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Bookmarks vom 20.01.15 bis 24.01.15

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  • Gefährdung und Verletzbarkeit moderner Gesellschaften – am Beispiel eines großräumigen und langandauernden Ausfalls der Stromversorgung | TAB – Was passiert wenn mal drei Tage der Strom ausfällt? Nach 24 Stunden bricht das komplette Chaos aus.
  • Datenerfassung im Auto: Spione an Bord – Auto | STERN.DE – Füchterlicher "Daten sind böse" Artikel, den ich hier nur zur eigenen Recherchezwecken ablege. Zum Thema kommt die Tage was von mir auf Mobilegeeks.
  • What do journalists think about the current and future state of PR? – Prezly – Interessante Fragestellung. Ich bin der Meinung, dass klassische PR, also der Aussand von PR-Meldungen, immer weniger wichtig wird. Zum einen, weil die Firmen einen großen Teil der Aufmerksamkeitskampagnen selber steuern, in dem sie schlagkräftige Social Media Teams im eigenen Haus aufbauen. Zum anderen: wo sollen die PR-Artikel erscheinen? Die Redaktionen werden immer kleiner, die Hefte immer dünner. Es gibt ein paar Kollegen, die meinen, dass gerade die ausgedünnten Redaktionen dankbarer für gute Pressetexte sind, die sie dann unterbringen, Ist halt günstiger, als einen Freien zu bezahlen.
    Sehe ich nicht so, native Advertisment ist auch in den Redaktionen angekommen. Man verkauft halt den redaktionellen Platz lieber.
    Klassische PR Firmen müssen umdenken in Richtung langfristiges Content Marketing, was nicht leicht ist. PR wird deutlich komplizierter und bedarf einer viel feineren Steuerung durch die Unternehmen. Da liegt auch ne Chance für PR Firmen
  • Daily Blogs – "Statt auf die Potenziale ihrer Mitarbeiter zu setzen, verstecken sich die Excel-Führungskräfte hinter Berichtsorgien und Kennzahlen-Management."

    Entspricht auch meiner Wahrnehmung der meisten Konzerne. Das Vorgabenprinzip mit Kennzahlen usw. führt am Ende nur dazu, dass Mitarbeiter "Zahlen bolzen" ohne Rücksicht darauf, ob die Zahlen Sinn machen oder dem Unternehmen langfristig überhaupt etwas bringen. OKRs, so wie sie im Sillicon Valley oft eingesetzt werden, sind da schon besser, weil sie eh nicht zu schaffen sind, aber ob das dann wieder motivierend sein kann, ist eine andere Frage.

    Vor ein paar Wochen sprach ich mit ein paar Deloitte Beratern, die unbedingt wissen wollten, wie denn so die Strukturen in einem deutschen Startup seien. Und warum strategische Veränderungen in einem Startup so schnell gehen würde. Kurzgefasst liegt es einfach daran, dass Startups permanent um das Überleben kämpfen müssen auf der anderen Seite haben sie ein größeres Gespür für die Veränderungen auf dem Markt. Was heute noch ok sein kann, hat sich in einem halben Jahr komplett verändert

    Ich pädiere seit einigen Jahren schon dafür, dass sich große Unternehmen Abteilungen zulegen, die wie Startups geführt werden. Das gilt vor allem für Produktentwicklung und Kommunikation. Auch der Stab rund um die Vorstände sollte sich teilweise wie ein Startup aufstellen. Spart am Ende auch hohe Beratungskosten.

  • SearchReSearch: Answer: Where’s the lake… (Part 3 of 3) – Faszinierend was man mittels Suchmaschinen und offen Daten mittlerweile alles so recherchieren kann. In diesem Fall ging es um das Bild eines Sees und die Frage, wo der ist.
  • PR-Blogger – Warum Kundenkommunikation bei der DB Bahn etwas mit Content-Strategie zu tun hat – Sehr schönes Interview mit Svea Rassmus von der DB Bahn über Content Marketing. Man erkennt sehr gut, welchen Weg die Bahn hinter sich gebracht hat und wie klug die Strategie im Konzern gefahren wird. Können sich etliche eine Scheibe abschneiden. Ja, ich meine euch alle, Airlines.
  • 44 Amazing NYC Places That Actually Still Exist – Ich war noch niemals in New York! Keine Ahnung, wie das passieren konnte, an der Westküste war ich ja schon mehrfach und eigentlich sind zumindest die Flüge nach NY dann doch günstiger. Wenn ich mir diese Liste von alten Shops anschaue, muss ich das wirklich mal planen.

Bookmarks vom 15.01.15 bis 19.01.15

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Nischenblogger und die Finanzierung

Chris Harris, schlechthin einer DER Autoblogger/Journalisten der neuen Generation und einer der ganz, ganz wenigen, die in den letzten Jahren Geld damit verdient haben, beklagt, dass er mit seiner Arbeit kein Geld mehr verdienen kann.

„Why is the business of reviewing cars broken? You can point to all manner of factors, most of which I’ll trawl through here at some point, but the fundamental issue is that making money from the process has become too difficult for most. It’s a classic case of a conventional business (print) being decimated by something new (the web) underscored by one uncomfortable bleak structural issue, that the old way of doing things (paper) still often generates more money than the new way (internet).“

ich sage ja immer (auch etwas genervt von den Problemen), dass das gesamte System Journalismus/Finanzierung seit ein paar Jahren im Umbruch steckt und sich die neuen Strukturen auch noch ein paar Jahre Zeit lassen werden. Vielleicht auch nie finden werden. Mit reinem Content ist im deutschsprachigen Automobilbereich und auch im Motorsportsektor, egal wie spezialisiert man ist, kaum Geld zu verdienen. Es ist eben kein „Lifestyle“ und keine „Mode“, wo die Strukturen anders sind. Selbst mit Reiseblogs lässt sich mehr Geld verdienen.

In Deutschland hängt das mit der Reichweite zusammen. Auch wenn man, wie das Racingblog, die monatliche Reichweite eines gut laufenden Printmagazins hat – Werbekunden lassen sich so gut wie nicht finden. Bei 90% der Blog-Kollegen sieht es ebenso aus, wie bei mir. Es reicht nicht und es besteht eine maximale Unsicherheit über zukünftige Einnahmequellen.

Auf dem Markt gilt bekanntermaßen Angebot und Nachfrage und damit verbunden auch die Frage, was man als Anbieter einem Werbekunden oder Sponsor bieten kann. Reichweite ist eine Sache, da kann ich im Racingblog durchaus was bieten. Der Artikel über den Mercedes AMG A45 hat mittlerweile knapp 50.000 Leser erreicht – durchaus nicht schlecht. Ich habe eine homogene Zielgruppe, ich habe eine treue Leserschaft, ich habe wenig Streuverluste. Aber reicht dieses Angebot, um genug erwirtschaften zu können?

Nicht mal für mich selber reicht es, geschweige denn um eine Redaktion zu bezahlen. Um eine kleine Redaktion einrichten zu können, müsste ich circa 100.000 Euro im Jahr verdienen. Angesichts der Situation auf dem Markt ist das völlig undenkbar. Auch nicht per Crowdfunding.

Ein Teil des Problems ist dabei die Autoindustrie selber. Einige Unternehmen haben in den letzten Jahren sehr viel Geld in die Entwicklung der Social Media Kanäle gesteckt und das sehr erfolgreich. Millionenreichweiten bei Instagram oder Pintrest, teilungswütige Fans, die Neuvorstellungen durch alle Kanäle treiben. Warum sollte die Industrie in kleine Reichweiten wie in Blogs Geld stecken? Sie machen das auch schon in dem sie Blogger auf Veranstaltungen einladen. Aber Werbung? Eher nicht.

Die im letzten Jahr aufkommende Welle namens „Content Marketing“ hat daran auch nichts geändert, da die Kosten für eine weitreichende Marketing Aktion im hohen sechsstelligen Bereich liegen. Advertorials quer durch die Blogszene zu buchen hat zwar den Vorteil, dass man eine hohe, langfristige Sichtbarkeit erreicht, aber die meisten Unternehmen scheuen die Investition noch. Was ich durchaus verstehen kann, es lohnt sich nur dann, wenn man bisher selber keine oder kaum Reichweite in den sozialen Medien hat und wenn man wirklich langfristig planen will.

In den letzten Jahren hat es wenig Bewegung auf dem Markt gegeben. Nischenthemen und Nischenblogs haben es genauso schwer sich zu finanzieren, wie 2010. Und eine Änderung ist auf dem Markt nicht zu erwarten. Im Moment bleibt da nur die Möglichkeit seine Webseite als „Hobby“ zu betrachten, wenn man etwas Glück hat, dann kommen die Serverkosten auch wieder rein.

Bookmarks vom 26.11.14 bis 28.12.14

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  • Airlines Want You Miserable and It Serves You Right – Der traurige Zustand der US-Airlines in Sachen Service. Ist hier ja auch nicht mehr anders. Da habe ich ja neulich auch was zu geschrieben. /via wirres.net
  • Verpackungen: Warum werden Bio-Gurken in Plastik verpackt? | Umweltkommissar | Experten-Tipps | Bayern 1 | Radio | BR.de – Sinnlose Verordnungen sind sinnlos.
  • FM4 Davidecks – Urbalized Special: The History of Relax by Frankie Goes To Hollywood – prelistening by davidecks – David Ecks von FM4 über Trevor Horn und sein Meisterwerk "Frankie goes to Hollywood" am Beispiel von "Relax". Das Album "Welcome to the Pleasure Dome" war tatsächlich eine Offenbarung in den frühen 80erJahren. Ich bin mir ziemlich sicher, dass Ecks in seiner Interpretation etwas zu kurz greift, wenn er Horns musikalischen Werdegang nur auf die späten Disco Zeiten zurückführt. Frankie hat viel mehr Anleihen, darunter den Soul der 60er, den fetten Philadelphia-Sound mit seinen Streichern der frühen 70er, Kraftwerk, Glam-Rock und den orchestrierten Sound von Deep Purple. Dazu viel frühe New Wave Sachen wie Joy Division, "The Jam" und auch frühe Depeche Mode. Also viel, was das "Mute" Lable mit den frühen Electronic Body Music Sachen raus brachte.

    FGTH war, wie im Beitrag verdeutlicht wird, eine Idee von Trevor Horn. Von den Ideen der ursprünglichen Band blieb nicht viel übrig. Horn drehte es durch seine Sequencer und schuf dabei, vermutlich für ihn selbst überraschend, den Sound der 80er.

    Ich erinnere mich an das erste Mal, als ich "Relax" hörte. Ich war ein wenig verwundert, aber jetzt nicht überaus angetan. Netter Song, ein wenig "over the top" für meinen damaligen Geschmack. Die 12" Version gefiel mir schon besser, weil sie insgesamt ein wenig komplexer und komponierter erschien, als die 3.30min Radio Version. Sie sprach mich an und berührte mich dann nicht genug, um mich weiter für FGTH zu interessieren. Ja, die "skandalösen"Anspielungen in Sachen Sex, waren natürlich ein Thema, aber musikalisch war dann doch zu wenig Substanz für mich vorhanden. Eine Single macht dann eben noch keinen Sommer.

    "Two Tribes", die zweite Single, die ich dann von FGTH wahrgenommen habe, weckte mein Interesse dann schon mehr. Vor allem mal wieder die 12", die deutlich besser war, als die Single Auskopplung. Ab dem Moment war FGTH dann in meinem Bewusstsein verankert und ich wartete auf die nächste Single.

    Meine Musik besorgte ich mich mir damals entweder bei einem winzigen Laden in Bad Godesberg oder bei einem Plattenladen in Linz, was auf der anderen Rheinseite von Remagen liegt, wo meine Eltern damals wohnten. Der Besitzer des Ladens hatte einen ziemlich guten Geschmack und brachte mich auf einige Musiker, darunter Johnny Guitar Watson, Alan Parson und andere. Als das "Welcome to the Pleasure Dome" Album erschien, zog er mich bei einem Besuch direkt zur Seite und meinte "Das wird dir gefallen". Er stülpte mir einen angeranzten, aber immer noch gut klingenden Kopfhörer von "Pioneer" über die Ohren und legte die erste Seite mit dem Titelstück "Welcome to the Pleasure Dome" auf. Ich hörte die ganze erste Seite durch und war verwirrt. Das Album, und es war ja nur die erste Seite, überforderte mich. Das hatte ich von FGTH nicht erwartet. Es war komplex, quasi ein Konzeptalbum. Was damals nicht ungewöhnlich war. Jede Band, die nicht ganz blöd war, hatte in den 70er Konzeptalben gemacht, Deep Purple, Led Zeppelin, Roxy Music, Kraftwerk, Can, Alan Parson, ELO und sonstige. Selbst frühe Punk-Sachen von den Bollock Brothers gingen in die Richtung, Mike Oldfield hatte mit dem "QE2" Album 1980 durchaus eine Messlatte für die Konzeptalben der 80er Jahre gelegt (Natürlich unübertroffen in Sachen Komplexität war "The Wall" von Pink Floyd).

    Aber "Welcome to the Pleasure Dome" war etwas besonderes. Es war eine Hymne an den Hedonismus der 80er Jahre. Und es war, vor allem durch das kurze, vorgelagerte, völlig überdrehte "The world is my oyster" ein Schlag ins Gesicht der damaligen Popmusik, die sich völlig darauf konzentrierte knackige Popsongs abzuliefern. Die Alben bestanden aus einem meist langweiligen Mix von ein paar Hits und Füllmaterial. Egal, ob man Depeche Mode, Duran Duran oder sonst was hörte. Das erste Album von FGTH, bzw. von Trevor Horn, schmiss einem einfach ein großes "Fuck You" ins Gesicht, was die Erwartungshaltung anging. Dabei war Horn klug genug eine Doppel-LP zu produzieren, die einerseits die Hits beinhaltete, die man erwarten durfte, andererseits eben auch "Welcome to the Pleasure Dome" oder das völlig bescheuerte "Power of Love", das auf Seite 4 auftauchte. Nachdem Horn auf Seite 3 zwei Stücke von Bruce Springsteen (Born to love) und vom "King of Easy Listenting" Burt Bacharach (San Jose) verballhornt hatte, konnte "Power of Love" nicht anderes sein, als eine großes "WTF". Aber ein Schönes, immerhin.

    Das Album alleine war es aber nicht, was FGTH und Trevor Horn für mich zu "der" Band, bzw. dem Produzenten der 80er Jahre gemacht haben. Da waren zum einen die 12", also die "Maxi" Singles, die an Bescheuertheit und Genialität nicht zu übertreffen waren. Horn dekonstruierte, überraschte, verarschte, und verzauberte dabei gleichzeitig den Hörer. Es waren kleine Symphonien der elektronischen Popmusik, an denen sich alle, aber auch wirklich alle, bis heute die Zähne ausbeissen. Wenn man dachte, dass es nicht weiter "over the top" gehen konnte, setzte Horn noch einen oben drauf und man blieb sprachlos zurück.

    Aber "Welcome the Pleasure Dome" ist vielleicht nicht mal das beste Album, dass Trevor Horn jemals produziert hat. "Slave to rhythm" von Grace Jones geht meiner Meinung nach noch ein ganzes Stück weiter. Was auch mit Kunstfigur "Grace Jones" zu tun hat, die damals schlichtweg eine kulturelle Sensation war. Im Grunde genommen besteht das Album nur aus einem Stück: "Slave to rhythm", das Horn einfach in bewährter FGTH Manier in verschiedenen Versionen abgemischt hat und in ein Album gepresst hatte. Eigentlich ein Witz eines Albums, weil man, bis auf eine Ausnahme, nicht anderes zu hören bekommt, als eben verschiedene Versionen des "Slave to rhythm" Stück. Aber dann erzählt mittendrin der Journalist Paul Morley, wie er aus Jones eine Kunstfigur gemacht hat, wie er sie fotografierte, sie in Szene gesetzt hat. Wie er sich in sie verliebte. Ich halte es bis heute für eines der besten Alben der 80er Jahre, jedenfalls was britische Variante der Pop Musik angeht. Es gibt da noch auf deutscher Seite andere Alben wie Kraftwerk "Computerliebe", das Rheingold Album "FAN" oder, etwas früher Grauzone mit ihrem gleichnamigen Debütalbum.

    Aber Trevor Horn hat mit FGTH und "Relax" die Messlatte für perfekten Pop und der klug gemachten und inszenierten Dekonstruktion derartig hoch gelegt, dass sie vermutlich nie wieder erreicht wurde. Derartige Alben, sowohl in ihrer Hörbarkeit, als auch in ihrer Komplexität, hat es dann leider nicht mehr gegeben. Auch weil es sie nicht mehr geben konnte. Es hat Hymnen gegeben, großartige Alben, aber keiner ist mehr soweit gekommen wie damals Trevor Horn, der einfach Pop Musik nahm, sie zerstückelte, etwas komplett Neues daraus machte und gleichzeitig am Ende alles wieder auseinander nahm und was epochales daraus konstruierte.

  • Sweet Hat Bro – YouTube – Patrick Stewart, ein Hut, seine Frau und eine Videokamera
  • Goshawk high-speed flight through woodland – YouTube – Faszinierende Bilder eines Falken, der durch einen dichten Wald fliegt.
  • The Ultimate Parisian Guide To Paris – Ich muss dringend mal wieder nach Paris.
  • So kommt der Bezirk zu … – Prenzlauer Berg Nachrichten – Die PNB rechnet (in Gifs!) mal vor, wie der Bezirk Prenzlauer Berg zu seinem Budget kommt. Und dass das Budget sage und schreibe 800 Millionen Euro beträgt, hätte ich auch nicht gedacht.

Bookmarks vom 03.11.14 bis 21.11.14

Das Postalicious Plugin zickt rum und postet seit einiger Zeit nicht mehr automatisch. Daher hier ein paar alte Bookmarks. Muss mal sehen, ob ich das per IFTTT besser lösen kann.

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  • Parken und Zahlen – Prenzlauer Berg Nachrichten – Juliane Wiedemeier hat mal in einer sehr schönen Infografik zusammengefasst, was der Bezirk Pankow nach Einführung der Parkraumbewirtschaftung daran verdient. Ich hab ja nun kein Auto mehr, aber ich kann der Parkraumbewirtschaftung (nerviges Wort) nicht so viel abgewinnen. Schon gar nicht, wenn die Mitarbeiter des Ordnungsamtes in Kolonnen durch den Bezirk wandern. Und zwar von 8 bis 23 Uhr. Es mag ja sein, dass es notwendig ist, damit man die Kosten für die teuren Parkautomaten wieder reinbekommt, aber die Kontrollen und die massive Präsenz der uniformierten Kontrolleure hinterlassen bei mir ein unbestimmtes und irgendwie schales Gefühl. Zu mal sich gefühlt die Situation für die hier lebenden Autobesitzer auch nicht verändert hat. Mehr Parkplätze gibt es ja nicht. Auf der anderen Seite bin ich eh der Meinung, dass sich alle Gedanken darüber machen sollten, ob der Besitz eines eigenes Autos in Berlin wirklich nötig ist.
  • 510 Systems: Street-View- und Roboterauto-Technik von Google zugekauft – Golem.de – Der Artikel bezieht sich zwar nur auf das selbstfahrende Google Auto, aber beschreibt im Grunde das Problem vieler Entwicklerfirmen. So haben in Deutschland zum Beispiel Continental, Bosch und ZF ebenfalls Technologien entwickelt, die in verschiedenen Fahrzeugen stecken. Dabei kaufen die Hersteller aber die Lizenzen offenbar so auf, dass die eigentlichen Entwickler mit keinem Wort erwähnt werden müssen. Zur Entlastung der Hersteller muss man allerdings auch erwähnen, dass sie oft eine Basistechnologie kaufen, den Rest aber dann für das eigene Fahrzeug weiterentwickeln oder zumindest anpassen. Das gilt für die deutschen Premiumhersteller. Bei Herstellern aus Frankreich oder Italien dürfte das völlig anders aussehen.
  • «Ekstase gehört zum Menschen» – Die Kontrolle hat sich zu uns verlagert, wir haben die Disziplinierung verinnerlicht, die einst die Kirche ausübte. Das neue Gebot lautet: Du bist selbst verantwortlich für dein Leben, und du hast alle Möglichkeiten – wenn du die nicht wahrnimmst, nicht an deiner Optimierung arbeitest, bist du selber schuld. Ein sehr calvinistischer Ansatz.
  • Die totale Toleranz: Frankie goes to Scheiterhaufen – Stützen der Gesellschaft – Und dann singt er auch noch „Hit me with those laser beams“. Gewaltphantasien und Stromverschwendung. Schnell, da muss eine EU-Richtlinie her. Wenigstens Energiesparlaserbeams und Krawatten ohne Naturseide.
  • Bahn-Streik: Der Lokführer-Arbeitskampf ist ein Geschenk – SPIEGEL ONLINE – Wenn Manager "Personal abbauen", nehmen wir es hin. Wenn die Abhängigen für ihre Interessen kämpfen, herrscht Empörung. Der Bahnstreik ist kein Skandal – sondern ein Geschenk. Er erinnert uns an die Macht der Arbeitnehmer.
  • Bahnstreik – Ich bin ein GDL-Versteher! | NachDenkSeiten – Die kritische Website – Durch einen 2007 unterzeichneten Grundlagentarifvertrag darf die GDL bei der Bahn nur für die Lokomotivführer Tarifverträge aushandeln. Doch dieser Grundlagentarifvertrag ist im Juni dieses Jahres ausgelaufen und die GDL beansprucht nun das Recht, für das gesamte Fahrpersonal Tarifverträge auszuhandeln. Zum Fahrpersonal gehören neben den Lokführern auch Zugbegleiter, Bordgastronomen, Disponenten, Rangierführer und Ausbilder. Die GDL streikt also auch, um eben keine Rosinenpickerei für eine „Funktionselite“ zu betreiben, sondern um möglichst vielen Mitarbeitern Vorteile durch die Schlagkraft der Lokführer zu veschaffen.
  • The Guardian’s Dark Social Traffic Problem – Business Insider – The Atlantic first identified "dark social" traffic back in 2012 to describe traffic coming messaging apps that had been stripped of referrer data because messaging and email use the secure "HTTPS" system rather than the open "HTTP" system used by web pages.
    Dark traffic is vexing because web publishers like to be able to offer their advertisers solid data on the quality of their readers. And editors like to know which types of readers are enthusiastic about their stories.
  • Peter Glaser: Essay zur Entwicklung des Onlinejournalismus – SPIEGEL ONLINE – Hier im Online-Universum wird auch der Journalismus heimgesucht von etwas, das die einen für eine fundamentale Neuordnung halten, andere für eine Katastrophe. Die altgedienten Moleküle, zu denen Kulturprodukte zuvor verbunden waren, zerfallen in Folge der Digitalisierung wieder in ihre Atome (und wollen nichts heftiger, als sich neuerlich zu Molekülen verbinden). Das Musikalbum ist atomisiert zu einzelnen Tracks, Filme zerfallen zu YouTube-Clips und auch die Weltordnung der Zeitung löst sich auf in einzelne Artikel, die als kybernetische Konfetti durch die Weilchenbeschleuniger im Netz sausen

Bookmarks vom 28.10.14 bis 03.11.14

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  • Putin ? Die Waldai-Rede — der Freitag – "Im Grunde wurde die folgende Formel angeboten: je ausgeprägter die Loyalität zum einzigen Machtzentrum der Welt, desto höher die Legitimität der einen oder anderen Regierung."

    Sagt ausgerechnet Putin in einer Rede. Also jener Putin, der seit Jahren ganze Teile von Georgien besetzt hält. Und der gerade in der Ukraine und auf der Krim gezeigt hat, was er von Selbstbestimmung usw. hält. Aber ein paar Punkte macht er schon, die zumindest ganz lesenswert sind.

  • How copyright law gives Amazon too much power over the book industry – Vox – So in 1998 they got Congress to pass the Digital Millennium Copyright Act, which made it a federal crime to unscramble encrypted content without the permission of copyright holders.

    And while the law was passed at the behest of content creators, it also gave a lot of power to platform owners. If you buy a movie on iTunes, you're effectively forced to continue buying Apple devices if you want to keep watching the movie. Tools to transfer copy-protected movies you've purchased from iTunes onto another platform exist, but they're illegal and, accordingly, not very user-friendly.

  • Ach Tegel, Lieblingsflughafen! | lampes lebendig mediale gemengelage – Für mich ist Tegel mein absoluter Lieblingsflughafen. Er ist ein architektonisches Meisterwerk und er ist und bleibt der Flughafen mit den kürzesten Wegen. Ankommen, maximal 5min gehen, schon ist man am Gate. 1 Minute später durch die Sicherheitskontrolle und Minuten später am Flieger. Landet man mit Handgepäck ist man nach drei Minuten draussen. Wo sonst auf dieser Welt, erst recht in einer Hauptstadt, ist das möglich?
  • Presse: Erst schrumpft das Hirn, dann der Umsatz, dann wieder das Hirn | Tichys Einblick – Was eben Controller nicht kapieren: Journalisten schreiben für einen Titel, den sie lieben, hassen, inhalieren; meist stehen sie damit auf und gehen damit schlafen. In Gemeinschaftsredaktionen dagegen zerrinnt diese Identifikation; das Besondere wird  weggehobelt, der Geist des Blattes geht vor die Hunde. Die Leser merken es, und wenden sich mit Grauen ab.
  • Catcalling video: Hollaback’s look at street harassment in NYC edited out the white guys. – But the video also unintentionally makes another point, that harassers are mostly black and Latino, and hanging out on the streets in midday in clothes that suggest they are not on their lunch break. As Roxane Gay tweeted, “The racial politics of the video are fucked up. Like, she didn’t walk through any white neighborhoods?”
  • BRD: Es war einmal ein kleines Land | ZEIT ONLINE – Es gibt ein Land, das die Politikerin Sahra Wagenknecht arg vermisst. Man kann es in ihren Büchern nachlesen, man kann es in ihren Reden heraushören. Ein Land, in dem Post und Bahn, Wasser und Strom verstaatlicht sind. Ein Land, das seinen Sozialstaat hegt und pflegt. Ein Land, in dem die Mieten erschwinglich und die Preise stabil sind. Ein Land, in dem es kaum Arbeitslose gibt. Ein Land, das sich aus militärischen Konflikten wie humanitären Missionen raushält. Ein Land, das keine zentrale Rolle in Europa spielen will.

Bookmarks vom 21.10.14 bis 26.10.14

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  • The Police Are Still Out of Control – Frank Serpico – POLITICO Magazine – And today the Blue Wall of Silence endures in towns and cities across America. Whistleblowers in police departments — or as I like to call them, “lamp lighters,” after Paul Revere — are still turned into permanent pariahs. The complaint I continue to hear is that when they try to bring injustice to light they are told by government officials: “We can’t afford a scandal; it would undermine public confidence in our police.” That confidence, I dare say, is already seriously undermined.
  • Yosemite HD II on Vimeo – A 200+ mile backpacking experience through Yosemite National Park captured by Colin Delehanty and Sheldon Neill. This project was filmed over the course of 10 months. We spent a combined 45 days in the park capturing the images in this video.
  • feminismus als selbstinszenierung | Medienelite – Eine inszenierung einer politisch korrekten identität, die getrieben ist von ständiger selbstoptimierung bei permanenter larmoyanz. eigentlich steht das eigene leid 90% der zeit im vordergrund, aber um diese selbstzentrierung zu kaschieren, werden zwischendrin random links und texte umhergeschickt und reflektierte gedanken formuliert, die von anderen beflissentlich gefavt und RT werden. diskriminierend sind immer nur die anderen und eigene privilegien finden tarnung hinter einer rhetorik, die kritik abprallen lässt.
  • How Caterham F1 collapsed | Racecar Engineering – But things had developed in England, Romulus Kolles and the other director of CSL had resigned and the new sole owner of CSL, a company with debts in the millions of pounds and up to 200 employees was a man called Constanti Cojocaru, he had been the factory cleaner.
  • Herzleiden | Das Nuf Advanced – Der Assistenzarzt wurde ein Stück nach vorne geschubst. In übertrieben beiläufigem Tonfall sagte er: “In ihrem Fall: Sie dürfen sechs Wochen keinen Sex haben.” Schweigen. Der zweite Arzt dann: “Und danach nur normalen.” Alle stehen unschlüssig rum und ich frage mich, ob ich nochmal nachfrage, was genau normaler Sex ist und was dann gegebenenfalls unnormaler Sex wäre, den ich ja nicht haben dürfte.
  • Eine verhängnisvolle Nacht: Der mysteriöse Tod des 19-jährigen Jens Henrik Bleck | GA-Bonn – Bedrückende und minutiös erzählte Geschichte über den Tod eines 19-jährigen in Bonn.