Ich! Ich! Ich!

2011

Beste Entscheidung: Mehr auf mich zu achten
Schlechteste Entscheidung: Diesssse Flaaasssssche Wein mach isch noch auf

Beste Anschaffung: Das iPad 2.
Dämlichste Anschaffung: Ein Tomatenschneider. Ich dachte „Oh, das ist ja praktisch“. Jedenfalls bis ich es ausprobiert hatte. Man sollte sich einfach vorher fragen, warum die Menschheit seit Jahrtausenden dafür einfach ein Messer nimmt.

Schönster Absturz: Ein sehr lustiger und langer Abend in Hamburg.
Schlimmster Absturz: Ein langer Abend in der Magarete F. der mich ein Wochenende gekostet hat.

Bestes Getränk: Good old Gin Tonic.
Ekelerregendes Getränk: Warme, kohlensäurelose Cola Light in Singapur.

Bestes Essen: Irgendwas selbstgemachtes und der Algen/Quallensalat in einem Restaurant in Shanghai. Auch die Pasta in Maranello war super.
Schlimmstes Essen: Offenbar der Fingerfood Krempel in Singapur, der mich drei Tage ans Bett fesselte.

Beste Musik: Gil Scott-Heron – I am new here
Schlimmstes Gejaule: Die regelmäßige Bedudelung mit RTL 104.6 im Supermarkt.

Eigene, schönste musikalische Wiederentdeckung: Swell
Peinlichster musikalischer Faux-Pas: Ambient Mix CD von Chicane

Beste Idee/Frage: Entscheidungen zu treffen, die man lange aufgeschoben hatte.
Dämlichste Idee/Frage: „Ach, ich brauch die Kreditkarte in China nicht, ich nehm die Prepaid Karte mit“ (Und dann ging meine EC-Karte nicht, weil das neue System der Postbank nicht mehr im Ausland funktioniert. V-Pay halt. Und für die Prepaid-Karte hatte ich natürlich den PIN vergessen. So stand ich dann in Wuxi, China und musste mir Geld leihen.)

Beste Lektüre: Viel gelesen, dank des iPad. Aber nichts dabei, was mich umgehauen hätte. Im Moment ganz angetan vom leicht groschenhefthaften, aber dennoch recht spannenden Fortsetzungsroman „Berlin Gothic“ von Jonas Winner. Gibt es nur als E-Book.
Langweiligste Lektüre: Charlotte Roche – Schossgebete. Gut, so schlecht war es nicht. Aber ich hätte mich auch einen beliebigen Nachmittag ins „Café Liebling“ setzen können und den Gesprächen der Mütter zuhören können. Wäre aufs selbe rausgekommen.

Bester, dreckigster, geilster Sex: Mit jemand anderem
Langweiligster Sex: Mit mir alleine

Teil 2 nach dem Klick.

2010, 2009, 2008, 2007, 2006, 2005, 2004, 2003, 2002

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Update aus meinem Leben – Teil irgendwas

– Ich sollte öfter bloggen. Aber das fällt mir erstaunlich schwer. Vielleicht liegt es an der vielen Arbeit, vielleicht daran, dass ich andernorts (da, da und da) viel schreibe, vielleicht auch daran, dass ich Moment etwas überfrachtet mit Meinungen bin. Twitter, Facebook, Google+, RSS. Alles ist voll mit Meinungen zu diesem oder jenem. Braucht es da noch eine Meinung, die noch einen Punkt beleuchtet? Vielleicht sollte ich einfach weniger lesen.

– Überhaupt, RSS. Nutze ich gefühlt seit Ewigkeiten, in den letzten Wochen aber spürbar weniger. Die Arbeitsordner gehe ich dann durch, wenn ich sie brauche, ansonsten lese ich den Empfehlungsordner der Follower. Es reicht mir mittlerweile, wenn ich regelmäßig auf G+ schaue, was da so mannigfaltig wiederholt wird. Ich bräuchte vielleicht einen Dienst, der mir Empfehlungen aus verschiedenen Netzwerken in einen RSS-Feed packt.

– Große Entrümplungsaktion im Hause Dahlmann. Versuche aus meiner Wohnung, eine ebensolche zu machen. Wird spannend, da ich ja bekanntermaßen ein Einrichtungslegastheniker bin. Immerhin bin ich schon so weit gekommen, dass jetzt die Sachen, die ich loswerden möchte, in einem Raum stehen. Seit drei Wochen.

– Neulich sehr erschrocken. Ich musste Ursula von der Leyen zustimmen. Und zwar wegen der „Vereinigten Staaten von Europa“ Sache. Es erstaunt mich immer wieder, mit wie viel Vehemenz das Nationen-Problem angegangen wird. Wie sehr Menschen darauf bestehen, dass Deutschland eben nicht in einem politisch vereinten Europa aufgeht. Ich halte das für Quatsch. Natürlich habe ich eine Heimat, mit der ich mich verbunden fühle, die mich geprägt hat und die ich ab und an vermisse (Rheinland). Natürlich bin ich Deutscher, kann ich nicht leugnen. Zumindest steht das auf meinem Pass. Aber ich fühle mich als Europäer. Ich kenne das Europa ohne Schengen noch gut und ich will es auch nicht zurück. Abgesehen von den nervigen Formalien, empfinde ich die freie Bewegung zwischen den europäischen Ländern als völlig normal. Als hätte es nie etwas anderes gegeben.
Kleinstaaterei hat noch nie etwas gebracht, sie hat historisch gesehen immer wieder für Probleme gesorgt. Sie ist vor allem in Deutschland noch erstaunlich tief verankert, weil es „Deutschland“ nicht so lange gibt. Hätte man vor 150 Jahren einen Bayern gesagt, dass sein Land mal ein Teil eines einzigen Deutschlands wäre, er hätte einen vermutlich mit der Heugabel aus dem Land vertrieben. Gut, manche sehen das heute noch so, was nur unterstreicht, wie schwer vielen fällt, ihre nationale Identität aufzugeben. Dabei sind Nationen schon totaler Quatsch.

Irgendein Astronaut, dessen Zitat ich jetzt nicht gefunden habe und nur so sinngemäß im Kopf habe, meinte mal. „Als wir aus dem Fenster schauten, suchten wir die Gegend, in der wir leben, dann das Land, in dem wir wohnen. Aber da waren keine Grenzen zu sehen.“ Was im Grunde alles sagt.

Ich bin nicht dafür, die komplette politische Verantwortung von Berlin nach Brüssel zu transferieren. Auch wenn man zynisch sagen könnte, dass es ja nun auch egal ist, von wem und von welchem Ort man schlecht regiert wird. Aber ein sanfter Übergang zur einer gemeinsamen Politik unter Beihaltung nationaler Regierungen scheint mir ein sehr erstrebenswertes Ziel für die nächsten Jahre.

– Das die NPD in Meck-Pomm mal wieder in den Landtag gekommen ist, wundert nicht weiter. Das Problem ist nicht die NPD alleine, sondern das Versagen der Politik auf der anderen Seite. Niemand schafft es, die komplizierten Sachverhalte schlüssig zu erklären, die Zusammenhänge darzustellen oder gar eine Lösung anzubieten. Bestes Beispiel Bankenrettung, Eurokrise und Lohndebatten. Extreme Einstellungen, die meist Hand in Hand mit scheinbar einfach Lösungen gehen, werden dann gerne angenommen. Und ja auch durch Teile der Medien unterstützt. Wenn die „Bild“ wochenlang auf niedrigsten Niveau Griechenland angeht, ist das halt auch Teil eines Prozesses, in dem „Nicht“-Lösungen lautstark propagiert werden.

– „Schossgebete“ von Charlotte Roche gelesen. Wenn ich mich einen Nachmittag in ein beliebiges Café rund um den Kollwitzplatz gesessen hätte, dann hätte ich ungefähr dasselbe gehört und mir das anstrengende Lesen erspart.

2010

Beste Entscheidung: Urlaub auf Malta
Schlechteste Entscheidung: Diesssse Flaaasssssche Wein mach isch noch auf

Beste Anschaffung: Der Esstisch.
Dämlichste Anschaffung: Der Pfannkuchenpfannenwender.

Schönster Absturz: Ich habe dieses Jahr auf alle Abstürze verzichtet. Also auf fast alle.
Schlimmster Absturz: Keiner. Man wird alt.

Bestes Getränk: Good old Gin Tonic.
Ekelerregendes Getränk: Der Tee im Krankenhaus

Bestes Essen: Dieser Pastaberg mit Hasenragout auf Malta.
Schlimmstes Essen: Eine völlig versalzene, verkochte, überwürzte, angebrannte Pastasoße. Selbst gemacht.

Beste Musik: Edward & the Magnetic Zeros Sharpe – Home, Atticus Ross – Book of Eli
Schlimmstes Gejaule: Dank hartnäckiger Weigerung in Sachen Radio und TV um alles herum gekommen, toll.

Eigene, schönste musikalische Wiederentdeckung: Mother Tongue
Peinlichster musikalischer Faux-Pas: Seasick Steve

Beste Idee/Frage: Die Wohnung nach etlichen Jahren zu renovieren.
Dämlichste Idee/Frage: Zu renovieren, während ich noch in der Wohnung wohne.

Beste Lektüre: Wolfgang Herrndorf – Tschick. Ich lese es zwar noch, aber die Autobiographie von Clarissa Dickson Wright „Spilling the beans“ ist ganz schrecklich wundervoll.
Langweiligste Lektüre: Die meisten Zeitungen.

Bester, dreckigster, geilster Sex: Mit jemand anderem
Langweiligster Sex: Mit mir alleine

Teil 2

Zugenommen oder abgenommen?
Weder noch. Immerhin.

Haare länger oder kürzer?
Zwischendrin wegen der OP am Ohr die Haare gaaaaanz kurz. Immer noch nicht wieder auf der alten Länge.

Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
Ich glaube, ich bin insgesamt etwas zu kurzsichtig.

Mehr ausgegeben oder weniger?
Mehr. Viel mehr. Viel, viel mehr. Leider nicht für mich, sondern das meiste fürs Amt.

Der hirnrissigste Plan?

Die gefährlichste Unternehmung?
Sich 5 Stunden am Ohr operieren zu lassen.

Der beste Sex?
Hatte ich

Die teuerste Anschaffung?
Ein schlechter Steuerberater

Das leckerste Essen?
Siehe oben. Wenn ich selbstgemachtes mit einbeziehe, dann dürften diverse Currys weit oben stehen.

Das beeindruckenste Buch?
Siehe oben. Und John Niven „Kill your Friends“. Weil ich noch nie so ein schlecht gelauntes Buch gelesen habe.

Der ergreifendste Film?
Öhm. Tja. Hm.

Die beste CD?
Tatsächlich habe ich CDs gekauft. Die besten besten Käufe waren „John Coltrane, Stan Getz & Oscar Peterson – Live in Düsseldorf 1960“ und „David Niven – Bring on the empty horses“.

Das schönste Konzert?
Keins gesehen.

Die meiste Zeit verbracht mit…?
Karla und dem wunderschönen Mädchen.

Die schönste Zeit verbracht mit…?
Wie oben.

Vorherrschendes Gefühl 2010?
Es nervt.

2010 zum ersten Mal getan?
Alleine in den Urlaub gefahren. Hatte ich tatsächlich nie gemacht. Wohl bin ich früher mal mit dem Auto alleine ein paar Tage weg gewesen, aber einen klassichen Urlaub hatte ich nie alleine verbracht. Muss gestehen, dass ich zunächst skeptisch war, aber am Ende war es wirklich toll.

2010 nach langer Zeit wieder getan?
Viele Fotos gemacht.

Drei Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?
Kaputtes Ohr, das reicht.

Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
Dass alles gut wird.

Dass schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?
Ich glaube, das war eine weiße Katze.

Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
Der Arzt, der mein Ohr zusammen geflickt hat.

2010 war mit 1 Wort … ?
Chaotisch, nervig, schmerzvoll und ein bisschen gut.

09, 08, 07, 06, 05, 04, 03, 02

Update aus meinem Leben – Limited Juli Edition

# Mal wieder für zwei Wochen im Rheinland, diesmal mit vollem Programm. Die Frau besuchen, Eltern besuchen, Formel Eins Rennen in Hockenheim besuchen, Wiesbaden besuchen.

# Kaum war ich letzte Woche angekommen, ging ein Drama los. Der gerade mal sieben Monate alte Kater der Frau lag/war im Krankenhaus. Seit drei Tagen fummelten die Ärzte dort an dem Kater rum, ohne das was passierte. Verdacht darauf, dass er was verschluckt hatte, aber Röntgen und Ultraschall zeigten nichts. Letzte Möglichkeit: Bauch öffnen, abtasten. Nach der OP verstarb der Kater. Es gibt einige Beweise, die darauf hindeuten, dass die Klinik – muss man so sagen – amateurhafte Scheiße gebaut hat. Dazu folgt vielleicht noch mal ein eigener Eintrag.

# Trotzdem zum Formel Eins Rennen gefahren, ich war eingeladen und konnte schlecht absagen. Mich ablenken lassen und dann doch amüsiert. In der Zwischenzeit Ersatz-Katzenbaby gesucht und fündig geworden.

# Fassunglos die Sache mit der Loveparade wahr genommen. Mal davon abgesehen, dass es meine Abneigung für Massenveranstaltungen weiter verstärkt hat, fiel meine Kinnlade in Folge der Ereignisse im Sekundentakt nach unten. Nur ein Zugang, ein Tunnel als Eingang, kaum Schleusen davor. Man muss kein Ingenieur sein um schon vorher zu sehen dass das problematisch werden kann. Ich war in den 90ern auf einigen großen Raves, Konzerten etc., aber so etwas habe ich noch nie gesehen. Dazu hat niemand das Rückgrat die Verantwortung zu übernehmen, was mehr als einen bitteren Beigeschmack hat. Wenn die Leute, die zumindest alleine durch ihren Job eine Mitverantwortlichkeit für solche Dinge haben, als Kapitän auf einem Schiff arbeiten würden, wären sie vermutlich die ersten, die in den Rettungsbooten säßen. Der Mangel an eigenem Ehrgefühl ist bei manchen fast noch abstoßender, als das Unglück selber.

# Noch fassungsloser war ich allerdings über die Berichterstattung in den Boulevardmedien. Unter dem Deckmantel ekelhafter und falscher Betroffenheit wurden Fotos der Opfer hervor gekramt und an die Öffentlichkeit gezerrt. Hätten die dafür Verantwortlichen tatsächlich eine Nuance Betroffenheit verspürt, dann wäre es vielleicht nicht zu so einer Zurschaustellung gekommen, weil das Gefühl, etwas zu tun, was nicht richtig ist, zumindest eine Hürde dargestellt hätte. Die Medien, die das verbrochen haben, hatten danach auch noch die Dreistigkeit, sich den Mantel der Pressefreiheit umzuhängen. In dem Zusammenhang schämt man sich immer öfter, dass man Journalist ist. Das Wort „Journalist“ ist ein Schimpfwort geworden, ein Beruf, der manchmal schon unterhalb von „Banker“ und „Gebrauchtwagenhändler“ rangiert. Aber dann lese ich dann auch mal wieder so was und ich frage mich, in welchem Zustand Staat und Kommunen wären, wenn es solche Journalisten nicht geben würde.

# Überhaupt kreisen gerade ein paar unausgegorene Gedanken zum Thema Netz, Medien und Journalismus im Kopf rum. Die konzertierten Angriffe der Verleger und der privaten Fernsehsender auf ARD und ZDF, die undurchsichtige Rolle von Wikileaks. Vor allem Wikileaks beschäftigt mich. Es reicht mittlerweile nicht mehr, Wikileaks als Helden der Presse- und Informationsfreiheit zu feiern. Was sie machen ist gut, aber, das weiß jeder, der sich mit brisanten Informationen beschäftigt, sie stellen nicht die Fragen, die man angesichts des Materials stellen müsste. Im Falle der Afghanistan-Dossiers wäre das: „Cui bono“ und wer ist der Informant, bzw. aus welcher Ecke kommt er? Als der Journalismus die Aufgaben von Wikileaks noch selber stemmen konnte, wussten die Reporter zumindest ungefähr, woher die Sachen kamen. Der Informant „Deep Throat“ aus dem Watergate-Skandal hat sich zumindest (der Sage nach) gegenüber den beiden Reportern der „Washington Post“ so weit zu erkennen zu geben, dass man die Dokumente einschätzen konnte. Es reicht nicht, ein paar brisante Texte in einem toten Briefkasten oder bei wikileaks zu finden, man muss auch wissen, aus welchem Umfeld sie stammen. Das gehört eigentlich zu den Aufgaben eines Journalisten, der mit verdeckten Quellen arbeitet. Deswegen gab es mal einen umfassenden Informantenschutz und auch Journalisten waren vor staatlicher Überwachung geschützt. Das gibt es nicht mehr, wie diverse Beispiele aus Europa und den USA belegen. Wenn aber Informanten keine andere Möglichkeit mehr als Wikileaks bleibt, sind die Journalisten von einem direkten Zugang zum Informant abgeschnitten. Was bleibt, sind die „Brotkrumen“, also die Dokumente. Allerdings kann man nicht mehr prüfen, aus welcher Quelle sie stammen und damit kann man auch nicht mehr überprüfen, zu welchem Zweck sie veröffentlicht werden. Handelt es sich, wie bei „Deep Throat“ um einen frustrierten, aufrechten Angestellten einer Behörde? Oder wird einem das Material von jemanden in die Hände gespielt, der für einen anderen Staat arbeitet und völlig andere Ziele hat? Warum gerade dieses Material? Alles offene Fragen, die mir so durch meinen Hinterkopf schwirren.

# Wie andere auch mal BlackVPN ausprobiert. Ich spiele seit einem Jahr mit dem Gedanken, mir einen VPN-Provider zuzulegen. Verlangsamt zwar ein wenig das Netz, kostet auch noch Geld, aber dann wäre da der Vorteil der Sicherheit. Zum einen, was die eigene Verfolgbarkeit angeht, zum anderen traue ich dem Braten in Sachen Datenvorratsspeicherung nicht.
Fazit nach ein paar Stunden. Geht erstaunlich flott, ein schneller Speedtest zeigte, dass die Performance Einbußen zwar da sind, aber die HD-Streams, die ich damit geschaut habe, gingen problem los. Mit der UK-VPN geht auch Spotify, für Hulu und andere US-Sender nimmt man den US-VPN.
Wer es ausprobieren will: 3 Monate kosten mit dem folgenden Ref-Code 10 Euro (statt 27 Euro) für den „global service“. Mein Benefit dabei: wenn sich zwei User mit dem Code anmelden, bekomme ich 1 Gratismonat. Ref-Code: PEUNTZN

# Auf der anderen Seite gedacht: Ist es also so weit. Man überlegt, seine Festplatten zu verschlüsseln, man nutzt einen VPN. Irgendwie ist es schizophren. Man entblättert sich bei Facebook und Twitter, aber gleichzeitig verbirgt man seine digitalen Spuren hinter VPNs und anderen Dingen. Man trennt freiwillige Datenfreigaben von jenen, die man nicht kontrollieren kann. Oder anders gesagt – man vertraut Google, Twitter und Facebook mehr, als dem Staat.

Märchenonkel

Meine Kindheit bestand, wie bei vielen anderen auch, zum größten Teil daraus, Märchenplatten zu hören, auf denen Hans Paetsch mit brummiger Stimme aus dem Grimmschen Sammelsurium vortrug. Später kam dann Karl May dran und Märchen waren was für Babys. Dabei stimmt das so nicht, wie jeder, der noch mal ein Märchen der Gebrüder Grimm gelesen hat, wissen wird. Die Geschichten spiegeln in ihrer Grausamkeit den Alltag vieler Menschen wider, dazu haben viele einen starken politischen Charakter. Märchen haben mehr Interpretationsspielraum, als man so auf den ersten Blick meinen möchte.
Und so habe ich mich sehr gefreut, als Björn Grau und Max Winde mich neulich zu ihrer „Märchenstunde“ eingeladen haben. Dort werden Märchen noch einmal vorgelesen und dann mittels gemeinsamen Halbwissen analysiert. Jedem Literaturwissenschaftler sträuben sich die Haare, aber wir hatten ausnahmslos viel Spaß. Das Ergebnis der knapp 60 Minuten kann man sich jetzt bei Spreeblick hören und runterladen.

Servertest

Neues Jahr, neuer Server. Mal sehen, ob es hier stabiler läuft, oder ob es an irgendetwas in den WP-Eingeweiden liegt.

09

Beste Entscheidung: Frühzeitig mit dem merkwürdigen Gesumme im Ohr zum Arzt zu gehen,
Schlechteste Entscheidung: Diesssse Flaaasssssche Wein mach isch noch auf

Beste Anschaffung: Das Motorola Milestone, der Vaio Laptop, der UMTS-Stick
Dämlichste Anschaffung: Der UMTS-Stick, weil ich jetzt überall an der schmutzigen Nadel hänge

Schönster Absturz: Russisch-Schwedisch-Deutscher Vodka Abend
Schlimmster Absturz: Keiner, dieses Jahr. Alle waren gut.

Bestes Getränk: Brandy & Vodka
Ekelerregendes Getränk: Club Mate. Ich habe es dreimal versucht, bin aber immer wieder an diesem Geschmack gescheitert, der schwer an Socken erinnert, mit denen man sechs Wochen lang durch die Anden spaziert ist und dann auswringt.

Bestes Essen:
Der erste selbst gemachte Linseneintopf
Schlimmstes Essen: Zu viel davon im Herbst, dank Pizzabringdienste

Beste Musik: Speck Mountain, Improvisto (Seltene Jazz LP aus Brasilien, 60er Jahre), Beirut, Mumford & Sons
Schlimmstes Gejaule: Lady Gaga

Eigene, schönste musikalische Wiederentdeckung: Morphine, Ruby und der ganze frühe Manchester TripHop
Peinlichster musikalischer Faux-Pas: Für einen winzigen Moment Steven Segals Album „Songs from the crystal cave“ gar nicht mal so schlecht zu finden.

Beste Idee/Frage: Aus dem Heimbüro in ein anderes Büro zu wechseln.
Dämlichste Idee/Frage: Den Urlaub auf 2010 zu verschieben

Beste Lektüre:
Colin Crouch – Postdemokratie
Langweiligste Lektüre: Das waren zu viele Bücher, die ich alle halbgelesen weggelegt habe.

Bester, dreckigster, geilster Sex: Mit jemand anderem
Langweiligster Sex: Mit mir alleine

Teil 2

Zugenommen oder abgenommen?
Erst neun Kilo abgenommen, dann acht Kilo zugenommen

Haare länger oder kürzer?
Wie immer. Alle drei Monate eine Radikalkur

Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
Leicht weitsichtiger geworden. Neue Perspektiven gewonnen. Das Alter halt.

Mehr ausgegeben oder weniger?
Gesamte Comupter-Technik komplett erneuert. Auf der anderen Seite nicht im Urlaub gewesen. Das meiste Geld für Essen und Alkohol ausgegeben. Insgesamt aber wohl auch nicht mehr als sonst.

Der hirnrissigste Plan?
Vor lauter Arbeit keine doofen Pläne gehabt.

Die gefährlichste Unternehmung?
Mir am Ohr rumfummeln lassen. Noch höre ich auf dem linken Ohr. Mal sehen wie lange.

Der beste Sex?
Hatte ich

Die teuerste Anschaffung?
Siehe oben. Technik.

Das leckerste Essen?
Mal abgesehen von meinen Eintöpfen habe ich in diesem Jahr auswärts wenig herausragende Sachen gegessen.

Das beeindruckenste Buch?
Colin Crouch – Postdemokratie

Der ergreifendste Film?
Zwar viel gesehen, aber wenig ergreifendes. Bin eh kein Freund des Drama.

Die beste CD?
Speck Mountain- Some sweet relief, Mumford & Sons

Das schönste Konzert?
Auf keinem gewesen, wenn ich mich recht erinnere. Wollte so oft, aber ach…

Die meiste Zeit verbracht mit…?
Mit Karla.

Die schönste Zeit verbracht mit…?
Menschen auf Lesungen und sonstigen Treffen

Vorherrschendes Gefühl 2009?
Da ändert sich irgendwas

2009 zum ersten Mal getan?
Angst um mein Hörvermögen gehabt.

2009 nach langer Zeit wieder getan?
Etwas bei mir geändert.

Drei Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?
Ohrenschmerzen, zu wenig Bewegung, kein Urlaub

Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
Das alles gut wird.

Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?
Überraschenderweise da zu sein

Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
Überraschenderweise da zu sein

2009 war mit 1 Wort … ?
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