WordPress Plugins

WordPress und Plugins – ohne geht es kaum, zu viele sind aber auch doof. Ich nutze WordPress seit etlichen Jahren, logischerweise auch drüben im Racingblog, das einigermaßen viel Traffic hat und vor allem wegen der vielen Bilder den Server ziemlich herausfordert. Das Hosting lasse ich (wie auch bei diesem Blog) von w3w erledigen. Die sind etwas teurer, haben dafür aber auch einen sensationell schnellen Support. Als das Racingblog 2011 mal mit DDOS-Attacken erpresst wurde (man wollte Bitcoins) hat w3w extrem schnell reagiert und die ganze Seite in eine sichere Umgebung geschoben. Ohne Mehrkosten usw. Kann ich also nur wärmstens empfehlen. Hier aber die Plugins, die ich ebenfalls gerne weiterempfehlen möchte.

Antispam Bee
Der Einsatz von Akismet ist ja wegen der Datenübertragung auf US-Servern in Sachen Datenschutz umstritten. Antispam Bee erledigt die Aufgabe aber auch sehr gut. Fischt an guten Tagen rund 400 Spamkommentare drüben weg. Antispam Bee ist sehr einfach zu konfigurieren und macht keinen Lärm.

BWP Google XML Sitemaps
Kleines Plugin, das saubere Sitemaps und Sitemapsindexe für Google erstellt, damit die besser crawlen können.

Comment Toolbar
Baut unter die Kommentare einen “Quote” und “Reply” Button ein, was ganz praktisch ist, da ich die Kommentare nicht verschachtel. Wurde allerdings seit zwei Jahren nicht mehr aktualisiert, hat da jemand eventuell was anderes im Angebot?

Feed Statistics
Da ich Feedburner noch nie genutzt habe, reichte mir dieses Plugin für den RSS-Feed. Man sieht die Zahl der Abonennten und kann ein wenig im Feed rumfummeln.

Flash MP3 Player
Ziemlich flexibler MP3-Player für die Podcasts. Das Ding lässt sich komplett nach eigenen Wünschen gestalten. Die Verwaltung ist etwas holperig, aber wenn sich dran gewöhnt hat, ist es gut. Die Playlistverwaltung ist sehr gut. Geht auch als Widget.

Flattr
Flattr halt. Immer noch das beste Micrpaymentsystem auf der Erde.

Global Translator
Ein Plugin, dass die deutschen Texte automatisch zu Google schickt, die sie in eine Fantasiesprache übersetzen. Das Plugin bietet dröflzig Sprachen an, ich hab nur Englisch genommen. Also das, was Google für Englisch hält, wenn es aus dem Deutschen übersetzt hat. Könnte auch mal ein Update vertragen, das Plugin.

Insert Headers and Footers
Wenn das Theme keinen Hook-Manager hat, hilft dieses Plugin, mit dem man Code in Header und Footer reinwerfen kann. Macht es sehr brav.

Jetpack
Nicht ganz unumstrittenes, weil es eine arg aufgeblähte Plugin-Sammlung von WordPress selber ist. Manche behaupten, Jetpack würde die Seite verlangsamen, konnte ich aber nicht feststellen. Ich habe allerdings auch neulich den WordPress-Counter raus geworfen, der die Datenbank quält. Nutze ein paar Dinge (Lightroom für die Bilder, Sharing Buttons, Kurz URLs).

Ozh’ Admin Drop Down Menu
Verlegt das nervige Menü von der linken Seite in den Kopf der Seite und stattet die Menüpunkte mit Drop-Down Menüs aus. Sehr praktisch, weil übersichtlicher. Allerdings ist der Umbruch, wenn man viele Plugins mit eigenen Menüpunkten hat, dann nicht so schön. Irgendwas ist ja immer.

Page links to
Damit kann man Seiten direkt auf andere URLs umleiten. Viele Themes bieten an, dass man die Seiten als Menü im Header anlegen kann, was besser ist, als die Kategorien. Will man auf eine Subdomain leiten (z.B. ein Forum) kann man diese direkt ohne Umwege aufrufen lassen.

Simple Twitter Widget
Das Twitter Widgest könnte man auch mit Jetpack erledigen lassen, dieses Plugin zeigt die Tweets aber schöner und kompakter an.

Social Login
Bietet die Möglichkeit, dass sich User auf Wunsch per Facebook, Twitter, Google usw. einloggen können, um einen Kommentar abzugeben. Die Einrichtung kostet allerdings etwas Zeit, weil man für viele Dienste eine App generieren muss, damit man die OA-Logins bekommt. Wird glaube ich einmal im Monat von Spammern bei mir zum einloggen genutzt.

Theme Test Drive
Extrem tolles Tool, mit dem man neue Themes komplett ausprobieren kann, ohne das die User das sehen. Zwar geht das auch mit Vorschau von WordPress, aber nicht so toll. Denn hier kann als Admin sich ein komplett anderes Theme anzeigen lassen und darin Veränderungen vornehnmen. Die User sehen weiterhin das alte Theme. So kann man neue Designs anlegen, ohne sie auf einen Testserver schmeissen zu müssen.

W3 Total Cache
Nutzen wir im Moment nur, um die Skripte ein wenig zu komprimieren. An Besucherstarken Tagen darf es auch mehr machen. Ist extrem komplex und nicht einfach zu bedienen. Wir haben aber einige ausprobiert (Super Cache, Cachify) und Total Cache scheint am Besten zu sein.

WordPress SEO
Ich halte SEO zu großen Teilen wegen der sich dauernden Änderungen am Suchalgorhythmus von Google für ein wenig Esoterik, aber vor ein paar Monaten meinte mal jemand “Nein, mach mal! Du wirst sehen, dass der Traffic um 30% ansteigt.” Also fülle ich seit Monaten brav alle SEO-Felder unter den Artikeln aus, streue Keywords usw. Dabei komme ich mir immer wie ein Mitglied der Tea Party vor, der aus Versehen auf einer Party von lesbischen Evolutionsbiologen in “Hello Kitty” Anzügen gelandet ist. Die Bilanz nach ein paar Monaten: Der Traffic bleibt gleich, die Suchanfragen erhöhen sich nicht wirklich. Dabei fülle ich sogar die “Alt-Tags” für Bilder aus. Im Grunde bin ich mir auch gar nicht sicher, ob ich das überhaupt will. Das Angebot vom Racingblog ist schon sehr speziell, was soll ich mit Usern, die für 2 Sekunden auf die Seite kommen? Ich bin ja der altmodischen Meinung, dass sich Qualität durch setzt, auch im Internet. *hust*

WP Database Cleaner
Meist deaktivert, aber alle paar Wochen werfe ich es mal an. Löscht sämtliche “post revision” die die Datenbank verstopfen. Als ich es das erste Mal angeworfen habe, zeigte es mir über 22.000 “post revisions” an, die kein Mensch mehr brauchte. Löscht dazu auch “auto drafts” und anderen Krempel. Hat bisher auch nichts kaputt gemacht.

WP to Twitter
Schubst neue Einträge automatisch zu Twitter und verknüpft sich auf Wunsch auch mit Google Analytics.

Das war es soweit. Da ruhen noch ein paar Dinge, wie ein Captcha Plugin, wenn mal wieder eine Spam-Attacke ansteht. Dazu ein Plugin für ein Datenbank Backup. Ich neige dazu, die Menge der Plugin gering zu halten, um WordPress und Server nicht allzusehr zu belasten.

How I work

Oh! Ein Fragebogen! Ich habe seit drölfzig Jahren keinen mehr ausgefüllt.

Blogger-Typ:
Ich blogge seit 13 Jahren, ich war schon alles und muss nichts mehr sein. Ich schreib halt so rum.

Gerätschaften digital:
Windows PC am Arbeitsplatz, Macbook Air und iPad für unterwegs, Batterietelefon (noch) HTC Sensation, demnächst entweder Nokia 920 oder Samsung S3/S4. Oder ganz was anders. Vielleicht reaktiviere mein Nokia N70. Ansonsten: Fernseher und ABS im Auto.

Gerätschaften analog:
Ich habe manchmal einen Kuli dabei. Das muss reichen. Ich habe es nicht so mit Papier. Ich verliere so Zettel dauernd. Das war auch der Grund, warum ich damals™ mein erstes Blog aufgemacht habe. Ich war es leid, dauernd alle Zettel zu verlieren. Ich begrüße den Fortschritt und verzichte darauf, Wälder abzuholzen.

Arbeitsweise:
Mitten in einer völlig anderen Arbeit eine Idee haben und dann los legen. Oder nach dem zweiten Rotwein einen irrsinnig tollen Text anfangen, der zu einer Art Pulitzer-Preis-Text bis zum Ende der Rotweinflasche wird, um am nächsten Morgen dann doch „Oh. Hm. Das war ich nicht….“ zu denken. Also wie alle.

Welche Tools nutzt du zum Bloggen, Recherchieren und Bookmark-Verwaltung?
Zum Bloggen: WordPress. Ich schreibe meine Texte entweder in Evernote oder direkt in Notetab Pro (Windows) vor, weil ich da alle HTML-Formatierungen per Hand rein fummeln kann. Auf dem Mac nehme ich Textedit, Compositions und Evernote. Überhaupt habe ich Evernote seit ein paar Monaten wieder für mich entdeckt, ich nutze es sogar auf dem Batterietelefon. Für die Bildbearbeitung nehme ich Irfan View. Auf dem Mac auch dank Wine. Oder X11. Vergessen. Läuft aber.
Als Bookmarkdienste verwende ich Pinboard (gerade nicht aktiv) und Readability. Feeds kommen per Feedly/Reeder und die üblichen Social Media Netzwerke rein. Oder Chat. Neulich sogar mal per SMS.

Wo sammelst du deine Blogideen?:
Kommen durch Links, beim Spülen oder halt Rotwein. Ich hatte mal eine Idee in der Badewanne, das war anstrengend, weil ich nichts zu schreiben dabei hatte und ich mich die ganze Zeit konzentrieren musste, die Idee nicht zu vergessen.

Was ist dein bester Zeitspar-Trick/Shortcut fürs Bloggen/im Internet:
Einen grossen Bogen um Geoguessr und andere Spiele und das Internet aus machen.

Benutzt du eine To-Do List-App? Welche?
Nein. Ich hab ein Textdokument in Notetab oder Evernote, wenn es etwas sehr pressiert, oder sehr viele Sachen gleichzeitig erledigt sein wollen. Ich habe viele Apps ausprobiert, aber immer wieder vergessen, dass ich eine App habe, die mich an meine To-Dos erinnern sollte.

Gibt es neben Telefon und Computer ein Gerät, ohne dass du nicht leben kannst?
Der Herd.

Gibt es etwas, das du besser kannst als andere?
Ich kann sehr gut lange schlafen. Ich behaupte mal darin eine gewisse Meisterschaft erlangt zu haben.

Was begleitet dich musikalisch beim Bloggen?
Spotify. Ich habe das Plugin „Any decent music“, das hübsche Listen mit neuen Alben zusammenstellt. Die höre ich dann nebenbei bei der Arbeit. Oder DLF. Oder Podcasts.

Wie ist dein Schlafrhythmus – Eule oder Nachtigall?
Mein natürlicher Rhythmus ist: Zwischen 1 und 2 ins Bett, so zwischen 8 und 9 wieder raus. Wenn ich rasend viel schreiben muss, verschiebt sich der Rhythmus gerne etwas später in die Nacht, weil ich nach Mitternacht tatsächlich gut arbeiten kann. Meist geht es dann bis 3 Uhr, das Aufstehen dementsprechend auch. Alles vor 8 Uhr morgens empfinde ich als Hitler.

Eher introvertiert oder extrovertiert?
Das frage ich mich seit Jahren. Andere Leute auch. Aber mal als Disclaimer: Nur wenn ich mich mal drei Monate nicht melde, heißt das nicht, dass jemanden nicht mag.

Wer sollte diese Fragen auch beantworten?
Ich glaube, ich bin der Letzte, der diesen Fragebogen beantwortet hat.

Der beste Rat, den du je bekommen hast?
Alles wird gut.

Noch irgendwas Wichtiges?
Es gibt auch noch was anderes als Arbeit.

Ich block dich

Das kam jetzt etwas überraschend, die Anti-Adblocker Kampagne von Sponline, FAZ, SZ & Co. Verständlich ist sie dennoch, irgendwo muss das Geld für den Online-Journalismus ja herkommen, besonders, nach dem die Quer-Subventionierungen (Print-> Online) auch nicht mehr geht. Online braucht mittlerweile (wenn man es richtig macht) auch nicht viel weniger, als eine Print-Redaktion. Verständlich, dass die Verlage versuchen mittels Solidaritätsaufruf den Leser zu bitten, den Adblocker auszuschalten. (Den Witz, von wegen viele Leser über die Kampagne erst usw. spare ich mir jetzt mal)

Interessant ist es aber doch, weil Portale aufrufen, die nicht gerade reichweitenschwach sind. Klar, noch mehr Auslieferungszahlen bringen noch mehr Geld in Kasse, vielleicht erhöhen sich auch die Klickraten im tausendstel Prozentbereich. Manchmal ist ja wirklich was bei, dass einen interessieren könnte (Targeting scheint ja auch noch eher die Trefferquoten von Esoterik zu haben). Und ja, auch die vermeintlich “Großen” brauchen Geld und stehen unter dem Druck, den Gewinn zu erhöhen. Deutlich mehr leiden aber kleinere und mittelgroße Portale unter den Adblockern. Ich kenne mich da aus, drüben auf dem “Racingblog” sind die Klick- und Auslieferungszahlen bei ab und an geschalteten Banner auch sehr übersichtlich. Ein Rectangle mit einem halbwegs interessanten Video bringt in ein paar Tagen vielleicht 4.000 Aufrufe. Bei schmalen TKPs, die bei Seiten dieser Größe gerne einstellig sind, kann man sich vorstellen, was das bringt. Ich müsste das Blog mit Banner voll hauen, dann würde es sich vielleicht im Monat lohnen, was aber dazu führen würde, dass die Leser zum Adblocker greifen. Ein weiteres Problem ist, dass ich die Werbung nur schwer steuern kann, wenn ich in einem der üblichen Netzwerke bin und auf Werbung bestimmter Firmen habe ich auf meinen Seiten einfach keine Lust. Aber das nur am Rande.

Die Werbeform ist ja auch gerne ein Thema. Auch bei den Portalen, die bei diesem Aufruf mitmachen, erscheinen, oder erschienen in der Vergangenheit, Layerwerbungen, Popups und andere unschöne Dinge. Das aktuelle “BlingBling” mit Flash/HTML5/gif Banner macht es einem auch nicht leichter, den Abblocker auszuschalten. Aber das ist eine Frage der persönlichen Ästhetik. Andreas von Gunten hat da noch etwas mehr zu, vor allem zu dem Punkt, dass die Werbeschalter sich zu wenig Gedanken über diejenigen machen, die sich die schrottigen Banner anschauen müssen.

Eine andere Frage ist, welche Daten über die Banner ausgelesen werden. Da werden Cookies gesetzt, die Trackingcodes haben und auch wenn das ganze mehr oder weniger anonym ausgelesen wird. Ironischerweise hat die “Zeit” da letztes Jahr einen erhellenden Artikel zum Thema veröffentlicht. Cookies und Supercookies sind eine Pest, selbst wenn man sie, mit einigem Aufwand löscht. Programme wie “Ghostery” helfen da wenig weiter, weil sie Trackinganfragen zumindest teilweise blockieren. Ein weiteres Problem mit Banner ist, dass die Auslieferungsserver gerne auch mal gehackt werden. Mit einem umprogrammierten Banner kann man dann einen Rechner angreifen.

Das ist alles sehr unschön und verkompliziert die Lage zusätzlich für User und Verlage, denn die User wollen ja netten Content, die Verlage brauchen wiederum Geld, um guten Journalismus zu finanzieren. Dem Thema Crowfunding haben die Katharina Borchert, Stefan Plöchinger und Jochen Wegner auf einem Panel der republica zu Recht eine Absage erteilt.

Ich vermute, dass die Aktion wenig bringen wird, was ich bedauerlich finde. Vermutlich ist es der Beginn einer langen Argumentationskette der Verlage, die zu Paywalls führen wird. Nach dem Motto: “Wir wollten ja nicht, wir haben ja gebettelt, aber ihr wollt es ja nicht anders”. Jedenfalls sehe ich bei zurückgehenden Erlösen aus dem Printbereich wenig Spielraum für die Verlage, auf Pay-Walls verzichten zu können. Man könnte jetzt zynisch sein und sagen, dass man mit Artikeln, die hinter der Bezahlschranke liegen auch keine Probleme mit LSR bekommt, aber würde nur teilweise stimmen. Am Ende stirbt dann ein Stück Informationsfreiheit, die zugebenermaßen auf der Utopie beruhte, das werde sich im Netz schon irgendwie lösen können. Aber das Problem der Finanzierung besteht seitdem es das Netz gibt und bisher ließ sich weltweit kein Konzept zur Finanzierung des Journalismus finden, das nicht in irgendeiner Form mit Bezahlung zu tun hatte.

Einige verweisen auf “Flattr” und andere Micropaymentlösungen. Dass das nicht so recht funktioniert, zeigt die taz, die monatlich um die 1000 Euro per Flattr einnehmen. Das reicht hinten und vorne nicht. Zudem löst es das Problem für große Portale nicht. Wie 10000Flies zeigt, kommen reichweitenstarke Beiträge oft aus dem Boulevard-Sektor. Würden sich Portale rein aus Flattr finanzieren, ist die Versuchung groß, Boulevard-Themen öfter zu bringen als eine tiefgreifende Analyse des Syrien-Konflikt.

Wie oft, könnte die Lösung in der Mitte liegen. Die Verlage drängen ihre Werbekunden dazu möglichst auf animierte Banner zu verzichten und stellen klare Regeln für das Tracking auf. Die Leser deaktivieren daraufhin ihre Adblocker, bzw. fügen für solche Seiten Ausnahmen hinzu.

Man muss im übrigen auch gar keinen Adblocker nutzen. Genauso gut kann man bei den meisten Portalen einfach die Druckansicht wählen, die meist frei von Werbung gehalten wird. Eine andere Lösung ist das Addon “Readability“. Die Webseite wird zunächst samt Werbung ausgeliefert, ein weiterer Klick und die Seite wird “aufgeräumt” und lesbarer gemacht. Praktischerweise hat es auch eine Plattformübergreifende “Später lesen” Funktion. Das sollte doch allen helfen.

Ratlosigkeit und Chancen

Ich hatte vor ein paar Monaten eine Eingebung, und die bestand aus dem Wort “Müde”. Müde von den kleinen Skandälchen, die tagtäglich per Twitter, Facebook, Feeds und sonstigen Übertragungsmechanismen über mich reinbrechen. Die permanente Aufmerksamkeitshysterie der Mikrokrisen hatte mich etwas stumpf gemacht, und zwar so sehr, dass keine Lust hatte, mich daran zu beteiligen. Weder mit kurzen Sätzen noch mit langen Blogeinträgen. Ich hatte zu dem das Gefühl, einem Schatten hinterher zu laufen, wenn es um das Thema Netzpolitik geht. Kaum hatte man sich an Websperren, Vorratsdatenspeicherung abgearbeitet, poppte mit CISPA, LSR usw. das nächste Thema auf, was einem in Atem hielt. Um mal wieder den Wald vor lauter Bäumen zu sehen, habe ich mir eine Auszeit auf allen Kanälen gegönnt, die bis zur republica13 reichen sollte. War so nicht geplant, aber am Ende genau richtig.

Es war eine schöne Konferenz, perfekt organisiert, tolle Panels und Workshops. Was ich von der republica in diesem Jahr dann mitgenommen habe, ist der aber Eindruck einer allgemeinen Ratlosigkeit. Während letztes Jahr, vor allem in Sachen Netzpolitik eine große Aufbruchsstimmung zu spüren war, herrschte dieses Jahr eben Ratlosigkeit. Die sich hübsch im Vortrag von Sascha Lobo widerspiegele, der dem versammelten Volk schon fast verzweifelt das Schlagwort “Machen” entgegenschleuderte. Einfach mal was machen also. Aber wohin soll die Reise beim “Machen” gehen?

Im NLP gibt es es die hübsche Technik das Wort “nicht” zu vermeiden, wenn man seine eigene Wünsche und Zukunftsvorstellungen formulieren soll. So sehr ich NLP auch eher kritisch sehe, so sehr trifft es aber auch den Kern der herrschenden Verweigerungshaltung gegenüber der Entwicklung der Netzpolitik. Die Antwort, wie etwas kurzfristig nicht sein soll, findet sich leicht, aber die fundierte Vorstellung, wie etwas aussehen könnte, findet sich nicht. Und mit einem “Nein” lässt sich selten verständliche Politik machen, man muss auch eine Alternative anbieten, und zwar eine solche, die auch von denjenigen verstanden wird, die das Internet weiterhin für einen Hort von Irren, Perversen und Urheberrechtsverbrechern halten. Und, machen wir uns nichts vor, die Mehrheit der Bevölkerung Deutschland denkt genau so über das Internet.

Die Ratlosigkeit der republica, die sich auch in oft gehörten Aussagen wie “Das braucht halt alles seine Zeit in der Politik” zeigte, macht deutlich, dass die gesamte deutsche netzpolitische Szene in einer Art Krise steckt. Die Piraten, die man im letzten Jahr zumindest als verlängerten politischen Arm der Szene akzeptieren konnte, haben sich selbst zerlegt. Sie schaffen es nicht mal im Moment, wo der Thementisch reich gedeckt ist, auch nur einen bundespolitischen Akzent zu setzten. Die Piraten haben weder die Kraft noch die passende Strategie, um etwas zu bewegen.

Klar ist aber auch, dass es der Netzszene an politischer Schaffenskraft fehlt. Darüber hinaus fehlen Vordenker, die die Veränderungen, die das Internet im Leben eines Bürgers bringt, formulieren können. Was genau ändert sich da eigentlich gerade in Wahrnehmung von Bürger- und Freiheitsrechten, wie genau verändert das Netz die postdemokratischen Hierarchien, bzw. wird da überhaupt etwas verändert? Ganz einfach formuliert: Wo will man eigentlich mal hin mit dem Staat und den Bürgerrechten? Wie tief greifend sollen die Änderungen werden? All das ist nicht geklärt, nicht mal im Rahmen eines “Status quo”. Stattdessen arbeiten sich viele an einzelnen Themen ab und erwecken so gleichzeitig den Eindruck, dass des der netzpolitischen Szene vor allem darum geht, gegen etwas zu sein. Um es mal militärisch auszudrücken: Es wird an vielen Fronten gekämpft, aber es gibt keinen umfassenden Schlachtplan.

Die deutsche Demokratie ist nicht so alt, als das sie nicht eine Renovierung verdient hätte. Dass das Volk der “Souverän” ist, glaubt man zumindest auf bundespolitischer Ebene vermutlich kaum einer mehr und dank des Wahllistensystems der Partien dürfte es auch schwerfallen, dass sich das ändert. Es gibt genug Lücken und Beschränkungen in den demokratischen Prozessen in Deutschland, die kann man aber alle nicht mit einem simplen “Mach mal” oder “Nein” verändern.

Die Netzszene sollte sich nicht nur überlegen, welche Ziele sie in welcher Reihenfolge erreichen will, sie sollte sich auch Gedanken darüber machen, wie man die tief greifenden Veränderungen kommunizieren kann. Ein Beispiel: Es gibt für jede gesellschaftliche Entwicklung bis hin zur Polyamorie ein Sachbuch das die Veränderungen versucht zu dokumentieren. Die Änderungen, die das Internet in der Gesellschaft und der Wirtschaft (und alles, was dazugehört) hervorrufen könnte, sind kaum erfasst oder werden visionär beschrieben. Stattdessen arbeitet man sich an einzelnen Punkten (Telekom, CISPA usw.) ab, bekämpft eine Hydra, der zwei Köpfe nachwachsen, wenn man einen abschlägt. Das kostet Kraft, ist ermüdend, was bedeutet, dass der langfristige Erfolg in weiter Ferne steht.

Die führenden Köpfe der deutschen Netzszene, die an unterschiedlichen Fronten arbeiten, sollten das momentan herrschende Vakuum nutzen und sich zusammensetzen um sich langfristige Strategien überlegen. Diese sollten nicht nur die Lobbyarbeit umfassen, also wo man am besten einen politischen Hebel ansetzen kann, sondern sich vor allem auch auf die Vermittlung der ausgearbeiteten Themen in der Breite umfassen. Wie kann man die eigenen Themen auch jenen verständlich machen, die damit bisher nichts anfangen können oder sie sehr skeptisch sehen? Wie kann man einen verständlichen, philosophischen Überbau schaffen, der allgemein vermittelbar ist? Einen, der auch für 70jährige CSU-Abgeordnete verständlich ist?

Am Ende geht es ja nicht darum, den Staat abzuschaffen, er funktioniert ja ziemlich gut. Aber es geht darum ihn zu verbessern, die Einflussmöglichkeiten seiner Bürger wieder zu verstärken. Das ist ein Ziel, das sich gut vermitteln lassen sollte. Die Chancen dafür sind jedenfalls da.

Netzneutralitäten

Die Telekom hat also den ersten Schritt gewagt und klemmt bei Neuverträgen und ab 2016 (wenn es nötig sein sollte) andere Anbieter von ihrem Netz ab. 75 oder auch 100 GB sind in einem Monat schnell verbraucht, vor allem wenn man an Angeboten der diversen Mediatheken folgt. Ein wenig Fernsehen, ein wenig Musikstreaming, und schon steht man da, mit seinen 0,3 Mbit/s für den Rest des Monats. Das trifft im übrigen vor allem auch Freiberufler, wie Fotografen, Grafiker usw. die komplett andere Datenmengen zu verschicken und empfangen haben. Netterweise rechnet die Telekom ja auch Up- und Download zusammen, sonst würde es ihnen vermutlich keinen Spaß machen.

Nun kann die Telekom ja mit ihren Preisen machen, was sie will. Sie sagen, dass nur ein Bruchteil der User überhaupt mehr als 30 GB im Monat verblasen. Was sie nicht sagen ist, wie alt diese Zahlen sind und wie sich der Verbrauch in den nächsten drei Jahren weiterentwicklen wird, wenn noch mehr Streamingangebote (Netflix usw.) und Cloud Dienste den Weg in die Netze gefunden haben. Vermutlich dürfte selbst jemand, der seinen Rechner wenig nutzt, in der Zwischenzeit seinen Datendurchsatz verdoppelt haben. Unverständlich ist auch, warum die Telekom keine gestaffelten Preise anbietet, (zum Beispiel: 75 GB für 20 Euro, 150 GB für 35 usw.) statt direkt mit der Drosselung um die Ecke zu kommen.

Die große Frage ist ja, wie die anderen ISPs reagieren werden. Noch behaupten alle, dass man keine Drosslungen vornehmen werde. Mag sein, dass man dies zunächst nicht plant, man wird aber drüber nachdenken, denn der Schritt der Telekom kommt ja nicht unangekündigt, sondern hatte sich in den letzten zwei Jahren schon angedeutet. Natürlich ist es im Moment ein Vorteil für Neukundenverträge keine Beschneidung der Bandbreite im Programm zu haben. Aber selbst wenn ISPs wie “1und1″ keine Drosslung anbieten wollen, ist die Frage, wann sie es vor allem bei VDSL-Angeboten müssen. Die Telekom hat hier nämlich den Finger drauf und darf Konkurrenzanbieter schlichtweg aussperren. (Die Konkurrenz darf das auch, wenn ihnen die letzte Meile gehört).

Im Grunde bedeutet das, dass die Telekom nicht mehr die letzte Meile vermietet, sondern Pakete anbieten kann, die eben zum Beispiel auch nach Datendurchsatz gestaffelt sind. So kann die Telekom (theoretisch) die Konkurrenz zur Drosslung zwingen, da die Kosten für einen Fremdanbieter sonst entgleisen könnten. Eine Alternative bieten nur jene ISPs, die mittlerweile die letzte Meile mit eigenen Kabeln überbrückt haben oder die auf eine andere Technologie setzen (Kabelnetz).

Interessant dürfte die Frage sein, wie die Netzdienste reagieren werden, hier vor allem Google, Amazon und Apple, deren Angebote alle komplett von einem offenen Netz abhängig sind. Eine logische Schlussfolgerung wäre, dass zum Beispiel Amazon damit beginnt, sich Bandbreite bei der Telekom zu kaufen, um diese an ihre Kunden weiterzugeben. Entweder über das Angebot des “Managed Service” (Dämliche Wortidee der Telekom) oder in dem sie eventuell selber als ISP auftreten, in dem sie Services von “1und1″ oder “O2″ aufkaufen. Quasi also als Reseller unter eigenen Namen agieren. Man hat also ein “Telekom Netz” ohne Amazon (Lovefilm, AWS usw.) und ein “Amazon Netz” ohne Telekom, Mediatheken, Google oder sonstigen Inhalten. Darunter leiden werden Dienste wie “Soundcloud” usw. deren finanzielle Decke kaum ausreichen wird, um sich den Service von allen ISPs zu leisten. Wie zersplittert die Medienlandschaft aussehen kann, sieht man im TV-Bereich in den USA. Verschiedene Kabel- und Satellitenanbieter bieten unterschiedliche Programme an, nicht alle Zuschauer können alle Programme sehen. Scheinbar möchte die Telekom einen ähnlichen Weg einschlagen. Die Hoffnung, dass zum Beispiel Google mit einem eigenen Glasfasernetz in Deutschland aufschlägt, kann man wohl direkt vergessen, da die Kosten dafür viel zu hoch sind.

Was mich allerdings bei der Sache noch interessiert, ist die rechtliche Frage, also, ob die Telekom eine Bandbreitenbeschränkung überhaupt durchsetzen kann. Es geht hier immerhin auch um die freie Verbreitung von Informationen. Wie werde zum Beispiel die umfangreichen Medienangebote der Ministerien und Ämter behandelt? Bisher sind diese ja nicht im Transfervolumen der Telekom mit einbezogen. Steht man nach drei Tagen “BundestagsTV” also dann schon ohne Netz da? Eine andere Frage ist auch, wie sehr die neuen Verträge der wirtschaftlichen Entwicklung im Bereich Start-ups entgegen stehen. Dienste wie Soundcloud oder TapeTV wären nie in der Lage, sich innerhalb von Deutschland zu etablieren. Statt die Gründung also in Deutschland vorzunehmen, wäre man gezwungen ins Ausland abzuwandern. Dem Staat entgehen so Steuereinnahmen und er schafft ein investitionsfeindliches Klima. Deutschland hat in den letzten Jahren, dank schlechter Verfügbarkeit von Breitbanddiensten, international hier sowieso an Boden verloren. (http://cloudscorecard.bsa.org/2013/)

Der Schritt der Telekom ist also nicht nur eine Ohrfeige für die Netzneutralität, sondern gefährdet auch den Internetstandort in Deutschland.

Update aus meinem Leben – Auf der Reise Editon

# Das Blut kann ja nur von Alkohol oder Sehnsucht verdünnt werden. Dann ist es wie eine Welle, die durch die Adern rauscht, die einen mitnimmt, die einen reinwäscht, fort trägt, die Zeit vergessen lässt. Man wird aufgebrochen, ist wehrlos, egal was man macht, egal, wie weit man Abstand sucht. Alles andere wird klein und man selbst auch. Wären da nicht diese Krallen, die man im Rücken spürt, die am Hinterkopf schaben, immer den Nacken entlang und einen warnen. “Zur Hölle”, ruft man dem Raben entgegen, der seine Krallen an einem wetzt.

# Wenn man also alles vergisst und brutal dann wieder vom Leben auf den Boden geholt wird. Von den ordinären Dingen des Lebens, nicht mal von der elenden Kälte, die dann doch ein Vorbote ist. Immerhin bekommt man Käsekuchen und Gnocchi, während man sich in seinem Elend ein wenig windet und darauf wartet, dass es besser wird. Und die Stelle im Nacken wird langsam wund.

# Also bewegt man sich, erst in größeren Schritten, dann in kleineren, möglichst still und leise. Die Hände strecken sich immer weiter aus, die Grenzen werden weiter verschoben in unentdeckte Länder. Die Worte wollen gewählt sein, sie sind roh, sie gefährden Fragiles. Jede Silbe ist ein Geflecht, setzt einen Samen, der Böses bergen kann. Der Kopf ist nur noch damit beschäftigt, die Worte zu entkleiden, sie sanft zu machen, sie ihrer Schärfe zu berauben. Dabei ist man selber in ein Spinnennetz aus fremder Angst verfangen.

# In wenigen Momenten geht es, da ist alles klar, weil man konzentriert ist. Blaue Stunden sind das, solche, die man nicht vergisst. Man sitzt auf harten Stühlen und schaut sich in die Augen. Man sucht etwas und findet für einen Lidschlag den Blick, an dem man sich festhalten kann. Man findet es im weißen Rauschen, auf Fensterbänken, in Bars zwischen zwei Gin-Tonics. Das sind Chimären, am Ende senkt sich auch der Kopf in den eigenen Nebel hinein und schaut, was da eigentlich genau vor sich geht. Man wühlt im eigenen Morast, in vergessenen Albträumen, die man schon längst lachend zur Seite geschoben hatte. Also noch mehr Dinge, die man abarbeitet, im Kopf sieht es aus, wie das Bild eines alten Fernsehers, der verzweifelt einen klaren Empfang sucht.

# Wenn der kurze Moment des Seins vorbei ist, kommt die Wahrheit und sie scharf wie ein frisch geschliffenes Messer. Alles, was bleibt, ist die Erinnerung, dass es schön ausgesehen hat, dass man sich darin verlor, selbstvergessen, getragen von den brüchigen Flügeln des Ikarus. Dionysischer Rausch versus Apollinische Klarheit. Und dann taucht man auf und weiß, dass das Leben eben nicht nur ein Moment ist, sondern dass es der einzige Moment ist, dem man hat. Dass es keinen zweiten Moment geben wird, keine zweite Chance. Dass wir nur eine Chance haben, alles zu erwarten, alles zu nehmen, mehr zu erwarten, als die Idee eines Momentes.

# Am Ende der Zeit schaut man Heinrich Heine im Theater, hat in sechs Wochen zehn Kilo abgenommen, isst einen Teller schlechter Linsensuppe und zittert. Ein paar Stunden später liegt man im Krankenhaus, der Notarzt war da und jemand weint am Bett, aber aus ganz anderen Gründen. Später sitzt man wieder in der Küche, redet, und die Kreuzungen scheinen zu verschwinden. Aber der Nebel im Kopf lichtet sich, auch die Trugbilder werden klarer und sie können einem nichts mehr anhaben. Man ist gewachsen.

# Aber das Leben ist ja gar nicht so. Das Leben kann ja auch anders. Selbst wenn man desolat Käse-Schinken-Sandwiches in sich rein stopft, Sachen murmelt und danach denkt “Ach herrje” kann sich in all dem Chaos aus Angst, Verletztheit und Schwäche, in all den dunklen Räumen, durch die man gelaufen ist, in denen man sich verirrt hat, plötzlich eine Tür öffnen.

# Wir sammeln unsere Erinnerungen, bringen Ordnung hinein, legen ab, sortieren und sagen, dass wir verstanden haben. Und vergessen doch wieder alles. Wir machen einen Schritt und es ist jedes Mal der Erste. Wir berühren eine Haut und es ist immer eine andere. Wir nehmen uns vor, nicht mehr zu lieben, und werden überrannt. Wir laufen im Kreis und wollen zu den Sternen. Wir haben Sehnsucht, die Leerstellen in unser Leben stanzt und vor der Sehnsucht haben wir Angst. Wir sind auf der Flucht, fortwährend, und wollen doch gefangen werden. Wir suchen Grenzenlosigkeit um die eigenen Grenzen zu finden, und wenn wir da sind, beginnen wir von vorne. Wir schauen in Augen und suchen uns selbst. Wir schreiben und reden viel, weil wir befürchten, dass uns die Worte fehlen. Und am Ende ist das alles gar nicht so kompliziert. Wir haben uns nur selber die Augen verbunden, den Mund verboten und die Hände in den Taschen gelassen.

# Dann findet man sich an einem alten Tisch, Augen suchen ein Echo und finden es zwischen der verstreuten Asche der letzten Stunden, Wochen und Monate. Es ist wie ein Spaziergang in ruheloser Nacht, wenn man durch den grauen Schnee stapft, wenn die Fenster dunkel sind und man sich nicht vorstellen kann, dass dahinter irgendwann mal Leben war. Leben ist. Und dann biegt man um die Ecke und aus einer kleinen Bäckerei dringt der Duft von frischgebackenen Croissants. Die Tür ist nur angelehnt und man geht mit einer Tüte voller frischem warmem Glück auf dem direkten Weg nach Hause.

# Man trinkt Wein (biologisch), rührt spät am Abend in einem Risotto oder isst nachts die Reste einer kalten Bolognese, man schaut Heinz Rühmann Filme und taucht in ein anderes Leben. Man sieht fremde Schatten an der Wand, hört die Straßenbahn vorbei rumpeln und alte Uhrwerke laufen, die nachts beruhigend ticken und einem sagen, dass man wieder atmen kann. Und wenn man es nicht glaubt, dann muss man sich nur ein wenig umdrehen und sieht es. Dass die Momente kristallklar am Horizont leuchten und den Weg der Reise wie tanzende Lichter begleiten. Das sie Ziel und Weg zugleich sind. Die Wärme strahlt und man mit ihr.

# Keine Umwege mehr.

Best of Twitter – Februar 2013


Wenn mir langweilig ist, ziehe ich mein Gehirn mit einem Kleiderhaken aus der Nase und lese danach das Forum von Spiegel Online.
@arschhaarzopf
Christian A. Franke


Dieses elende rumgeniese und rumgerotze im Zug, ey. Das muss die Mitreisenden um mich herum doch echt nerven.
@jensscholz
Jens Scholz


Ich habe nicht genügend Zeit für Katzenfotos UND Pornografie.


Am Kotti kotzt jemand in eine Tasche mit dem Aufdruck “Berlin Avantgarde”. Alles wie immer.
@onrie
Onrie


I love sleeping. It’s like death without the commitment.
@ExtraGrumpyCat
Grumpy Cat


Den ganzen Abend mit einer tollen Frau mit lustiger Frisur unterhalten und dann erfahren, dass die Gastgeber einen Bobtail haben…
@Amaot
Hans Wurst


Interessantes Gespräch. Morgen erinnere ich mich dann wieder nicht mehr dran, worum es ging.
@tristessedeluxe
Tillmann Allmer


Nicht ausgehen, um auf Arbeit nicht müde zu sein. Grämend Rotwein trinken, zu lange aufbleiben, nicht schlafen können: auf Arbeit müde sein.
@Autofocus
Lucie


Sich reglos in eine Decke gewickelt auf der Couch liegend beim Nichtstun an einem Gegenstand zu schneiden schaffen auch nur Frauen.
@ailine
Ailine Liefeld


eltern schreiben, sie hätten jetzt einen tablet pc. ich muss da mal anrufen, glaub ich.
@beck_zoe
Zoë Beck


Ganz schön anstrengend, etwas vor seinem Unterbewusstsein zu verbergen.
@Anousch
Anousch


Es ist schon verwunderlich, was der Alkohol aus einem macht.
@tristessedeluxe
Tillmann Allmer


“Schön, Dich zu lesen!”"Brüste.”
@_miel
Euer Gnaden


DIE PILLEN WIRKEN NICHT! DIE PILLEN WIRKEN NICHT!
@jensscholz
Jens Scholz