So ja ja nun auch nicht

Warum der Demokratie Polarisierung (manchmal) gut tut

Man kann jammern, man kann schimpfen oder den Untergang des Abendlandes herbeirufen – es wird nichts ändern. Die AfD bleibt ein neues politisches Phänomen, dass in allen Bevölkerungsschichten Wähler findet. Und das nicht zu knapp. Überraschend ist das meiner Meinung nach nicht besonders. Dass es in Deutschland, wie in jedem anderen Land, ein Ultra-Rechts-Konservatives Lager gibt, das im hohen einstelligen Prozentbereich anzusiedeln ist, hat man ja schon öfter gesehen. In den 80ern mit den „Republikaner“ in Berlin und Baden-Württemberg, später dann mit der Schill-Partei in Hamburg. Dass keine der rechts-konservativen Parteien am Ende dauerhaft reüssieren konnte, lag vermutlich einerseits an den Zeitumständen (Wende 1989) oder schlichtweg daran, dass sich nach der Wahl die gewählten Vertreter als größenwahnsinnig herausstellten (Schill, hätte man aber auch vorher wissen können)

Die AfD ist aber was anderes. Sie ist weder die Partei einiger älterer Herren, denen die CSU nicht katholisch genug ist, noch ist sie aus den Kokain-verseuchten Allmachtsphantasien einiger Juristen entstanden. Sie polarisiert, sie ist populistisch und spielt offen mit rechtsradikalem Gedankengut. Nichts, was man jetzt zwingen wählen müsste, aber irgendjemand macht es scheinbar doch. In meinem winzigen, eher links-bürgerlichen Wahlbezirk, in dem knapp 800 Stimmen abgegeben wurden, fanden sich immerhin 50 Wähler, die bereit waren bei der AfD ihr Kreuz zu machen.

Über die Gründe des Erfolgs der AfD kann man lange sinnieren. Einerseits scheinen ihre Taktik, teils irrationale Ängste zu verbreiten, wie so oft ja auch in anderen Ländern (Trump, Brexit) einigermaßen aufzugehen, andererseits ist die Simplifizierung von Politik etwas, was vielen Menschen zupass kommt. Weg mit dem ganzen Globalisierungs-Quatsch, mit den offenen Grenzen. Fink zu Fink und Spatz zu Spatz, her mit der D-Mark, früher war doch alles besser und schöner und da wollen wir wieder hin. Verklärung galore, aber so etwas kommt ja immer wieder gut an.

Generell kann man sich da natürlich die Frage stellen, ob die geistigen Brandstifter des neuen, vor allem national geprägten, Rechtskonservatismus, noch alle Latten am Zaun haben. Die „Heile Welt“ BRD der 80er Jahre (die so super jetzt auch nicht waren, ich war dabei) wird sich nicht reaktivieren lassen, noch möchte irgendjemand den Muff der 80er Jahre wieder zurück. Geschweige denn die drohende Gefahr eines Atomkrieges.

Natürlich macht die AfD mehr, als nur zu polarisieren. Wer schon mit dem Begriff „völkisch“ rumspielt, kann nicht mehr alle Tassen im Schrank haben. Genauso gut kann man plötzlich versuchen, das Wort „Holocaust“ positiv besetzen zu wollen. Auf der anderen Seite finden sich auch bei der CSU in letzter Zeit einige Personen, die das Wort „völkisch“ zwar nicht aussprechen, aber es doch irgendwie meinen. Ganz allein steht die AfD da also nicht, immerhin suchte die Tage das Zentralkomitee der deutschen Katholiken verzweifelt das „Christlich“ in den Buchstaben der CSU.

Nebenbei: ich halte es im übrigen auch für grundsätzlich falsch, die AfD als neue „NSDAP“ zu bezeichnen und permanent die Nazi-Keule zu schwingen. Es entwertet den Begriff „Nationalsozialismus“ und alle Taten, die im Namen der Nazis begangen wurden. Die meisten Menschen haben (erstaunlicherweise) sowieso kaum eine Ahnung, was im Nationalsozialismus passiert ist. Irgendwas mit Hitler, Krieg und Juden. Die AfD mit dem Nationalsozialismus gleichzusetzen bedeutet auch zu sagen „Wenn die AfD Nationalsozialismus ist, dann kann es nicht so schlimm gewesen sein.“ Was nicht bedeutet, dass sich die AfD nicht sprachlich auf dem Niveau von Julius Streicher bewegen kann und es manchmal auch tut. Aber drölfzigste Hitler-Vergleich wertet die AfD irgendwann nicht mehr ab, sondern gibt dem Nationalsozialismus den Anstrich der Normalität.

Davon abgesehen würden die meisten AfD-Wähler das Signet „Nazi“ empört von sich weisen. Sie würden sich als „konservativ“ bezeichnen, oder als Wähler, die mit den „Mitte-Mitte“ Politik der etablierten Parteien nichts mehr anzufangen wissen. Das sind nicht mal „Denkzettel“ Wähler, sondern tatsächlich Wähler, die eine neue politische Heimat suchen, in der sie sich und ihr Weltbild verstanden fühlen.

So dumpf und langweilig die AfD ist, ich denke auf der anderen Seite durchaus auch eine Chance bietet. Weil sie dazu zwingt, sich zu positionieren. Sie zwingt die CDU in eine Krise, weil die sich entscheiden muss zwischen ihren Wählern am rechten Rand und jenen in der Mitte. Wenn die CDU sich wieder weg aus der Mitte bewegt, muss sich die SPD zwangsläufig auch bewegen, da sie sich gegen die CDU positionieren sollte. Die Linke profitiert, zumindest bei der Wahl in Berlin, die Grünen ebenso, wo sich in den letzten Jahren scheinbar die links-konservativen Wähler versammeln.

Wenn Politik in den letzten Jahren vor allem daraus bestanden hat, möglichst keine Stellung beziehen, oder nur dann, wenn es absolut notwendig war, so könnte sich das jetzt ändern. Weil die AfD eben polarisiert, muss man ihr etwas entgegensetzen. Einerseits an Argumenten, andererseits an Politik. Es führt (hoffentlich) auch dazu, dass man sich selber wieder mehr mit Politik auseinandersetzt. Dass zu einer Mobilisierung einerseits des Mitte-Links Lagers kommt, andererseits aber auch im konservativen Lager, die sich die Deutungshoheit des Begriffs „Konservatismus“ nicht entreißen lassen wollen. Man kann ja durchaus konservativ-humanistisch geprägt sein und an den Liberalismus glauben ohne gleich ein revanchistisches Arschloch zu sein.

Die AfD ist nicht der Untergang der offenen deutschen Wertekultur. Aber sie ist eine Warnung, dass der politische Diskurs wieder neu gepflegt werden muss und dass man seine eigenen Überzeugungen stärker auch öffentlich vertreten sollte. Sie ist auch ein Aufruf an alle, sich stärker in der Politik zu engagieren. Denn nur so kann die Demokratie am Ende auch überleben, nur so bleibt sie stark, um sich gegen Angriffe wie die der AfD erfolgreich zu wehren.

The Horror mit Presseseiten

Ich habe heute aus Gründen so 50 bis 60 Medien/Presse Webseiten und Microsites von diversen Unternehmen abgesurft. Da waren große, internationale Unternehmen ebenso dabei wie mittelständische Firmen aus Deutschland. Was ich in rund 65% aller Fälle gesehen habe, hat mich ein bisschen weinen lassen. Rund 10% versteckten ihre Seite hinter einem Login. Man muss sich registrieren, freigeschaltet wird der Zugang dann per Hand. Dauert also schon mal, bis man an die Infos kommt. Warum das Unternehmen heute noch machen ist mir ein Rätsel. Was soll das? Angst, dass jemand die Pressemitteilung klaut? Oder aus Versehen das Bild eines Produktes über Facebook gestreut wird? Wie kann ein Unternehmen heute, in dem im Grunde genommen jeder ein Sender ist, noch so agieren? Ein britisches Automobilunternehmen verwies zusätzlich auf einen privaten Anbieter, bei dem man die Pressemitteilung zwar lesen kann, wenn man Bilder haben will, muss man sich aber auch registrieren.

Bei mindestens 40% aller Seiten gab es zwar Pressemitteilungen und Bilder ohne Registrierung, einen Ansprechpartner und Kontaktdaten suchte man aber vergebens. Ein paar hatten eine allgemeine Adresse (press@….) angegeben, ein paar hatten ein Webformular für den Kontakt. Andere hatten auch einfach gar nichts.

Wenn überhaupt Social Media Aktiväten bei den Unternehmen vorhanden waren, so waren sie im Pressebereich entweder nicht verlinkt, oder nur verschämt mit einem winzigen Facebook, Twitter usw. Logo sichtbar. Nur zwei Firmen hatten einen Newsroom mit allen Feeds eingerichtet. Bei beiden wurden keine Ansprechpartner genannt und Kontaktdaten gab es auch nicht. Bewegtbildmaterial gab es nur, wenn das Unternehmen einen YouTube Kanal hatte. Und selbst wenn es in gab, war er sehr oft einfach nicht verlinkt. Videomaterial zum Download? Da kann man länger suchen, als nach den Kontaktadressen.

Immerhin hielten es dann halt rund 35% der Unternehmen einigermaßen übersichtlich. Name, Arbeitsfeld, Telefon, Mail, Links zu Bildern oder PMs. Nicht schön, aber immerhin besser, als die anderen. So kann man wenigstens nachfragen und verliert nicht viel Zeit, bzw. muss sich über Zentralnummern zu jemanden durchstellen lassen, der einen dann weiterleitet oder gerade im Meeting ist usw.

Dabei sind klassische Journalisten ja schon lange nicht mehr ausschließlich die Menschen, die Produkte, Neuheiten und das Branding einer Firma durch die Medien treiben. Nach 20 Jahren Internet sollte sich das eigentlich langsam rumgesprochen haben. Tatsächlich werden ganze Kanäle einfach komplett ignoriert. Multiplikatoren, die einen reichweitenstarken Kanal auf Instagram, Pintrest oder You Tube haben werden überhaupt nicht bedient.

Wenn man bedenkt, dass Medienarbeit halt heute crossmedial ist, dass es auf den „Push“ und nicht auf den „Pull“ ankommt und das gerade Bilder und Videos das Transportmittel für PR sind, dann sehen fast 100% aller von mir quer durch alle Branchen angesurften Presseseiten aus wie aus den 90er Jahren. Zumindest wird einem dabei klar, wie die internen PR-Strukturen in vielen Unternehmen aussehen. Verknöchert. Rheumatisch. Langsam.

2013

Beste Entscheidung: Einfach weiter zu machen. Sich nicht unterkriegen zu lassen. Nach vorne schauen.
Schlechteste Entscheidung: Zu wenig Sport gemacht.

Beste Anschaffung: Das Lumia 920. Ich habe es keine Sekunde bereut Android verlassen zu haben. Fantastische Kamera, gutes Handling, sehr guter Akku.
Dämlichste Anschaffung: Wieder mal keine gemacht. Das wird langsam zur Routine hier.

Schönster Absturz: Gleich zwei davon. Einer in der ersten Januarwoche in der MaggieF, ein anderer Mitte September, der durch sämtliche Kneipen Neuköllns führte.
Schlimmster Absturz: Keinen gehabt.

Bestes Getränk: Horses Neck
Ekelerregendes Getränk: Mal wieder warme, abgestandene Cola im Auto.

Bestes Essen: Schwer, vor allem in Sachen Restaurants. Hängen geblieben sind aber zwei Burger. Einer im Nalu, der meinen leichten Kater beseitigte, einer in den USA im November im „Counter“. Ein Laden, in dem man sich seinen Burger selber zusammenstellen kann.
Schlimmstes Essen: Diverse Essen in diversen Flugzeugen. Und diese Pasta, die ich mir mal bestellt hatte, weil ich krank rum lag. Sie bestand eigentlich nur als Nudeln, ein paar Tomaten und Gemüse. Mir war nicht klar, dass man da so viel falsch machen kann. Aber kann die Nudeln nicht durchkochen, das Gemüse anbrennen lassen und das alles mit widerlichen Analogkäse überbacken.

Beste Musik: Laut Spotify und meiner Playlist: Junip. Und überhaupt alles vom Schweden José González. Dieses Jahr auch wieder viel Elektro gehört, bestes Album hier: Jon Hopkins – Immunity. Sehr oft gehört davon dann dieses Stück.
Schlimmstes Gejaule: Wenn ich dieses „This girl is on fire“ Gejammere noch einmal hören muss, übernehme ich keine Verantwortung für die darauf folgenden Taten.

Eigene, schönste musikalische Wiederentdeckung: Laibach
Peinlichster musikalischer Faux-Pas: M.I.A.

Beste Idee/Frage: „Ich hab den Platz in Le Mans für Dich“ <3 für A. Dämlichste Idee/Frage: Dieeeessse Flascheee Weein drinke ich noch

Beste Lektüre: Egon Erwin Kisch – Aus dem Café Grössenwahn. Wunderschöne, stilistisch einmalige Kurzgeschichten aus dem Berlin der 20er Jahre.
Langweiligste Lektüre: Der „Stern“. Bekommt man ja im Flugzeug in die Hand gedrückt und ich habe mehrfach festggestellt, dass der „Stern“ nicht mal für einen Flug von München nach Berlin reicht. 20 Minuten vor der Landung ist man damit durch. Und dann hat man auch schon die langweiligen Sachen gelesen.

Bester, dreckigster, geilster Sex: Mit anderen.
Langweiligster Sex: Mit mir alleine

Zugenommen oder abgenommen?
Knapp 10 Kilo im Frühjahr abgenommen, davon 6 Kilo wieder drauf gehauen, dann wieder 2 weg gesportet.

Haare länger oder kürzer?
Alles wie immer. Dafür so lange mit der Bartlänge experimentiert, bis ich wie der Weihnachtsmann aussah.

Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
Weitsichtiger. Viel weitsichtiger. Ist aber auch nicht immer schön.

Mehr ausgegeben oder weniger?
Da es dieses Jahr aus diversen Gründen finanziell eng war, deutlich weniger ausgegeben.

Der hirnrissigste Plan?
Keine Zeit für dumme Pläne.

Die gefährlichste Unternehmung?
Immer schön vorsichtig geblieben.

Der beste Sex?
Durchaus gehabt.

Die teuerste Anschaffung?
Das Nokia 920.

Das leckerste selbst gemachte Essen?
Nicht soooo viel rumprobiert dieses Jahr. Aber meine Currys haben mich immer wieder begeistert.

Das beeindruckenste Buch?
Arbeit & Struktur von Wolfgang Herrndorf

Der ergreifendste Film?
Ergreifend… na ja. Aber sehr nett war „Way, way back„. Erstaunlich toll: Cloud Atlas.

Die beste CD?
Keine einzige physische CD gekauft. Aber eine DVD. „Senna“ in diesem Fall.

Das schönste Konzert?
Einer Geige zu lauschen, deren Musik aus meinem Schlafzimmer klang, während ich gekocht habe.

Die meiste Zeit verbracht mit…?
Karla und Momo.

Die schönste Zeit verbracht…?
Ich hatte zwei wirklich herausragende Momente. Der eine Mitte Juni beim 24H Rennen in Le Mans. Da habe ich hier was zu geschrieben. Den zweiten, als ich im Juli in Kanada an einem See vor einem absurd schönen Haus am Strand saß und einen Burger gegessen habe.

Vorherrschendes Gefühl 2013?
„Alter!“ und „Hallo? Was geht denn hier ab?“ und „Noch jemand, der mich enttäuschen möchte, ich hätte gerade Happy Hour“.

2013 zum ersten Mal getan?
In Le Mans, Budapest, Interlaken und Toronto gewesen.

2013 nach langer Zeit wieder getan?
Um einen Menschen getrauert. Auf einer Beerdigung gewesen.

Drei Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?
Zweimal enttäuscht zu werden.
Mein Kontostand.

Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
Das es klappt.

2013 war mit 1 Wort … ?
Annus horribilis mit ein paar Highlights.

2012
2011,
2010,
2009,
2008,
2007,
2006,
2005,
2004,
2003,
2002

Nie wieder HTC

Zugegeben, taufrisch ist das Smartphone nicht mehr. Es wurde im Mai 2011 in Deutschland veröffentlicht, im August 2011 habe ich dann gekauft. Kostenpunkt damals: 479 Euro. Ich behandle das Ding relativ normal. Bin ich unterwegs, steckt es in der Hosentasche oder in einem Fach im Rucksack. Da ich von zu Hause aus arbeite, liegt es eher die meiste Zeit rum.

Nach zwei Jahren ist das HTC fast unbrauchbar. Es will einfach nicht mehr. Jeder Transistor schreit mir „Lass mich in Ruhe“ entgegen. Trotz mehrfachen komplett Reset und Wipe-Out. Die Liste der Mängel ist mittlerweile sehr, sehr lang.

Nur zur Info: Ich habe an dem Gerät oder der Software nichts verändert. Es laufen keine inoffiziellen Apps. Es sind überhaupt nur wenige Apps installiert. 22 um genau zu sein. Alles auf dem Gerät ist, so wie es HTC ausgeliefert hat. Selbst die SMS-App ist nicht verändert.

Und das ist die Mängelliste.

– Das Telefon klingelt nicht mehr
Klingelton ist aus der voreingestellten Liste von HTC übernommen. Aber manchmal mag es einfach nicht klingeln. Auch der Vibrationsalarm mag dann nicht. Vielleicht ist es ein verstecktes HTC-Feature, vielleicht hat man sich gedacht: „Die Leute reden eh zu viel“. Man weiß es nicht. Aber ich bin bisher immer davon ausgegangen, dass das die mobile Telefoniefunktion der zentrale Vorteil eines Smartphones ist.

– Das Telefon klingelt, aber es entsperrt sich nicht
Da habe ich mich besonders gefreut. Endlich höre ich einen Anruf, aber dann lässt mich das Gerät nicht telefonieren. Da kann man noch so oft auf „Annehmen“ drücken. Irgendwann ist der Anruf dann halt weg.

– Das Telefon klingelt, ich kann abheben, aber der Anruf wird beendet
Gut, kann auch an O2 liegen. Aber ich habe da so meine Zweifel.

– Es hängt sich auf
Auch das passiert den neusten Smartphones. Das ist nicht schlimm. Dann startet das Telefon von alleine neu und man wundert sich nur, dass man den PIN eingeben muss. Das HTC Sensation hingegen hängt sich gerne auch mal einfach so auf. Nur es startet dann nicht neu. Still und leise liegt es da, stundenlang, weil man ja nicht dauernd aufs Handy schaut, und ist mehr oder weniger tot. Das macht es gerne über Nacht, wenn es so rum liegt. Um es wieder zum Leben zu erwecken, muss man den Akku rausnehmen.

– Ach ja, der Akku
Die Leistung war nach knapp einem Jahr auf 60 % runter. Eigentlich hätte ich einen eigenen Stromgenerator auf einem Bollerwagen hinter mir herschleppen müssen. Ein neuer Akku war dann die bessere Lösung. Positiv sei vermerkt, dass man den Akku immerhin auswechseln kann, nicht wahr HTC One.

– Kamera
Die Kamera hatte nach dem Zurücksetzen auf Werkseinstellungen zunächst die Angewohntheit, dass ein Foto das Handy zum Absturz brachte. Das war sehr, sehr lustig. Hat sich merkwürdigerweise nach einem erneuten Reset erledigt. Jetzt bleibt sie nur noch alle paar Wochen mal hängen.

– Kamera 2
Nach einem halben Jahr dachte ich: Oh, ich habe ein unentdecktes Tier fotografiert. Oder ein UFO. War aber nur Staub auf dem Sensor der Kamera. Das sind mittlerweile ganz schön viele unentdeckte Tiere, die ich jedes Mal fotografiere.

– Lautstärkeregler
Der fiel mir vor ein paar Wochen einfach entgegen. Das ist natürlich etwas doof, weil man ohne das Plastikdings die Lautstärke nur schwerlich regulieren kann. Immerhin habe ich es geschafft, das Dings mit Panzerband irgendwie festzukleben. Funktioniert sogar noch zwischen den Lautstärken „Echt laut“ und „Hörschaden“.

– Updates
Ach ja. Das letzte große Update, das HTC an seine User geschickt hat, war Android 4.0.1. Dann kam noch mal 4.0.3. Das war es. Zu weiteren Updates hat HTC gesagt „Hamwa nich, kommt auch nich mehr rein“. Wie viele andere User darf ich also mit einem Smartphone rumlaufen, dem die letzten zwei Android-Updates fehlen. Dabei geht es gar nicht um neue Funktionen, sondern um die Sicherheit, denn mit jedem Update werden Sicherheitslöcher gefixt. Also für alle, die sie nicht für ein HTC-Gerät entschieden haben.

– Updates 2
Die fehlenden Updates machen sich auch so langsam bei den Apps bemerkbar. Richtig lustig ist das bei Instagram im Zusammenhang mit der spinnenden Kamera. Entweder stürzt die App bei der Aufnahme des Fotos ab, oder wenn der Filter hinzugefügt wird. Dabei wird dann ein kompletter Neustart des Gerätes ausgelöst, der ca. 5 Minuten dauert.

– Browser
Der interne Browser hat eine Startzeit, über die mich Nokia N70 Besitzer auslachen. Das gilt auch für Opera und Chrome, die, wenn sie schlecht gelaunt sind, das Gerät komplett einfrieren. Einziger Browser der geht ist Firefox, wenn man etwas Geduld mitbringt und einen der Soft-Reset des gesamten Handys nach Beenden des Browsers nicht stört.

– SMS schreiben. Überhaupt schreiben.
In meiner Vermessenheit habe ich mal gedacht, ich könnte Swype installieren. Ja, das kann ich, aber dann startet das Keyboard nur, wenn es will. Das eingebaute Keyboard startet dafür immer. Nachteil: Es reagiert auch gerne einfach mal nicht. Man muss dann das Telefon ausschalten und wieder anmachen. Dann geht es. Vielleicht.

-Allgemeine Performance
Ich sag mal so. Ich hab das Display jetzt so eingestellt, dass es erst nach 60 Sekunden ausgeht. Dann reicht die Zeit gerade so, dass die meisten Apps starten können.

Update 09.05.2013: Gestern dann die nächste lustige Meldung. Das Telefon vermeldete, dass es nicht aufladen mag, weil es mehr Strom verbrauchen verbraucht, als es geliefert bekommt. Dabei hing es am Ladegerät. Wechsel des Ladegeräts brachte auch keine Änderung, die Ladefunktion ging dann erst wieder, nachdem ich das Gerät neugestartet habe.

Wie gesagt, ich hab schon alles gemacht, um das Telefon zu entlasten. Standard-Skin, Standard-Apps, neuer Akku, neue Speicherkarte. Worauf ich keine Lust habe, ist ein das komplett gesperrte Smartphone mittels einer fünfseitigen Anleitung zu flashen.

Anders ausgedrückt – nach zwei Jahren mittelmäßiger Beanspruchung ist das HTC Sensation relativ teurer Elektroschrott. Man erwartet ja mittlerweile nicht mehr, dass ein Gerät nach zwei Jahren so richtig in Ordnung ist, aber dass es derartig viele Ausfälle hat, ist dann schon unschön.

Die ganzen Fehler sind nicht auf einmal aufgetreten, sondern nach und nach. Los ging es nach knapp sieben Monaten. Aber die Masse der Fehler und eingestellten Funktionalitäten sagt zumindest mir einiges über die Qualitätskontrolle bei HTC. Dazu kommt, dass HTC seine Käufer nach einem knappen Jahr mit einem veralteten Betriebssystem zurücklässt.

Das im übrigen fast zeitgleich erworbene iPad 2 ist komplett frei von Fehlern, selbst der Akku liefert noch eine ordentliche Leistung ab.

Vielleicht bin ich ja konservativ, aber ich dachte, dass ein Gerät in der Preisklasse etwas länger hält, als dieses HTC. Die Erfahrung mit HTC reicht mir. Es war mein letztes Gerät der Firma. Eine schlimmere User-Experience bieten im Moment vermutlich nur US-Fluggesellschaften und das Finanzamt.

Ich block dich

Das kam jetzt etwas überraschend, die Anti-Adblocker Kampagne von Sponline, FAZ, SZ & Co. Verständlich ist sie dennoch, irgendwo muss das Geld für den Online-Journalismus ja herkommen, besonders, nach dem die Quer-Subventionierungen (Print-> Online) auch nicht mehr geht. Online braucht mittlerweile (wenn man es richtig macht) auch nicht viel weniger, als eine Print-Redaktion. Verständlich, dass die Verlage versuchen mittels Solidaritätsaufruf den Leser zu bitten, den Adblocker auszuschalten. (Den Witz, von wegen viele Leser über die Kampagne erst usw. spare ich mir jetzt mal)

Interessant ist es aber doch, weil Portale aufrufen, die nicht gerade reichweitenschwach sind. Klar, noch mehr Auslieferungszahlen bringen noch mehr Geld in Kasse, vielleicht erhöhen sich auch die Klickraten im tausendstel Prozentbereich. Manchmal ist ja wirklich was bei, dass einen interessieren könnte (Targeting scheint ja auch noch eher die Trefferquoten von Esoterik zu haben). Und ja, auch die vermeintlich „Großen“ brauchen Geld und stehen unter dem Druck, den Gewinn zu erhöhen. Deutlich mehr leiden aber kleinere und mittelgroße Portale unter den Adblockern. Ich kenne mich da aus, drüben auf dem „Racingblog“ sind die Klick- und Auslieferungszahlen bei ab und an geschalteten Banner auch sehr übersichtlich. Ein Rectangle mit einem halbwegs interessanten Video bringt in ein paar Tagen vielleicht 4.000 Aufrufe. Bei schmalen TKPs, die bei Seiten dieser Größe gerne einstellig sind, kann man sich vorstellen, was das bringt. Ich müsste das Blog mit Banner voll hauen, dann würde es sich vielleicht im Monat lohnen, was aber dazu führen würde, dass die Leser zum Adblocker greifen. Ein weiteres Problem ist, dass ich die Werbung nur schwer steuern kann, wenn ich in einem der üblichen Netzwerke bin und auf Werbung bestimmter Firmen habe ich auf meinen Seiten einfach keine Lust. Aber das nur am Rande.

Die Werbeform ist ja auch gerne ein Thema. Auch bei den Portalen, die bei diesem Aufruf mitmachen, erscheinen, oder erschienen in der Vergangenheit, Layerwerbungen, Popups und andere unschöne Dinge. Das aktuelle „BlingBling“ mit Flash/HTML5/gif Banner macht es einem auch nicht leichter, den Abblocker auszuschalten. Aber das ist eine Frage der persönlichen Ästhetik. Andreas von Gunten hat da noch etwas mehr zu, vor allem zu dem Punkt, dass die Werbeschalter sich zu wenig Gedanken über diejenigen machen, die sich die schrottigen Banner anschauen müssen.

Eine andere Frage ist, welche Daten über die Banner ausgelesen werden. Da werden Cookies gesetzt, die Trackingcodes haben und auch wenn das ganze mehr oder weniger anonym ausgelesen wird. Ironischerweise hat die „Zeit“ da letztes Jahr einen erhellenden Artikel zum Thema veröffentlicht. Cookies und Supercookies sind eine Pest, selbst wenn man sie, mit einigem Aufwand löscht. Programme wie „Ghostery“ helfen da wenig weiter, weil sie Trackinganfragen zumindest teilweise blockieren. Ein weiteres Problem mit Banner ist, dass die Auslieferungsserver gerne auch mal gehackt werden. Mit einem umprogrammierten Banner kann man dann einen Rechner angreifen.

Das ist alles sehr unschön und verkompliziert die Lage zusätzlich für User und Verlage, denn die User wollen ja netten Content, die Verlage brauchen wiederum Geld, um guten Journalismus zu finanzieren. Dem Thema Crowfunding haben die Katharina Borchert, Stefan Plöchinger und Jochen Wegner auf einem Panel der republica zu Recht eine Absage erteilt.

Ich vermute, dass die Aktion wenig bringen wird, was ich bedauerlich finde. Vermutlich ist es der Beginn einer langen Argumentationskette der Verlage, die zu Paywalls führen wird. Nach dem Motto: „Wir wollten ja nicht, wir haben ja gebettelt, aber ihr wollt es ja nicht anders“. Jedenfalls sehe ich bei zurückgehenden Erlösen aus dem Printbereich wenig Spielraum für die Verlage, auf Pay-Walls verzichten zu können. Man könnte jetzt zynisch sein und sagen, dass man mit Artikeln, die hinter der Bezahlschranke liegen auch keine Probleme mit LSR bekommt, aber würde nur teilweise stimmen. Am Ende stirbt dann ein Stück Informationsfreiheit, die zugebenermaßen auf der Utopie beruhte, das werde sich im Netz schon irgendwie lösen können. Aber das Problem der Finanzierung besteht seitdem es das Netz gibt und bisher ließ sich weltweit kein Konzept zur Finanzierung des Journalismus finden, das nicht in irgendeiner Form mit Bezahlung zu tun hatte.

Einige verweisen auf „Flattr“ und andere Micropaymentlösungen. Dass das nicht so recht funktioniert, zeigt die taz, die monatlich um die 1000 Euro per Flattr einnehmen. Das reicht hinten und vorne nicht. Zudem löst es das Problem für große Portale nicht. Wie 10000Flies zeigt, kommen reichweitenstarke Beiträge oft aus dem Boulevard-Sektor. Würden sich Portale rein aus Flattr finanzieren, ist die Versuchung groß, Boulevard-Themen öfter zu bringen als eine tiefgreifende Analyse des Syrien-Konflikt.

Wie oft, könnte die Lösung in der Mitte liegen. Die Verlage drängen ihre Werbekunden dazu möglichst auf animierte Banner zu verzichten und stellen klare Regeln für das Tracking auf. Die Leser deaktivieren daraufhin ihre Adblocker, bzw. fügen für solche Seiten Ausnahmen hinzu.

Man muss im übrigen auch gar keinen Adblocker nutzen. Genauso gut kann man bei den meisten Portalen einfach die Druckansicht wählen, die meist frei von Werbung gehalten wird. Eine andere Lösung ist das Addon „Readability„. Die Webseite wird zunächst samt Werbung ausgeliefert, ein weiterer Klick und die Seite wird „aufgeräumt“ und lesbarer gemacht. Praktischerweise hat es auch eine Plattformübergreifende „Später lesen“ Funktion. Das sollte doch allen helfen.

LSR: Werbung vs. Verleger vs. Google

Die Probleme der Verlagsindustrie sind vielschichtig, offensichtlich ist aber zumindest, dass die verlegerische Brillanz in Sachen Netz wohl nur auf Sparflamme läuft. Auch hier gibt es viele Gründe, zu vorderst sei genannt, dass man sich bis heute im Netz nicht von der abgeschlossenen Berichterstattung hin zu linearen Berichterstattung entwickelt hat, und somit Alleinstellungsmerkmale hat liegen lassen. Dass man sich sein Geschäftsmodell nun mit dem Leistungsschutzrecht finanzieren möchte, ist allgemein bekommt.

Ein anderes Problem hat Sascha in seiner Kolumne neulich angesprochen, allerdings hat er einen Faktor dabei nur am Rande erwähnt: Nicht nur werden weniger Anzeigen geschaltet, weil die Budgets gesplittet werden, gleichzeitig fallen die Werbepreise auch ins Bodenlose.

In den guten alten Zeiten waren Zeitungen Renditewunder. Es gab jede Woche die Summe X an Platz für Werbeanzeigen, vor allem für die Werbung, die auf den ersten Seiten platziert ist. Waren die Plätze regelmäßig belegt, konnte man die Preise nach oben treiben. Manche Medienagenturen hatten Kunden, die die Rückseite eines Magazins monatelang gebucht haben. Die „Zeit“ hatte einen Werbekunden, der die beiden schmalen Werbeplätze recht und links neben dem Logo oben auf Jahre gebucht hatte. Gute Werbeplätze waren rar, weil nur wenige gab.

Was Zeitungen bis heute mit einer Werbeseite verdienen (können), hat Stefan gerade wieder aufgezeichnet, als er über die Anzeige von Google in den Tageszeitungen berichtete.

Der Listenpreis für eine solche Anzeige in der FAZ (Seite 5) beträgt 71.810,00 Euro und in der SZ (Seite 9) 75.200,00 Euro. Eine ganze „Bild“-Seite bundesweit zu buchen, kostet laut Anzeigenpreisliste 414.500,00 Euro.



Natürlich – die Reichweite zählt hier. Aber was für eine Reichweite erhalte ich, wenn ich 80.0000 Euro im Netz investiere? Vermutlich mehr als die 500.000 Leser der SZ oder FAZ. Und genau da liegt dann das Problem, bzw. da kommt der Controller des Anzeigekunden, der sich an Zahlen orientiert. Das Netz hat den ehedem geschlossenen Vertriebsweg „Werbung“ geöffnet, es gibt plötzlich mehr Werbeplätze, die man bei höherer Reichweite für weniger Geld buchen kann.

Die Verleger gehen Google nicht wegen den Snippets an. Sie verdienen durch Google eine Menge Geld, was sie auch gar nicht bestreiten. Zu dem könnten sie ihrerseits Google via robots.txt aussperren, was ihnen auch bewusst ist. Die Verleger setzen Google mit dem Internet als Werbevertriebsform gleich, von der sie abkassieren wollen. Das ist in etwas so, als hätten die Zeitungen in den 60er Jahren vom Fernsehen verlangt, dass ARD/ZDF für jede Erwähnung („Wie die FAZ in ihrer morgigen Ausgabe berichtet…“) Geld verlangt. Weil man ja mit einer Exklusivmeldung TV-Zuschauer bedient und im Rahmen einer Nachrichtensendung auch Werbung geschaltet wird usw. Im Grunde sollen Google, Aggregatoren, Blogs und Co für die Werbeausfälle geradestehen, die völlig natürlich durch das Netz entstanden sind.

Man kann sagen: „Wenn die Verlage ihre Angebote nur noch dann im Netz verlinkt haben wollen, wenn man dafür zahlt, soll es mir recht sein. Ich muss ja nicht verlinken. Das bedeutet für die Verlage aber auch, dass sich der Gefahr aussetzen, dass viele Leser andere Quellen, zum Beispiel im Ausland ansteuern.“
Der deutschen Verlagsbranche ist das natürlich bewusst und auffällig ist auch, das Frankreich und die Schweiz an ähnlichen Gesetzgebungen arbeiten. Die Kampagne in Deutschland hat dabei also eine besondere Vorreiterrolle. Wenn man es hier schafft, Google zum zahlen zu bringen, schafft man es auch in anderen Ländern. Man hätte sich elegant, zumindest für den Moment, einen neuen Werbevertriebsweg zu eigenen gemacht, ohne das eigene Geschäftsmodell zu verändern.

Das Modell kann sogar aufgehen, weil es keine vernünftigen Alternativen zu den Onlineportalen der Verleger im Netz gibt. Es gibt kein einziges reichweitenstarkes Nachrichtenportal, das nicht zu einem Verlag oder einer Senderkette gehört. Blogs haben in Deutschland nie den Stellenwert einer Randgruppenbespaßung überschritten, mal abgesehen von Blogs, die sich mit Spartenthemen wie IT/Technik, Mode oder Sport beschäftigten. Es gibt keine „Huffington Post“, es gibt keine einflussreichen „Newsblogger“ oder Blogportale. Aus dem durchaus reichhaltigen und hoch qualifizierten deutschen Bloguniversum haben sich die Verleger ein paar Rosinen gepickt. Der Rest arbeitet als Einzelkämpfer, hat vergleichsweise wenig Reichweite und muss andere Dinge tun, damit das Geld reinkommt.

Ohne die Inhalte der Verlage kann Google seine „Google News“ Seite dichtmachen. Auch Verlinkungen von G+ wären nicht mehr möglich, ohne dass die User das Damoklesschwert einer Abmahnung über sich spüren würden. Ein sehr großer Teil des Google-Universum baut auf der Vernetzung durch Links, bzw. das Klicken von Links auf, weil Google damit dann wieder die Suchfunktion steuert und dies runter bis zum einzelnen User. Weniger Steuerungsmöglichkeiten würden dann aber ungenauere Treffer in Sachen Adsense bedeuten, was wiederum die Preise negativ beeinflussen kann. Für Google wäre ein Verlust der Links der Verlagsportale, in dem sie sie im Suchindex ausblenden, also ebenfalls ein Verlust, zumindest in Ländern, in denen es keine Alternative zu Verlagsangeboten gibt. Das Interesse von Google gegen das LSR basiert also nicht nur auf der Basis der Freiheit eines einzelnen Links.

Beim LSR geht es also weniger um Links, sondern um die Macht über den Werbemarkt und wie man diesen steuert. Die Verlinkungsfreiheit ist dabei ein Kollateralschaden, den die Verlagsindustrie billigend in Kauf nimmt, um ein veraltetes Geschäftsmodell zu retten.

Kommentare

Kommentarspam war schon immer ein Problem, ließ sich aber einigermaßen schnell wegfiltern. Deutlich nerviger ist der Trend, dass man halb sinnlose Kommentare abgibt und diese mit einer Werbe-URL versieht. Das kommt offensichtlich aus der Ecke der SEO-Spinner, die ihre zweifelhaften Kenntnisse über Google an unbedarfte Menschen verkaufen und ihnen erzählen, dass man Blogs ganz, ganz toll und einfach URL-Spamming betreiben kann um das eigene Ranking zu verbessern. Das ist natürlich Quatsch, weil fast alle Blogs mit einem „no follow“ ausgestattet sind. Bedeutet: Den Suchmaschinen-Bots wird schon am Eingang signalisiert, dass sie sich die Kommentare erst gar nicht anschauen sollen. Also werden die Links da auch nicht gezählt. Gefühlt bestehen dennoch 70% aller Kommentare, zumindest hier, aus diesen sinnlosen Sätzen, garniert mit „gartencenterfickdich“ und „werkstattamarsch“ Links. Die habe ich bisher händisch aus den Kommentaren entfernt, was eigentlich Quatsch ist, wegen erwähnten „no follow“, aber ich möchte auch nicht, dass ein netter Kommentator aus Versehen mal auf einen dieser dämlichen Links klickt. Oder das SEO-Spambots die ausnutzen. Daher gelten jetzt folgende Regeln:

– Wer nicht auf ein privates Blog/Webseite hinweist und offensichtlich Kommentarspam hinterlässt wird gelöscht.

Sollte sich das hier nicht ändern, mache ich die Kommentare zu. Anke Gröner hat seit Jahren gute Erfahrungen mit dieser Politik gemacht.

© 2015 Don Dahlmann