Month: Oktober 2010

Bookmarks vom 17.10.10 bis 21.10.10

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  • Zehn Thesen zur Zukunft der Zeitung – Das iPad als Retter der Verlage? Keineswegs. Im Gegenteil, das iPad ist der größte Feind der konventionellen Verlagsstrukturen. Zum einen, weil jeder noch so große Verlag gegen den ipad-Herrscher Apple ein Zwerg ist. Zweitens — und viel wichtiger: Die Tatsache, dass man auf der glänzenden Oberfläche des Tablets nur noch einer von ganz vielen ist, verstärkt die eigene Bedeutungslosigkeit.
  • Photo – Frank Sinatra schreibt einen Brief an George Michael.
  • Sb0Bl.jpg (780×11520) – The Dog
  • Protestkultur: Wir haben die Nase voll! | Gesellschaft | ZEIT ONLINE – Folgt man einigen Demokratietheoretikern, dann erleben wir gerade den Abschluss der klassischen parlamentarischen Epoche. Die alte kontrollierende Demokratie, so sagen sie, werde durch undurchsichtige Machtkomplexe und Verhandlungsregime abgelöst, in denen der Staat in informellen Strukturen Entscheidungen trifft, die anschließend unter Einsatz von Basta-Parolen durch das machtlose Parlament gepeitscht und von bienenfleißigen PR-Agenturen dem gleichgültigen Volk schmackhaft gemacht werden.
  • Troll Catalogue – Troll Catalogue

Das Problem mit dem „Like“ Button

Die „Deutsche Bahn“ ist jetzt auch auf Facebook. Das wäre an sich eine schöne Sache, wenn es denn wirklich die „Deutsche Bahn“ wäre. Also wenn die Bahn einen Kommunikationskanal geöffnet hätte, in dem sie mit Facebook-Usern und Kunden auf Augenhöhe kommunizieren würde. Aber das tut sie nicht. Sie, bzw. die Agentur, die dahinter steckt, hat einen „special marketing“ Kanal aufgemacht, der, soweit man das sehen kann, sich nur auf eine bestimmte Aktion begrenzt. Wer Facebook-User ist, kann an der Aktion „chefticket“ teilnehmen, die Fahrkarte beinhaltet, mit der man bis zum 15.12. für 25 Euro durch Deutschland reisen kann. Jedenfalls heißt der Kanal bei Facebook „chefticket“ und nicht „Deutsche Bahn“. Das ist nichts anderes, als eine Rabattmarke für ein absichtlich außerhalb der Weihnachtstage geltendes Angebot. Im Grunde hat es nichts mit der neuen Form der Kommunikation auf Augenhöhe zu tun, es ist nur ein Vertriebskanal für ein Angebot, dass in dieser und anderen Formen schon seit Ewigkeiten in verschiedenen Medien angeboten wird. Warum das zweitklassige Angebot „chefticket“ heißt, ist dann noch eine völlig andere Frage.

Über das Angebot mag man streiten, vor allem über seine offensichtliche Platzierung, vor Weihnachten bzw. den expliziten Ausschluss der Feiertage. Um mehr über das Angebot zu erfahren, bzw. um „Buchungserinnerungen“ zu bekommen, müsste ich dieses Angebot per „Gefällt mir“ Button zu meinen Empfehlungen für meinen Freundeskreis hinzufügen. Aber warum sollte ich das tun?

Ein Klick auf einen „Like Button“ ist eine spezielle Angelegenheit. Bei Musik oder einem Text mag es leicht fallen. Ich mag den Song, ich mag diesen speziellen Text eines Autors – das ist einfach. Aber wie sieht es bei einem generellen „Like“ Button aus, der eine Firma betrifft, noch dazu einer Firma, die insgesamt und im speziellen wegen der undurchsichtigen Planfeststellungsverfahren in Stuttgart in der Kritik steht? Sicher, ich mag die Bahn. Im Grunde funktioniert sie, man transportiert mich mehr oder weniger schnell und zuverlässig an meinen Zielort. Aber die Nuancen der Kritik transportiert ein genereller „Like“ Button eben nicht.

Das wäre nicht so schlimm, wenn die Bahn grundsätzlich einen Kommunikationskanal auf Facebook öffnen würde, auf dem ich meine Kritik los werden könnte. Stattdessen bekomme ich aber nur einen temporären Account geliefert, ich darf das befristete Angebot „liken“, mehr nicht. Ob die Seite gelöscht wird, wenn das Angebot in sechs Wochen ausgelaufen ist, wird nicht kommuniziert, aber die sehr spezielle Benennung des Accounts deutet daraufhin.

Wenn ich Firmen in Sachen Social Media berate, warne ich sie immer davor, dass Fass „Social Media“ ohne einen langfristigen Plan auf zu machen. Und ich warne sie auch vor überzogenen Erwartungen. Manche, wirklich große Kunden, die Millionen Kunden haben, wundern sich, dass diese nicht einfach den „Like“ Button klicken. „Wir haben doch XY Millionen Kunden, Facebook hat 12 Millionen User in Deutschland, also müsste ich doch mindestens 10% erreichen.“ Mal abgesehen davon, dass man mit klassischer Werbung so viele User auch nur auf dem geduldigen Papier von den beratenden Agenturen erreicht, zeigen die meist geringen Klickraten der „Like“ Button noch etwas anderes an: Das es den Kunden extrem schwer fällt, sich mit einer Marke auf Dauer zu identifizieren. „Like“ zu klicken bedeutet umgangssprachlich, dass man sich ohne jegliche Hinterfragung mit einer Marke identifiziert, egal was sie macht. Das mag bei Mode, Musik oder Texten klappen, aber nicht bei richtig großen Firmen, die einen wiederkehrenden Einfluss auf den Alltag haben.

Beim Beispiel der Bahn bedeutet das ganz einfach, dass ich die xte Verspätung im ICE/Regional/S-Verkehr, die Kaputt-Sanierung der Berliner S-Bahn oder eben Stuttgart 21 auch gut heiße. Aber wer kann so etwas, mal abgesehen vom Vorstand der Bahn, schon tun?

Die Bahn hat sich in den letzten Jahren ein extrem negatives Image aufgebaut, dass allerhöchstens noch von den monopolistischen Stromkonzernen übertroffen wird. Bei einem offensichtlich kurzfristigen Angebot per Facebook an all meine Freunde zu signalisieren, dass ich die Bahn mag fällt zumindest mir so leicht, wie mich in Brennesseln zu wälzen. Ein „Like“ geht mir in diesem Fall genauso schwer von der Hand, wie ein Kreuz bei der nächsten Bundestagswahl.

Es würde mir leichter fallen, wenn man von offensichtlichen Versuch einer temporär eingeschränkten, und durch eine Agentur orchestrierten, Aktion Abstand nehmen könnte, und einen Facebook Account „Deutsche Bahn“ eröffnen würde, über den man wirklich kommuniziert. Ginge das einher mit einem Twitter Account, auf dem auf Anfrage aktuelle Verspätungen, Umsteig-Probleme usw. von einem Team beantwortet werden würden, wäre das ein Signal, dass mich den „Like“ Button vielleicht klicken ließe.

Fazit: Facebook als eine erweiterte POS-Aktion zu missbrauchen ist eine schlechte Idee. Es zeigt, dass man in Sachen Kommunikation nichts gelernt hat. Man hält den Kunden weiterhin für zahlende Idioten, denen man mit Lockangeboten suggeriert, dass man doch eigentlich ganz nett ist. Mit echter, mit der neuen Form der offenen, transparenten Kommunikation, hat das nichts zu tun. Das Problem für die Bahn, wie für andere Firmen, die sich auf diesen Blödsinn einlassen, ist nur, dass die Kunden sich merken, wenn Firma eine Plattform der offenen Kommunikation für reine Werbezwecke verwendet. Dem Image hilft das nicht.

Sicherheitslücke! Tod! Verderben!

Ja, Facebook ist in Sachen Datensicherheit nicht gerade Spitzenreiter und muss dringend nachbessern. Und es dürfte sich mittlerweile rumgesprochen haben, dass der Dienst gerne und viel Daten sammelt. Aber ich kann es nicht mehr hören, dass bei jedem Kleinscheiss von einer „Sicherheitslücke“ gesprochen wird. Wenn man Mailadressen auf welchem Wege auch immer zufällig, mit oder ohne bösen Willen bei Facebook angezeigt bekommt, muss man nicht gleich mit beiden Händen ins Empörungstöpfchen greifen. Mailadressen! So lange ich mich nicht mit der lustigen „GeilerGolffahrer34“ Mailadresse bei Facebook oder sonst wo angemeldet habe, kann mir das alles unfassbar egal sein. Mailadressen sind Mailadressen. Keine Personalausweisnummer, keine Sozialversicherungsnummer, sondern Mailadressen. Dass mit der Anmeldung unter falschen Namen klappt im übrigen bei dem jedem Dienst, auch bei deutschen Anbietern wie Xing. Man nehme einen beliebigen Namen, suche dazu das passende Foto, lege irgendwo eine Mailadresse zu, gebe ein paar Arbeitgeber ein und schon bekomme ich bei in der Rubrik „Mitglieder, die Sie kennen könnten“ gleich haufenweise bestehende oder ehemalige Kollegen angezeigt. Ach so, das ist Identitätsdiebstahl und damit strafbar? Vielleicht hätte man das dem Autor der FAS auch mal sagen sollen.

„Aber… aber… man kann da auch Mailadressen von Nicht-Mitgliedern sehen, das ist doch skan-da-lös!“ Es gibt im Internet Webseiten wie yasni oder 123people, die zeigen sogar die Mailadressen von Leuten an, die gar nicht wissen, dass es yasni oder 123people gibt. Einwohnermeldeämter verscherbeln viel aussagekräftigere Adressdaten sogar gleich en gros. Dienste wie ewoma.de bieten das auch für Privatpersonen an. Das wäre eine Empörung wert, aber doch nicht, wenn eine Mailadresse im Netz auftaucht. Wenn ich in irgendein Formular irgendwo im Internet eine Mailadresse hinterlasse, dann kann ich bis Drei zählen, und schon wird die Mailadresse zusammen mit Millionen anderen Adressen verkauft sein. Es ist allerhöchstens unter bestimmten Umständen eventuell ein Grund, warum man sich für Anmeldungen auf irgendwelchen Webseiten eine Extra-Mailadresse zulegen sollte. Das ist gar nicht so schwer, selbst wenn keine Ahnung hat. Es gibt 23 Fastrilliarden Mailanbieter auf der Welt, bei denen man einfach so eine Mailadresse unter falschem Namen (!!!einself) anlegen kann. Auch das Auslesen des Adressbuches sollte man sich überlegen, was aber logisch ist. Ich tapeziere ja auch nicht meine Fenster mit Seiten aus meinem Adressbuch. Und selbst wenn ich sehen kann, mit welchen Menschen irgendwer befreundet ist, was sagt das aus? Ich habe bei Facebook 830 „Freunde“. Viel Spaß beim Entflechten, mit wem ich tatsächlich befreundet bin.

Daten speichert und verteilt im übrigen auch die FAZ, wie man in der Datenschutzerklärung lesen kann. Und die ganze Aufregung um Mailadressen kommt aus einem Verlag, der Mitglied beim BDZV ist, der sich wiederum vor zwei Jahren massiv dafür eingesetzt hat, dass der Adresshandel der Verlage nicht unterbunden wird, weil sonst die Pressefreiheit gefährdet sei. So viel Dreistigkeit besitzen nicht mal Google und Facebook zusammen.

Foto – da fehlt was



Foto – da fehlt was, originally uploaded by DonDahlmann.

Bookmarks vom 12.10.10 bis 14.10.10

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Horst Buchholz

Der Film war eine Qual. In der abgedunkelten Ex-Fabrikhalle in Altona drängten sich die Kollegen. Aber „Die Schreckensfahrt der Orion Star“ war genau das: Eine filmische Katastrophe, eine lieblose Action-Schmonzette, produziert für die ARD. Und während da Horst Buchholz, Martin Sheen, Brain Dennehy und Michael Ironside über die Leinwand torkelten, war einem das als Betrachter unglaublich peinlich. Man sitzt da, kann das alles nicht fassen und rutscht unruhig auf dem Plastikgestühl rum. Fremdschämen galore. Waren die Letztgenannten immerhin noch gut bei Futter, sah Buchholz schon auf der Leinwand ungesund aus. Und wenn er sich in einer Szene irgendwo festhielt, dann dachte man sich schon, dass das keine Regie- sondern eine Lebensanweisung war, damit er nicht umfällt.

Na gut, dachte man. Bei dem Film würd ich als Schauspieler auch so schauen, aber man kann das ja auch verstehen, wenn Schauspieler älter werden, und die Rollen knapp, dann dreht man auch mal so was. Curd Jürgens hat das ja auch gemacht, Anfang der 70er, als keiner mehr was von ihm wissen wollte. Da drehte er merkwürdige Filme, die auf der Reeperbahn spielten, und deren Inhalt daraus bestand, dass ab und an mal ein ein paar Brüste über die Leinwand wippten.

Aber ich freute mich auch mit einer echten Legende sprechen zu können. Jemand der mit Romy Schneider, Gustav Knuth, Gert Fröbe, Mario Adorf, Yul Brynner, Steve McQueen, Charles Bronson, James Coburn, James Cagney, Bette Davis, Anthony Quinn, Orson Welles, Ed Harris und Roberto Benigni gedreht hat, ist eine Legende, auch wenn seine großen Erfolge ein wenig her waren und er Filme mit Titeln drehte, die einen schon Schlimmes ahnen ließen.
Eine nicht leichte Situation für ein Interview. Man weiß ja, dass so Leute nicht blöd sind, und dass sie mal in den „Glorreichen Sieben“ eine Hauptrolle hatten, und das sie deswegen sehr genau wissen, was ein guter, und was ein schlechter Film ist. Aber versucht man den Film zu umgehen, kann es sein, dass sie beleidigt sind. Das gleiche Problem gilt für frühere Erfolge. Weglassen oder ansprechen? Erinnerung an die gute, alte Zeit, oder lieber Fröhliches nach vorne schauen?

Ich war mit meinen Überlegungen nicht wirklich weiter, als ich reingebeten wurde. Ein karger, heller, weißer Raum, in dessen Mitte ein riesiges Zahnrad lag. Kunst, dachte ich. Dahinter hatte man einen einfachen weißen Tisch gestellt, zwei Stühle, und ein großer Aschenbecher, der schon gut gefüllt war. Horst Buchholz stand augenblicklich auf, umrundete den Tisch und ging ein, zwei Schritte auf mich zu, um mich zu begrüßen. Eine Geste, die mich hätte freuen sollen, wäre ich in dem Moment nicht so erschrocken. Der Mann bestand nur noch aus Knochen. Die Hosen waren mal gut geschnitten und teuer, aber sie hatten einfach keine Chancen an diesen winzigen, spindeldürren Beinen, und so sehr das Sakko auch an den Schultern gepolstert war, es konnte nicht verbergen, dass die Schultern scharf in den Stoff stachen. Es war ein klapperdünnes Männchen, und die eingefallenen Wangen machten da auch nichts mehr aus. Das Einzige, was an ihm lebendig schien, waren seine Haare. Grau zwar, aber immer noch voll und stark, schienen sie immer noch genauso frisiert wie damals in „Halbstark“.
Ich sah einen Kopf, der auf einen winzigen, fragilen Körper geschraubt war, und fast schien es während des Interviews, als fehle dem Körper hier und da die Kraft, den Kopf oben zu behalten. Manchmal pendelte er leicht, manchmal schien er nach hinten zu fallen. Eine Bewegung, die Buchholz dann ruckartig korrigierte, so das seine Haare ein wenig in Unordnung gerieten, was er aber sogleich mit einer geübten Handbewegung wieder in Ordnung brachte. Ich hatte einen Weltstar erwartet, einer der in Anbetracht seiner Lebensleistungen stolz war. Aber er erschein mir als schwacher, leiser Mensch, der mit gedämpfter Stimme und fast ängstlich sprach, bei dem man das Gefühl hatte, einem geprügelten, alten Mann gegenüberzusitzen. Erst später wurde mir klar, dass er einfach keine Lust mehr hatte. Keine Lust solche Filme zu drehen, keine Lust deswegen auch noch Interviews geben zu müssen, keine Lust in einem dämlichen Raum zu sitzen. Alles an ihm schien Verzweiflung und die Zigaretten waren sein Trost.

Wir sprachen ein wenig über den schrecklichen Film, verließen das Thema aber schnell, und als er sich nach 15 Minuten die dritte Zigarette anzündete, konnte ich nicht mehr warten. Ob er denn immer so viel rauchen würde, frug ich ungelenkt und sofort war mir die Frage und die Formulierung peinlich. So was Profanes. Er aber wurde ein wenig munter, nickte fröhlich und sagte listig: „Ja, ich bin jetzt 66. ich rauche, seitdem ich 15 bin. Mein Arzt hat mir gesagt, wenn ich aufhören würde, würde das mein Körper nicht überleben. Klasse, was“. Er grinste einmal dieses Buchholz Grinsen um dann wieder mit seinem pendelten Kopf zu kämpfen. Während des Gespräches fiel mir auf, das er zyklisch munter wurde. Kaum war die Zigarette an, und die ersten zwei Züge in der Lunge, lebte er ein wenig mehr. Der Kopf pendelte weniger, die Stimme wurde fester und schneller und Bewegungen energischer. Gegen Ende der Zigarette war dann alles wieder normal, bis er ca. zwei Minuten später die Nächste anzündete. Auch seinen Augen machten den gleichen, wenn auch abgeschwächt, Zyklus mit. Ohne Zigarette fast tot und leer, mit einem leichten Blitzen und so was wie Freude. Seine einzige Wonne schien nur noch daraus zu bestehen, sich mit Marlboro Lights Leben in seinen Körper zu bringen.

Er sprach dann selbst ein paar Worte über sein Leben und seine Vergangenheit. Dass er immer mit der gleichen Frau zusammen war. Dass er sie nie betrogen hatte, und dass dies wohl daran liegen würde, dass sie sich auch nach der Hochzeit noch siezen würden und keine gemeinsame Wohnung hätten. Dabei wedelte er mit den dünnen Ärmchen in der Luft herum, was ein wenig traurig aussah. Die gestärkten Hemdsärmel schlackerten wild und gaben den Blick fast bis zu Ellenbogen frei und ich erhaschte einen Eindruck davon, wie das ist, wenn man sagen kann, dass die Haut wie Pergament aussieht und man jeden Moment Angst haben muss, dass sie reißt und wie eine alte Schlangenhaut abfällt.

Am Ende des Interviews begleitete er mich zur Tür. Ein Gentleman eben, und der Händedruck war für einen kurzen Moment fest, bevor er seine Hand fast leblos zurückzog. Ich ging ein paar Schritte aus der Tür, die offenblieb, und drehte mich aber noch einmal um. Da stand er dann, wieder in Rauchschwaden gehüllt, die Schultern weit nach vorne gezogen und starrte aus dem Fenster.

Bookmarks vom 07.10.10 bis 12.10.10

Gesammelte Links aus dem Google Reader:

  • Le Monde diplomatique, deutsche Ausgabe, 8.10.10 Der ganze Planet eine Technosphäre – Die Vorstellung, mich auf eine Parkbank setzen zu können und mit einer Handbewegung eine Verbindung ins Netz herbeirufen zu können, wäre noch vor einem Jahrzehnt pure Sciencefiction gewesen. Das Internet stattet uns zunehmend mit quasi magischen Fähigkeiten aus.
  • Aufmarsch im Internet | Technology Review – Der Krieg in Computernetzen galt lange als Science-Fiction. Doch Militäroperationen im Netz sind nicht nur technisch möglich, sondern auch strategisch attraktiv geworden. Das Wettrüsten hat begonnen.
  • Medialer Missbrauch – Kein einziges der gestern auf RTL2 gezeigten Treffen zwischen einer 18-jährigen Schauspielerin, die sich als 13 ausgab, und einem jener Männer, die der Meinung waren, eine 13-Jährige im Chat kennengelernt zu haben, wäre zustande gekommen, wenn nicht eine Frau namens Beate Krafft-Schöning diese Männer im Netz als vermeintlich 13-jähriges Mädchen angelockt hätte
  • Vorratsdaten: Die Angstkampagne des BKA | Digital | ZEIT ONLINE – Ermittler wollen, dass die Vorratsdatenspeicherung wieder gilt. Mit der Union bauen sie an der Drohkulisse der "Schutzlücken". Die es so aber gar nicht gibt.
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