Month: September 2012

Update aus meinen Leben – Alters-Edtion

45 bin ich jetzt schon ein paar Monate und neulich kam der Gedanke auf, was ich eigentlich mit 30 dachte, wie das Leben sein wird, mit 45. Aber darauf gibt es keine Antwort, weil man mit so großen Zeitsprüngen nichts anfangen kann. Man weiß ja nicht mal, wie das Leben in einem Jahr, einen Monat oder einer Woche aussehen wird. Man hofft halt darauf, dass alles so seinen rechten Gang nehmen wird, das große Schicksalsschläge weiterhin einen Bogen um das eigene Leben machen und man langsam aber sicher durchs Leben schreitet.

Natürlich haben sich Dinge verändert, habe ich mich verändert. Erlebnisse und Menschen haben einen geprägt, schlechte Zeiten haben sich eingebrannt, gute sich dazu gesellt, damit das Gleichgewicht nicht aus der Kontrolle gerät. Aus manchen Fehlern lernt man nie und man begeht sie fröhlich immer wieder, nur um danach da zu stehen und ein Facepalm-Déjà-vu zu haben.

Das Suchen hat sich nicht verändert. Die Suche nach Neuem, nach Spannung, nach Abwechslung, nach Kicks und Seelenruhe. Von Letzterem bin ich weit, weit entfernt, aber das ist vermutlich auch gut so.

Freunde sind gestorben oder sehr krank geworden. Und das sind da so Signale, dass man älter wird. Und dass man sich mehr Gedanken über das Altern macht. Senta Berger hat mal irgendwo und irgendwann den herzerfrischenden Satz gesagt, dass Altern Scheiße ist. Meine Mutter wiederholte den neulich, als ich ihr zum Geburtstag gratulierte, ebenfalls. „Keine Lust mehr auf Zahlen“, sagte sie.

Alter ist sicher nur eine Zahl. Ich kenne 60 Jährige, denen man das Alter nicht ansieht, die meisten 50 Jährigen sind heute irgendwie immer noch ewige Studenten, besonders dann, wenn sie keine Familie haben. Man taucht, springt mit Fallschirmen aus Flugzeugen, fährt Autorennen, raucht und trinkt gerne mal etwas mehr, als ob man noch 25 sei. Und irgendwie ist man ja auch noch, jedenfalls im Inneren. Die Rechnung kommt halt später, aber ein Freund fasste seinen Fatalismus mit dem schönen Bekenntnis zusammen, dass er auf die Fortschritte der Medizin bauen würde. Dumm, einerseits, aber zeugt auch davon, dass sich nicht vom Alter beugen lassen möchte. Das ist ein erfrischenderer Umgang mit den Jahreszahlen, als es viele Generationen vorher gemacht haben, die die formatierten Lebensmodelle nachgelebt haben, ohne darüber nachzudenken. Und führt zu so Dingen, dass eine Bekannte, Ende 40, nach jahrelangem Kampf mit dem klassischen Beziehungsmodell auf Poly umgeschwenkt ist. Die Probleme seien zwar die gleichen, maulte sie neulich per Facebook, aber immerhin würde man nicht vor einem kompletten Trümmerfeld stehen, wenn es mal wieder schief gegangen sei.

Was aufdringlicher wird, sind die inneren Problemknoten, die man so mit sich rumschleppt. Man denkt lange, dass die sich mit der Zeit von alleine auflösen, weil die Zeit ja voranschreitet. Oder dass sie zumindest von anderen Problemen beiseite geschoben werden um die man sich dann irgendwann mal später kümmert. Das klappt bei manchen, andere sind hartnäckig und melden sich mit zunehmend enervierender Lautstärke.

Ich hab so ein paar Knoten und stehe seit einem Jahr vor ihnen unentschlossen rum. Die Konversation zwischen mir und meinen Problemen läuft auch immer gleich ab:

Ich so: „Ich kann dich nicht sehen, lalalala“
Problem so: „Aber höööören“.
Ich so: „Halt ich mir halt die Ohren zu.“
Problem so: „Denk mal über den letzten Satz nach.“
Ich so: „Geh halt weg“
Problem so: *arme verschränk*

Manche Dinge lassen sich dann irgendwann nicht mehr ignorieren. Wünsche können das sein, die man sich nie getraut hat anzugehen. Mangel an Einsicht, Disziplin, Durchsicht, zu viel Narzissmus, zu wenig davon, Ängste. Bei mir haben sie ein Ultimatum gestellt. Entweder ich gehe das jetzt mal an, oder mein Leben wird in bestimmten Bereichen weiterhinso aussehen, wie mein unsortierter Legokarton vor 35 Jahren. Dieses Mal habe ich zugehört. Was einer der Vorteile ist, wenn man älter wird, das Zuhören können. Und vielleicht bin ich ja auch alt genug, die Dinge dann endlich mal so zu ändern, dass ich nicht weiterhin an ihnen scheitere. Langer Weg. Und Krebsvorsorge sollte ich auch mal wieder.

Bookmarks vom 19.09.12 bis 24.09.12

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  • Berlin Prenzlauer Berg 1990 by Petra Tschörtner | finding berlin – Now I found this amaz­ing doc­u­ment­ary by Petra Tschört­ner († 2012) about Ber­lin Pren­zlauer Berg in 1990. With much love to simple details she shows the every­day life in the Eber­swalder Str. area in the last days before the mon­et­ary union. I think you will recog­nize a lot of places like Prater or Kastan­i­en­allee but much more you will hear some great state­ments which show the mind­set of the most dif­fer­ent people in the Kiez.
  • Digitaler Sex: Das Porno-Imperium – Ein Deutscher erregt die Welt – Nachrichten Politik – Deutschland – DIE WELT – Wie genau funktioniert Manwin? Wie und warum wurde der junge Deutsche an der Spitze des Unternehmens so erfolgreich? Die Suche nach Antworten führt nach Luxemburg, Belgien, Zypern und quer durch Deutschland. Zu Branchenkennern, ehemaligen und aktuellen Mitarbeitern der Firma Manwin, Porno-Darstellerinnen und -Produzenten.
  • The Last Fishermen – YouTube – Sehr gut gemachter Kurzfilm über den wirtschaftlichen Untergang lokaler britischer Fischer, die einem Gesetz zum Opfer fallen, dass von Grosskonzernen gemacht wurde.
  • EU-Kommissarin fordert rasche Reform der Copyright-Richtlinie | heise online – Jeder Tag, an dem die Politik nicht auf den technologischen Wandel mit einer umfassenden Copyright-Reform antworte, sei ein verlorener Tag, betonte Kroes. Verbraucher kämen zu kurz beim einfachen, legalen Zugang zu ihren Lieblingsprodukten. Der kreative Bereich verpasse neue Märkte, Innovationen und Geschäftsgelegenheiten. Die Gesellschaft an sich lasse neue Weg zum Teilen, Anerkennen und Schätzen des kulturellen Erbes aus. Und der Wirtschaft allgemein entgingen Wachstumschancen.
  • Stadtentwicklung in Berlin – Nicht jede Brache muss zubetoniert werden – Kultur – sueddeutsche.de – All das wird bei der Vergabe bisher jedoch nicht berücksichtigt. Was zählt, ist das schnelle Geld. Doch dass dies auch rein marktwirtschaftlich Unsinn ist, machen gerade die internationalen Immobilieninvestoren vor. Die kennen seit einigen Jahren nur ein Motto in Berlin: Kaufen! Und das sicherlich nicht, weil sie das Nachtleben hier so schätzen. Sie können mit starkem Wertzuwachs rechnen. Die Gentrifizierung nimmt ihren Lauf. Wer jetzt verkauft, dürfte etwas falsch machen. Berlin ist zu arm, um sich das leisten zu können.

Bookmarks vom 07.09.12 bis 11.09.12

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Best of Twitter – August 2012


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