendet. Ist dies der Fall, kann man die Bilder zeitlich unbegrenzt nutzen. Da wir keine anderen Quellen haben, besteht auch keine Gefahr, dass wir Bilder nutzen, die keine rechtliche Freigabe haben. Ich gehe aber noch einen Schritt weiter: Zwar verändern wir (zwecks besserer Suche) die Dateinamen der Bilder, nicht aber die Caption oder IPTC Daten Bilder. So werden die Copyrights zusätzlich angezeigt (wenn das Team, der Fotograf oder die Agentur sie hinterlegt haben).

Um so überraschter war ich, als mich Ende November eine Abmahnung für zwei Bilder ereilte. Abgemahnt hatte mich eine Agentur aus Bonn (nennen wir sie mal Agentur A, [Ich nenne die Agenturen und die Kanzlei bewusst nicht. Es hat ja schon Abmahnungen gegeben, wenn man über Abmahnungen berichtet hat.]), die abmahnende Kanzlei sitzt in Berlin. Ein kurzer Check der Bilder brachte dann folgendes Ergebnis:

– Beide Bilder stammen aus dem Jahr 2012.
– Beide Bilder sind von einem Formel Eins Rennen in Australien.
– Bild 1 zeigte einen Mercedes F1.
– Bild 2 zeigte Jenson Button auf dem Podium, musste also aus dem McLaren Archiv stammen.

Ich habe beide Bilder aus dem Archiv gefischt und mir die IPTC-Daten mittels Irfan View angeschaut. Fotos kann man, neben einem Wasserzeichen, auch mit weiteren Daten versehen. Die EXIF-Daten kennen mittlerweile die meisten. Dort werden Bildspezfische Daten wie Aufnahmedatum, Blende, Belichtung, Geodaten usw. aufgelistet. In den IPTC-Daten können Fotografen weitere Daten eingeben, zum Beispiel wer die Fotos gemacht hat und weitere Angaben. Diese Daten tauchen dann als Copyrightinfos auf.

Die Überprüfung ergab, dass beide Bilder von einer Hamburger Agentur (Agentur B) stammen. Ich nahm mir vor, Agentur B zu kontaktieren. Dummerweise hatte ich am Folgetag eine Schulung und somit keine Zeit, aber die Kanzlei hatte auch eine Frist bis 10.12.2013 gesetzt, sodass keine allzu große Eile nötig war.

Am nächsten Tag stellte sich heraus, dass ich nicht die einzige Webseite war, die abgemahnt wurde. Unter anderem hatte es auch Thomas Ebbeling von mercedes-fans.de erwischt, der allerdings nur Bild 1 verwendet hatte. Er setze sich mit mir netterweise in Verbindung und alarmierte Mercedes. Mercedes nahm sich der Sache an, überprüfte Bild 1 und kontaktierte alle Agenturen und die Kanzlei. Es stellte sich dann schnell raus, dass Mercedes die Rechte an dem Bild besaß und es somit gar nicht abgemahnt werden konnte. Dies wurde auch per Mail bestätigt.

Ich hatte zusätzlich aber noch die Sache mit Bild 2 in der Abmahnung, bei der mir Mercedes wiederum nicht helfen konnte. Ich kontaktierte Agentur B in Hamburg und hatte einen mittlerweile schon leicht genervten Inhaber am Telefon, der sich nicht erklären konnte, was da passiert sei. Ich sendete ihm Bild 2 nebst URL zu und er bestätigte mir, dass dieses Bild von seiner Agentur, bzw. aus der Pressedatenbank von McLaren stammte.

Nach ein paar Tagen kontaktierte ich dann die Kanzlei. Die Abmahnung hatte man mir vorab per Mail gesendet, aber eine Bestätigung, dass diese vom Tisch sei, hatte ich nicht erhalten. Ich wurde mit einem der Inhaber der Kanzlei verbunden, mit dem ich dann ein wirklich angenehmes und interessantes Gespräch führen konnte (keine Ironie). Denn Agentur A hatte die Bilder en bloc von einer weiteren Agentur erworben, die wiederum die Rechte wohl von einer osteuropäischen Agentur gekauft hatte. Es sei, wie der Anwalt meinte, eine extrem komplexe Kette an Käufen und Verkäufen, alles nur schwer nachzuvollziehen, die Abmahnung habe sich aber selbstverständlich erledigt.

Fazit:
Glück gehabt. Zum einen, weil ich aufgrund der IPTC-Daten schnell die Originalagentur habe ausfindig machen können, zum anderen, weil Mercedes der Sache einen gewissen Nachdruck verliehen hat.

Interessant ist auch, wie der Fotoagenturmarkt mittlerweile international funktioniert. Große Agenturen kaufen in Mengen Fotos ein, deren Herkunft sie offenbar nicht überprüfen. Es reicht, wenn das Material von einer anderen, womöglich bekannten Agentur stammt. Woher die das Material haben wird nicht geklärt. Laut meinen Informationen können Fotos mittlerweile über fünf bis sechs verschiedene Agenturen laufen, bevor sie bei einer großen Agentur im Archiv verschwinden.

Nicht auszuschließen ist, dass gerade osteuropäische Agenturen ein Geschäftsmodell entwickelt haben, das auf der Aneignung von Fotomaterial beruht. Man lädt die Bilder aus den Pressebereichen. überschreibt die IPTC-Daten und verkauft sie dann weiter. Und irgendwann landen diese Bilder halt wieder in einem Land und bei einer Agentur, die ihre Urheberrechte mittels Abmahnungen verteidigt.

Tipps für eine Abmahnung bei Bildern, die aus einer Pressedatenbank stammen:

1. Niemals IPTC Daten löschen. In meinem Fall hätte ich zwar auch ohne diese Daten gewusst, woher die Fotos stammen, bzw. eine Ahnung gehabt. Das muss aber nicht immer so sein.

2. Agentur aus den Daten raussuchen und sofort kontaktieren, oder die Firma anrufen, aus deren Pressedatenbank man die Fotos hat. Die haben meist auch ein Interesse daran, dass da nicht jemand Lizenzgebühren für Fotos verlangt, an denen die Firma die Rechte hat. Das Unternehmen auch klären lassen, ob die Rechte zeitlich begrenzt erworben wurden. Es ist schon vorgekommen, dass ein Unternehmen die Rechte nicht unbeschränkt, sondern nur für einen gewissen Zeitraum erworben hat. Passiert selten sollte aber geprüft werden.

3. Alles schriftlich machen, mindestens per Mail. Sich nicht auf telefonische Aussagen verlassen.

4. Hat man alles zusammen einfach die Kanzlei kontaktieren. Oft reicht die Übermittlung der schriftlichen Bestätigungen, dass man das Material rechtmäßig verwendet hat.

5. Wenn die Kanzlei nicht kommunizieren mag oder nur eine kostenpflichtige Hotline hat, sollte man einen eigenen Anwalt einschalten, der ein Anschreiben formuliert. Man kann den Anwalt auch sofort zwischenschalten, aber zum einen kostet das Geld, zum anderen hilft es dem Anwalt, wenn man selber ein wenig Recherche betreibt.

© 2015 Don Dahlmann