Month: September 2011

Bookmarks vom 17.09.11 bis 29.09.11

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Könnte ich heute stundenlang drüber lachen

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Robin Mayer-Lucht

Es fällt mir außerordentlich schwer, ein paar Worte zum Tode von Robin Mayer-Lucht zu finden. Ich kannte Robin seit ein paar Jahren. Wir hatten uns ausnahmsweise nicht über die Arbeit kennen gelernt, sondern über seine Freundin. Wir trafen uns zum ersten Mal sehr spät im Schwarz-Sauer auf der Kastanienallee und nach ca. 5 Minuten steckten wir mitten einen Gespräch über das Internet, und was es alles gesellschaftlich verändern wird. Obwohl wir das erste Mal zusammen saßen, war nach wenigen Augenblicken klar, das wir sehr ähnliche Gedanken hatten. Es wurde ein sehr langer Abend.

Wir trafen uns nicht oft, hier und da ein Mittagessen, manchmal ein oder zwei Bier am Abend. Ich erinnere mich allerdings noch genau an das Mittagessen irgendwo in Mitte, wo er mir zum ersten Mal von seiner Idee berichtete, eine Plattform zu errichten, auf der Blogger und Journalisten gemeinsam schreiben und sich austauschen. Er berichtete von den Schwierigkeiten und den Kosten und das er sich entschlossen hatte, die gesamte Plattform erst einmal selber zu finanzieren. Ich war erstaunt – über seinen Mut, aber auch über seine Entschlossenheit. Robin redete nicht nur darüber, dass das Internet die Dinge verändert, und dass man diese Veränderung journalistisch begleiten muss, er handelte auch. Und er machte dies mit vollem Einsatz. Und damit stand er selbst in Berlin ziemlich allein.

Vor ein paar Wochen traf ihn das letzte Mal. Eine Zufallsbegegnung vor meiner Haustür. Wir hatten uns länger nicht mehr gesehen und freuten uns beide. Er war ein wenig im Stress, musste schnell weiter, aber wir versicherten uns, dass wir bald, schnell und dringend mal wieder ein Abendessen planen sollten. Und wie es immer so ist… Termine, vergessen, keine Zeit. Und wie immer in solchen Momenten hält man inne und fragt sich, warum man eigentlich immer die Arbeit im Auge hat, und viel zu wenig die Menschen, mit denen einen geistig so viel verbindet.

Danke, Robin, für viele Gespräche und viel Inspiration.

Bookmarks vom 08.09.11 bis 16.09.11

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Bookmarks vom 23.08.11 bis 05.09.11

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Update aus meinem Leben – Teil irgendwas

– Ich sollte öfter bloggen. Aber das fällt mir erstaunlich schwer. Vielleicht liegt es an der vielen Arbeit, vielleicht daran, dass ich andernorts (da, da und da) viel schreibe, vielleicht auch daran, dass ich Moment etwas überfrachtet mit Meinungen bin. Twitter, Facebook, Google+, RSS. Alles ist voll mit Meinungen zu diesem oder jenem. Braucht es da noch eine Meinung, die noch einen Punkt beleuchtet? Vielleicht sollte ich einfach weniger lesen.

– Überhaupt, RSS. Nutze ich gefühlt seit Ewigkeiten, in den letzten Wochen aber spürbar weniger. Die Arbeitsordner gehe ich dann durch, wenn ich sie brauche, ansonsten lese ich den Empfehlungsordner der Follower. Es reicht mir mittlerweile, wenn ich regelmäßig auf G+ schaue, was da so mannigfaltig wiederholt wird. Ich bräuchte vielleicht einen Dienst, der mir Empfehlungen aus verschiedenen Netzwerken in einen RSS-Feed packt.

– Große Entrümplungsaktion im Hause Dahlmann. Versuche aus meiner Wohnung, eine ebensolche zu machen. Wird spannend, da ich ja bekanntermaßen ein Einrichtungslegastheniker bin. Immerhin bin ich schon so weit gekommen, dass jetzt die Sachen, die ich loswerden möchte, in einem Raum stehen. Seit drei Wochen.

– Neulich sehr erschrocken. Ich musste Ursula von der Leyen zustimmen. Und zwar wegen der „Vereinigten Staaten von Europa“ Sache. Es erstaunt mich immer wieder, mit wie viel Vehemenz das Nationen-Problem angegangen wird. Wie sehr Menschen darauf bestehen, dass Deutschland eben nicht in einem politisch vereinten Europa aufgeht. Ich halte das für Quatsch. Natürlich habe ich eine Heimat, mit der ich mich verbunden fühle, die mich geprägt hat und die ich ab und an vermisse (Rheinland). Natürlich bin ich Deutscher, kann ich nicht leugnen. Zumindest steht das auf meinem Pass. Aber ich fühle mich als Europäer. Ich kenne das Europa ohne Schengen noch gut und ich will es auch nicht zurück. Abgesehen von den nervigen Formalien, empfinde ich die freie Bewegung zwischen den europäischen Ländern als völlig normal. Als hätte es nie etwas anderes gegeben.
Kleinstaaterei hat noch nie etwas gebracht, sie hat historisch gesehen immer wieder für Probleme gesorgt. Sie ist vor allem in Deutschland noch erstaunlich tief verankert, weil es „Deutschland“ nicht so lange gibt. Hätte man vor 150 Jahren einen Bayern gesagt, dass sein Land mal ein Teil eines einzigen Deutschlands wäre, er hätte einen vermutlich mit der Heugabel aus dem Land vertrieben. Gut, manche sehen das heute noch so, was nur unterstreicht, wie schwer vielen fällt, ihre nationale Identität aufzugeben. Dabei sind Nationen schon totaler Quatsch.

Irgendein Astronaut, dessen Zitat ich jetzt nicht gefunden habe und nur so sinngemäß im Kopf habe, meinte mal. „Als wir aus dem Fenster schauten, suchten wir die Gegend, in der wir leben, dann das Land, in dem wir wohnen. Aber da waren keine Grenzen zu sehen.“ Was im Grunde alles sagt.

Ich bin nicht dafür, die komplette politische Verantwortung von Berlin nach Brüssel zu transferieren. Auch wenn man zynisch sagen könnte, dass es ja nun auch egal ist, von wem und von welchem Ort man schlecht regiert wird. Aber ein sanfter Übergang zur einer gemeinsamen Politik unter Beihaltung nationaler Regierungen scheint mir ein sehr erstrebenswertes Ziel für die nächsten Jahre.

– Das die NPD in Meck-Pomm mal wieder in den Landtag gekommen ist, wundert nicht weiter. Das Problem ist nicht die NPD alleine, sondern das Versagen der Politik auf der anderen Seite. Niemand schafft es, die komplizierten Sachverhalte schlüssig zu erklären, die Zusammenhänge darzustellen oder gar eine Lösung anzubieten. Bestes Beispiel Bankenrettung, Eurokrise und Lohndebatten. Extreme Einstellungen, die meist Hand in Hand mit scheinbar einfach Lösungen gehen, werden dann gerne angenommen. Und ja auch durch Teile der Medien unterstützt. Wenn die „Bild“ wochenlang auf niedrigsten Niveau Griechenland angeht, ist das halt auch Teil eines Prozesses, in dem „Nicht“-Lösungen lautstark propagiert werden.

– „Schossgebete“ von Charlotte Roche gelesen. Wenn ich mich einen Nachmittag in ein beliebiges Café rund um den Kollwitzplatz gesessen hätte, dann hätte ich ungefähr dasselbe gehört und mir das anstrengende Lesen erspart.

Best of Twitter – August 2011

zebramaedchen
Noch sicherer als Verschlüsselung: Verschusselung.

zag69
-„Und, streiken bei euch auch Kollegen?“ -„Och, das kann man nie so genau sagen.“

inschka
Manche Leute zu Twitter gebracht zu haben fühlt sich an, wie einem Auto Starthilfe geben und an der nächsten Kreuzung überfährt es ein Kind.

booldog
Ist das Gunst oder kann ich weg?

HilliKnixibix
Der Supermarkt-DJ scheint heute unglücklich verliebt.

Muermel
Irgendwann blogge ich auch mal meine Gedanken: „Müde. Hunger. Durst. Bier. Will Sex. Müde.“ (Muss an den Formulierungen noch arbeiten.)

inesmaedchen
Mein BH hält nicht, was ich verspreche.

onrie
Meine Superkraft: Leere Tüte Milch hochheben und ob des überraschend geringen Gewichts nach hinten fallen.

_miel
„Lass uns das mit uns wie Erwachsene beenden.“ „Entfolgen, Nummer löschen, uns in 3 Wochen zufällig sehen & betrunken im Bett landen?“ „Ja.“

bosch
Es ist natürlich Quatsch. #alles

Euphoriefetzen
Im Dunklen auf ’ne Nacktschnecke treten, ausrutschen, fast fallen & sich am Gestrüpp, welches sich als Brennnessel herausstellt, festhalten.

Euphoriefetzen
Dämliches Naturzeugs.

kass andra
rauche jetzt schnell noch ganz viele zigaretten bevor ich morgen total erkältet bin. vorausdenken, meine stärke.

Wondergirl
Ich kann auch ohne Langzeitbeziehung keinen Sex haben.

heiko
vielleicht sollte ich mich mal bei diesem facebook anmelden. sexfalle? hört sich ja prima an.

Stevenson5
Ich mag keine Kinder und Pflanzen auch nicht besonders. Steine sind ok.

luzilla
im winter ziehts,keine tür ist dicht und ich heiz mich in den dispo,aber das w-lan schaffts nichtmal durch die geschlossene schlafzimmertür.

frau_gas
Ich möchte nur EINMAL nach dem Aufstehen so wach sein, wie jetzt gerade.

ada blitzkrieg
Deine Mutter mag es wie L’Oreal: Optimale Deckkraft.

Ninifaye
Tragisch: früher hab ich im Vollrausch nur geknutscht. Heute verabrede ich mich betrunken zum Badminton spielen.

alles_b
Frau sagte, sie gebe ein Fest zu ihrem 120sten Schwangerschaftstag. Weil „Der Engel sich materialisiert.“. Ich sah dann doof aus, lange.

mathiasrichel
Wenn die Berliner Zeitungen neben den Erklärungen und schematischen Zeichnungen noch Grillanzünder beilegen würden, dann wären sie ehrlich.

mediumflow
Ein Fladenbrot ähnelt nach 4 Wochen Volldurchschimmelung in dünner Plastikhülle einem selbst gezüchteten Adventskranz.

Frau_Elise
Irgendwer im Betahaus riecht nach Schweiß und ich bin es nicht, denn ich rieche nach Knoblauch.

Autofocus
Woran die Ärztin natürlich nicht dachte, als sie mich in drei von fünf Fingern piekte: mit Pflastern kann kein Mensch ein Touchpad bedienen!

Janine1974
Wenn ich jedes Mal umziehen würde wenn ein Mann vor der Tür steht der mich liebt würde ich vermutlich für immer hier wohnen bleiben.

bebal
Wenigstens im Sportdress zur Pizzeria gefahren.