Arbeit Schmarbeit

Unverhofft kommt oft

tl;dr: Die W&V hat die Kurzfassung

Einige hatte ich ja schon informiert, andere haben es über Manu mitbekommen. Meine, bzw. auch ihre Zeit bei „allryder“ ist beendet. Wir wissen ja, dass Jobs bei Startups eher volatil sind. Aber welcher Job ist das heute nicht? Geschäftsmodelle ändern sich gerade in jungen Firmen schnell und so war es nun auch bei „allryder“.

Ich bedauere das natürlich, denn „allryder“ lag mir als Firma und Produkt sehr am Herzen. Das haben vermutlich alle mitbekommen, einige waren vielleicht schon etwas genervt ob meines Enthusiasmus :) Tatsächlich verband mich mit „allryder“ mehr als nur ein Job. Ich denke weiterhin, dass sich unsere individuelle Mobilität in den Städten verändern wird und verändern muss. Dass persönliche Verkehrskonzepte mehr und mehr auf dem Prinzip der Multimodalität beruhen werden, auch um der Umwelt einen Gefallen zu tun. Und ich denke, dass allryder auf viele dieser Fragen eine Antwort liefert.

Ich bin natürlich etwas traurig, dass ich mit meinem Team die Ideen und Konzepte bei „allryder“ nicht weiter verfolgen kann. Ich habe einiges in Bewegung gesetzt, zum Beispiel habe ich eine komplexe Strategie entwickelt, wie man eine neue Firma in wenigen Monaten in die klassischen Medien bekommt und gleichzeitig eine App mal ein wenig anders vorzustellen und bewerben kann.

So traurig ich bin, dass es nicht weitergehen kann, ich weiß zumindest auch, dass ich und mein Team alles getan haben, damit das Produkt die nötige Aufmerksamkeit bekommt. An der Unterstützung durch die Founder hat es nie gefehlt, sie haben überhaupt erst die Freiräume ermöglicht, mit denen manche etwas verrückte Ideen umgesetzt werden konnten. Das ist nicht selbstverständlich, auch nicht in einem Startup, wo um jeden Cent gerungen wird und man vielleicht manchmal lieber auf der vermeintlich sicheren Seite bleibt. Aber das war und ist nicht der Stil der Firma. Und nicht zuletzt habe ich auch dank all der Mitarbeiter und der drei Co-Founder Maxim, Tom und Stefan in den letzten Monaten viel gelernt, wofür ich sehr dankbar bin. Es war eine kurze, aber sehr intensive und schöne Reise. Wir werden auch weiter in Kontakt bleiben, uns austauschen und unterstützen.

Aber dieser Schnitt bedeutet aber natürlich auch, dass ich mich, meine Energien und Ideen einer anderen Firma zur Verfügung stellen möchte. Wenn also jemand Interesse an einem erfahrenen, so ziemlich alle (Shit-)Stürme erlebt habenden, Startup gestählten, freundlichen, sehr hart arbeitenden, PR/Social Media/Marketing/Redaktions- erfahrenen Menschen hat, der sich im Bereich Mobility, Automotive, Technologie, Medien, Musik, Reise, Hotel und Motorsport auskennt, der gerade ein Startup von wenigen Erwähnungen innerhalb von wenigen Monaten in fast alle relevanten deutschen Medien gebracht hat, der schon Firmen wie „Deutsche Bahn“, „Bosch“, „DHL“ u.a. in Kommunikation und Social Media beraten durfte, der keine Angst davor hat, dass ich schon mal eher „out of the box“ denke und der diesen Satz atemlos gelesen hat… Der kann und soll mich gerne kontaktieren. Mehr Infos gibt es auf Anfrage unter dondahlmann@gmail.com, weitere Infos über mich auch in LinkedIn.

Ich will Papst*

Theoretisch kannja jeder unverheiratete, zum Priester geweihte Katholik Papst werden. Ich zum Beispiel, das mit dem Weihen kann ja im Notfall schnell gehen. Ich bin sogar noch Mitglied in dem Verein und unverheiratet. Sogar ohne uneheliches Kind. Welcher Kardinal kann das schon von sich behaupten. Ich hab eben auch mal auf der Vatikanseite geschaut, ob es vielleicht einen kleinen Link mit „Verfügbarer Arbeitsplatz“ gibt, aber nichts dergleichen. Also dachte ich, vielleicht muss man sich über sein Erzbistum bewerben und das habe ich gerade gemacht.

Von: Don Dahlmann
An: presse@erzbistumberlin.de
Betrifft: Meine Bewerbung zum Papst

Sehr geehrte Eminenz Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki,

mit großem Bedauern habe auch ich vom Rücktritt von Papst Benedikt erfahren. Ich habe dass Wesen und Wirken seiner Amtszeit immer mit viel Interesse beobachtet. Vor allem imponierte mir seine Kraft und seine Stärke, mit der er noch im hohen Alter sein Amt ausübte. Aber genau dort, in seinem hohen Alter, sah ich auch die damit verbundenen Probleme. So schnellte mir die Frage durch den Kopf: „Bei den vielen Reisen, Empfängen, Audienzen und Seligsprechungen ist das bestimmt ganz schön anstrengend, ob das ein jüngerer nicht besser könnte?“
Natürlich ist das jetzt sicher erstmal eine vielleicht ungebührliche Frage, aber die Sache mit der Kirche muss ja weiter gehen: Kontinuität wird ja in der Kirche ganz groß geschrieben, das wissen ja alle. Daher meine Überlegung, ob es nicht besser wäre, einfach mal einen Papst zu wählen, der etwas jünger ist. Zum Beispiel mich.

Ich bin gerade mal 46 Jahre alt, relativ gesund und zeitlich sehr flexibel. Wenn man den medizinischen Fortschritt so betrachtet, dann könnte ich sicher noch 50 Jahre leben. 50 Jahre! Stellen Sie sich das bitte mal vor! Ein Papst, der 50 Jahre regiert! Was sie da an Geld sparen! Sind wir doch mal ehrlich. Diese ganzen Beerdigungen alle paar Jahre, wo Sie diese ganzen Kardinäle einfliegen lassen und den Bundeskanzler und den US-Präsidenten, und die ganzen Absperrungen, von den Blumenornamenten gar nicht zu sprechen, das kostet doch ein Heiden… Entschuldigung, ein ganzes Vermögen kostet das! Und das alle paar Jahre. Da kann man sich doch mal die Frage stellen: Muss das sein? Brauchen wir das Geld nicht auch anderer Stelle? Mal neue Uniformen für die Schweizer Garde vielleicht. Ich meine, wie lange laufen die damit jetzt schon rum? 500 Jahre doch bestimmt. Da wird am falschem Ende gespart, denn wie sollen die Gardisten mit ihren Hellebarden einen dieser irren Islamisten, von denen man in letzter Zeit so viel hört und die immer mit dem Flugzeug direkt vor Ort landen, abwehren. Jetzt sagen Sie, verehrte Eminenz mal selber, so geht das doch nicht.

Jaja, werden sie sagen, aber kennt der auch die Bibel? Also, ich gebe zu, ich hab da ein paar Lücken, gerade im alten Testament. Aber in dem anderen, dings, sie wissen schon, da nicht so sehr. Außerdem ist mir aufgefallen, dass man die Bibel ja gar nicht auswendig kennen muss. Wie ich bei meinem verstorbenen Vorgänger oft sehen konnte, steht bei der Predigt immer einer daneben und blättert auf die richtige Seite. Und vorlesen kann ich, das kann ich ihnen versichern. Ich lese ab und bei der Kaffeesatzlesung in Hamburg und gerade heute auch in Berlin. Leider werden sie ja keine Zeit habe, mal reinzuschauen, aber ich mach ein paar Fotos, die schicke ich Ihnen.

Sie machen sich vielleicht ein wenig Sorgen darüber, wie ich die Kirche führen würde. Das kann ich verstehen. Ich sag mal so: Es wird vieles bleiben, aber manches besser werden. Ich kann sie in der Sache mit den Frauen schon mal beruhigen. Ich würde auch nur ungern Frauen zum Priesteramt zulassen. Das haben die Evangelen, diese rückgratlosen Fahnenflüchtigen, ja probiert, und das Ergebnis war Uta-Ranke Heinemann.

Alle anderen Themen würden jetzt hier den Rahmen meiner Bewerbung sprengen, aber ich hab da noch eine Idee in Sachen Kondome. Ich weiß, dass das nicht ganz unproblematisch ist, von wegen Samen aufhalten und überhaupt vorehelicher Sex, das geht ja nicht so richtig gut mit den Geboten und den ganzen Sachen zusammen. Aber lassen wir doch mal alle sieben Ordensschwestern gerade sein: die machen das ja doch. Dauernd. Immer. Da kann man nix machen und das war auch schon immer so. Der Herr hat uns eben auch das mitgegeben und kann Ihnen aus eigener Erfahrung sagen, das ist nicht immer schön, aber Spaß macht es doch. Das ist so wie mit dem… tja wie kann ich das für Sie am besten vergleichen… Also, das ist so wie mit Ihren schönsten Bibelstellen. Die kennen Sie alle auswendig, aber es macht doch immer wieder einen komischen Spaß die noch mal zu lesen. Und das, obwohl man ja genau weiß, wie die Geschichte am Ende ausgeht.
Also, ändern kann man das mit dem Sex und den Leuten nicht, aber sterben sollen sie ja auch nicht. Deswegen hier meine Idee: In Zukunft verteilt die Kirche die Kondome selber! Gegen einen kleinen Obulus, versteht sich. Damit das auch funktioniert verdammen wir alle Kondome, die nicht von der Kirche kommen und erstellen ein Dogma, dass ein reiner Katholik nur dann frei von Sünde bleibt, wenn er ein geweihtes Kondom benutzt. Stellen Sie sich diese Einnahmen mal vor! Lassen Sie doch mal jemanden recherchieren, wie viel Umsatz die Kondomhersteller der Welt so machen. Das sind Milliarden! Wir würden drei Fliegen mit einer Klappe schlagen: erstens hätten wir bei vielen echt einen Stein im Brett, zweitens gäbe es da das schöne Geld (die Schweizer Garde!) und drittens ein tolles PR Instrument. Was man alles machen könnte! Kondome mit Kreuzaufdruck in Noppen. Kondome, die nach Weihrauch schmecken. Und! Und! Und!

Gut, ich bin sicher, ich habe sie überzeugt. Deswegen hier meine förmliche Bewerbung als Papst. Ich bin katholisch, unverheiratet, habe keine Kinder und mal ein Semester Theologie studiert. Bitte teilen Sie mir doch mit, wo ich mich in Rom vorstellen muss.

Vergelts Gott
Don Dahlmann

P.S. Ein berühmter Zeichner hat das schon mal etwas verdeutlicht, damit Sie vielleicht einen besseren Eindruck haben, wie das aussehen könnte:
habemus
(Bild: SvenK)

*Diese Bewerbung erschien schon einmal, und zwar am 07.04.2005, und wurde nur ein wenig angepasst.

Verlage vs. Journalismus

In der westlichen Welt setzt man „Qualitätsjournalismus“ (was auch immer das ist) gerne mit „Verlagen“ gleich. Ohne Verlage, kein Journalismus, ohne Journalismus, keine Pressefreiheit und ohne Pressefreiheit ist sowieso alles vorbei. Ich stelle mir aber seit einiger Zeit die Frage, ob das so überhaupt noch stimmt.

Man könnte den Eindruck bekommen, dass Verlage die leere Hülle des Journalismus und der Pressefreiheit zunehmend instrumentalisieren, um die eigenen wirtschaftlichen Ziele durchsetzen zu können (Leistungsschutzrechte, Adresshandel usw.). Das es Zeitungen gibt, die ganz unverhohlen im Sinne der Konzernpolitik verfahren, hat die ARD ja gerade wieder mal erfahren dürfen. Die „Bild“ hatte in einer mehrteiligen, sehr kritischen Reportage über „Missstände“ und ähnliche Dinge in der ARD berichtet. Kann man machen, klar, und vermutlich gibt es auch nicht wenig zu berichten, aber die Geschichte bekommt dann einen schalen Beigeschmack, wenn man weiß, dass ARD und der Springer Verlag gerade in einem eng verzahnten Zweikampf liegen, in dem es um die Freiheit der Öffentlich-Rechtlichen Sender geht, sich im Netz ausbreiten zu dürfen. (Tagesschau App)

Das sehen die Verlage nicht gerne, die „staatlich finanzierte Konkurrenz“ rufen, welche den freien Markt zerstört und (natürlich, darf nie fehlen) die Pressefreiheit gefährdet. Gerne würde man ihnen entgegen rufen: „Dann seid halt besser als die ARD, kann ja so schwer nicht sein.“ Aber das ist ja nicht der Kern des Problems aus Sicht der Verlage. Die hätten gerne, ob als Leistungsschutzrecht oder Eindämmung der Geschäfte von ARD/ZDF, dass der Staat ihr Geschäftsmodell stützt. Das ist modern, das machen gerade viele Branchen. Und Länder.

Auf kress.de erschien heute ein Artikel von Mattias Spielkamp, in dem er selbst den letzten Zweiflern klar macht, dass die Verlage ihre Angestellte, besonders die vielen freien Journalisten, die einspringen, weil die Redaktionen zu ausgedünnt sind, miserabel bezahlen. Ausbeuten, wäre das bessere Wort. Denn man bekommt nicht keine Geld mehr für seine Texte, dank „total buyout“ werden einem auch noch alle Rechte für Zukunft und die Vergangenheit entzogen.

Das klingt immer so übertrieben, von mir aus überspitzt. Aber dem ist nicht so, wie ich an meiner eigenen Erfahrung im Umgang mit vielen Verlagen feststellen kann. Oder anders ausgedrückt: ich schreibe kaum noch für sie. Zum einen, weil es sich nicht lohnt. Würde ich nur Zeitungen nach Zeilenhonorar arbeiten, ich hätte Probleme meine Miete zu zahlen. Zum anderen sehe ich nicht ein, dass die Rechte an meinen Texten bis zum St. Nimmerleinstag bei irgendeinem Verlag liegen. Das sind meine Sachen, meine Ideen, meine Gedanken und nicht die eines Verlages, der mich dafür auch noch schlecht bezahlt. Wenn sie den Krempel unter eine CC-Lizenz stellen, können wir gerne noch mal reden.

Die Menge derjenigen, die ihre Arbeit und ihre Ideen den Verlagen nicht mehr zur Verfügung stellen, wird immer größer. „Brain drain“ nennt Spielkamp das, ich nenne es Selbstschutz. Ich organisiere mich lieber mit guten Leuten in einer kleinen Agentur oder in einem Netzwerk, in dem man vielleicht auch nicht wahnsinnig viel verdient, aber hier wenigstens die Chance hat, vernünftig zu gestalten, anstatt nur noch den Weißraum neben den Anzeigen möglichst unauffällig zu füllen.

Verlage verhalten sich, das ist nicht neu, wie jedes andere Wirtschaftsunternehmen auch. Die Zeiten, in denen echte Verleger, Zeitungsmacher usw. die Politik, auch die wirtschaftliche, eines Verlages bestimmt haben, sind vorbei, wenn man mal von Hubert Burda absieht. Mittlerweile bestimmen nur noch Zahlen den Journalismus und zwischen all den Zahlen wird der Journalismus langsam aber sicher zermahlen. Zwischen dem Punkt, dass die Verlage nicht mehr ordentlich entlohnen und dem, dass man Kampgnenjournalismus betreiben muss, geht es vielen Kollegen mehr als schlecht. Ein ehemaliger Kollege meinte neulich: „Vor 20 Jahren haben wir all jene ausgelacht, die zu einem ÖR Sender gegangen sind. Beamte, Schlaftablettenjournalismus, Parteisoldaten usw. haben wir denen hinter her gerufen. Heute haben die trotz all dieser Dinge, trotz der massiven Einmischung der Politik in die Sender, mehr Freiheiten, als irgendein Print-Kollege, wenn man nicht gerade bei der SZ oder beim Spiegel, bzw. Stern arbeitet.“

Haben Verlage den Journalismus ausgehöhlt? Sie haben ihn schwer beschädigt, in dem sie ihm erst die Krallen ge- und dann die guten Köpfe entzogen haben. Wird das so bleiben? Vermutlich, denn man ist auch weiterhin dabei, verschiedene Redaktionen in „Zentralredaktionen“ zusammen zu legen. Allein das Wort schon. Wenn man sich vorstellt, wie Erich Honecker „Zentralredaktionen“ ausgesprochen hätte, kommt man der Sache vermutlich schon näher. Auch an den Punkt, wie die Haltung einzelner führender Köpfe in vielen Verlagen gegenüber Journalisten ist.

Berufliche Fragen

1. Was machst du beruflich?
Ich bin Journalist, Dozent und Berater.

2. Was ist gut – was ist nicht so gut daran?
Da kann man heute eine lange Litanei beginnen. Das fängt schon damit an, dass die wenigsten Printerzeugnisse einen noch schreiben lassen, wie man das möchte. Heute muss ja alles in eine Form passen und die Leser sollen beim Betrachten der Anzeigen nicht gestört werden. Überhaupt nicht gut ist die Bezahlung. Wenn ich nicht noch meine anderen Betätigungsfelder hätte, wäre es schwer vom Journalismus zu leben. Mit Texten verdient man so gut wie kein Geld mehr, schon gar nicht mehr im Print. Weswegen ich auch auf dem klassischen Weg kaum noch etwas veröffentliche. Es fehlt mir auch nicht, ich sehe meine Texte lieber online. Die Spreizung der Betätigungsfelder bedeutet auch, dass man sich dauernd umstellen muss. Lange Konzentrationsphasen kann man sich nicht erlauben, man muss relativ schnell switchen können.
Auf der anderen Seite ist es genau auch wieder das, was mich an all dem reizt. Man muss sich dauernd neuen Herausforderungen stellen, man bleibt geistig sehr beweglich, man lernt sehr viel neue Dinge und trifft sehe viele, spannende Menschen. In den letzten Jahren sind bei mir die Schulungen und Lehrgänge hinzu gekommen, die eine weitere, völlig neue Berufsebene in mein Leben gebracht haben. Ich habe mich nie für einen Lehrer gehalten, schon gar nicht für einen guten. Ob ich das heute bin, weiß ich auch nicht, aber es macht mir sehr viel Spaß in Team mit Menschen etwas zu erarbeiten, etwas zu erklären und ihnen Wissen zu vermitteln. Tatsächlich hat es eine ganz andere Qualität der Zufriedenheit, wenn man merkt, dass man dem ein oder anderem Menschen einen Schubs gegeben hat, der etwas verändert hat. Das ist ein Feedback, das einem beim Schreiben manchmal fehlt.

3. Was wäre dein absoluter Traumberuf?
Ehrlich gesagt – ich habe meinen Traumberuf gefunden. Ich habe lange gebraucht, mich vom „traditionellen“ Beruf zu verabschieden und ich habe das nur unter der Prämisse getan, dass ich, wenn ich schon als freier Journalist arbeite, absolut nur noch das mache und arbeite, was mir Spaß macht. Das geht mal mehr, mal weniger, aber im Grunde habe ich das unverschämte Glück einen Beruf zu haben, den ich seit meiner Jugend haben wollte und ich verdiene auch noch ganz ok Geld.
Aber wenn ich nicht als Journalist arbeiten dürfte, ich würde dann wohl im Bereich Motorsportmanagement sein.

4. Warum gerade dieser?
Motorsport ist ebenfalls seit der Kindheit ein Steckenpferd und eine große Leidenschaft. Es wäre quasi natürlich, in dem Bereich zu arbeiten. Mich reizt das Umfeld, die Spannung und die Zusammenarbeit als Team.

Via Isabo

Vom Glück eines freien Journalisten?

Die Kollegen der Medienlese baten mich gestern eine Antwort auf den eines freien Journalisten zu schreiben, der die negativen Seiten im Leben eines Freiberuflers geschildert hat. Meine Antwort darauf:

Ich bin seit vielen Jahren freier Journalist und lebe ohne Festanstellung. Angefangen habe ich in den neunziger Jahren, wie so viele neben dem Studium. Dann folgten ein paar Jahre in verschiedenen Firmen, aber auch immer wieder unterbrochen von Phasen, in denen ich wieder solo unterwegs war. Meine letzte Festanstellung habe ich 2001 gekündigt. Freiwillig. Ich kann die Klagen des Kollegen an dieser Stelle nachvollziehen.

Ich kenne mich also aus in Sachen Freiberuflichkeit. Ich kenne die Probleme mit der Steuer, mit nicht- oder nur schleppend zahlenden Kunden, mit plötzlich versiegenden Geldquellen, mit abartig niedrigen Löhnen. Ich war vor ein paar Jahren mal ein paar Monate nicht krankenversichert, Urlaub gibt es selten, aber ich bin fast nie auf die Kollegen in den Redaktionen neidisch. Denn die Freiberuflichkeit hat eine Menge Vorteile.

1. Als angestellter Journalist ist das Einkommen auch nicht sicherer
Redaktionen werden heute schneller verkleinert, als man “Einsparungspotential” sagen kann. Der Druck, der heute in vielen Redaktionen herrscht, unterscheidet sich auch nicht von dem, den man als Freiberufler hat. Wie sicher ist meine Stelle? Wird die Redaktion vielleicht aufgelöst, weil sie mit einer anderen zusammen gelegt wird? Das unterscheidet sich nicht von meiner Frage, wie flüssig meine Auftraggeber bleiben. Allerdings habe ich den Vorteil, dass ich mein Risiko auf verschiedene Arbeitgeber verteilen kann. (Siehe unten bei den Tipps)

Weiterlesen bei der Medienlese

Disclaimer: Medienlese gehört zur Blogwerk AG. Dort leite ich das Gadgetblog neuerdings.com